Schwerer Verkehrsunfall bei Tarajalejo im Süden Fuerteventuras

Schwerer-Autounfall-bei-Tarajalejo

Auf dem Abschnitt der FV-2 zwischen La Lajita und Tarajalejo hat sich auf Höhe der Urbanisation La Herbania bei Tarajalejo am frühen Nachmittag des 01.06.2020 ein schwerer Verkehrsunfall ereignet.

Am Unfall waren zwei PKW beteiligt, die versetzt frontal kollidiert sind. An der unübersichtlichen Stelle besteht Überholverbot. Die Fahrbahnen sind durch eine durchgezogene Mittellinie getrennt.

Drei Personen wurden bei der Kollision verletzt und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Eine Person war im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Gemeindepolizei, Guardia Civil, SUC und Feuerwehr waren mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen vor Ort, um die Unfallopfer zu versorgen und die Unfallstelle zu sichern. Der Verkehr wurde zeitweise über Marcos Sánchez umgeleitet.

Die FV-2 zwischen Flughafen und dem Autobahnanschluss südlich von La Lajita hat in ihrem Streckenverlauf zahlreiche Unfallschwerpunkte. Die Stelle, an der sich der jüngste Unfall ereignet hat, gehört zweifelsfrei zu den gefährlichsten Streckenabschnitten der FV-2.

Was macht die FV-2 so gefährlich?

Die FV-2 ist eine der am stärksten befahrenen Landstraßen Fuerteventuras. Praktisch der gesamte Verkehr vom Flughafen bzw. von der Hauptstadt Puerto del Rosario nutzt diese Strecke.

In den Bereichen, in denen der alte Verlauf der FV-2 nicht durch die neue autobahnähnliche Straße ersetzt ist, ist die FV-2 in jede Richtung nur einspurig ausgebaut. Die Straße verfügt, wenn überhaupt, nur über sehr schmale Randstreifen. An vielen Stellen fehlen Randstreifen und Leitplanken völlig. Ein Abkommen von der Fahrbahn endet daher in vielen Fällen mit einem Überschlag.

Überholmanöver sind nur an wenigen Stellen einigermaßen gefahrlos möglich. Vor allem in der touristischen Hochsaison treffen auf der FV-2 regelmäßig entspannte Urlauber, die mit ihrem Mitwagen statt der erlaubten 90km/h mit gemütlichen 60km/h durch die Landschaft tuckern, auf gestresste Berufstätige, die am liebsten mit 120km/h unterwegs wären.

Diese Mischung aus Schleichern und Rasern, gepaart mit fehlenden Überholmöglichkeiten und den gefährlichen Eigenschaften der FV-2, sorgen dafür, dass praktisch jeder, der die Strecke schon einmal genutzt hat, auch seine Schreckmomente erlebt haben dürfte.

Die Zahl der Unfälle auf den Streckenabschnitten, die bereits als Autobahn ausgebaut sind, geht dagegen gegen Null.

14 Kommentare

  1. Nochmal zum besseren Verständniss…die Ampeln an der Costa Calma blinken nicht aufgeregt sondern nur wenn entweder ein Fußgänger die Anlage betätigt oder ein Fahrzeug schneller als 50 km/h fährt…sozusagen als erzieherische Maßnahme…deswegen fahren die Einheimischen einfach bei Rot weiter…kann man täglich beobachten….und das die höhe des Benzinpreises das Fahrverhalten beeinflußt ist Wissenschaftlich nachgewiesen…ist doch auch logisch..wenn die Benzinkosten einen hohen Anteil meiner Ausgaben ausmacht versucht man doch mit vorsichtiger Fahrweise Geld zu sparen…war übrigens in Deutschland zu beobachten als der Spritpreis über 1.80€ lag

  2. @Franz
    es ging mir natürlich um auf die auf der Strecke fehlende Überholmöglichen für kriechende PKWs, die einige Gemüter wohl deutlich aufbrausen lässt.
    Wir haben in früheren Jahren, als die Autovia in Richtung Süden noch vor Costa Calma endete, in Costa Calma im Bereich der hintereinander ständig aufgeregt blickenden Ampeln, die abrupt auf Rot umspringen, mehrere schwere Auffahrunfälle gesehen. Vorn irritierte Touries, hinten genervte (Zeitnot?) Einheimische.

    Ich teile die Meinung von Carlo: Sobald auf der Autovia, wird man von Taxis die gefühlt, auch bei starkem Seitenwind mit mindestens 180 unterwegs sind, ganz eng überholt. Und Transferbusse ….

    Das hat nichts mit dem Benzinpreis auf Fuerteventura zu tun, sondern mit der eigenen Disziplin, gesundem Menschenverstand und sorgfältiger Fahrweise.

  3. Bei der aggressiven Fahrweise mancher Zeitgenossen kein Wunder da wird im Uberholverbot vor unübersichtlichen Kurven überholt und gerast was die Karre hergibt.☹
    Auch die Busfahrer der Transferbusse haben mittlerweile einen Fahrstil an den Tag gelegt das selbst Niki Lauda vor Neid erblassen würde.🤔 So eilig muss man es doch wirklich nicht haben ansonsten einfach früher losfahren.

  4. mangels Alternativen und Abwechslung scheint sportliches Fahren im Formel 1 Stil eine Faszination auf die einheimische Bevölkerung auszuüben – allen voran die Taxis und Transferbusse. Eine Vielzahl Trauerkreuze am Straßenrand zwischen Flughafen und Costa Calma zeugen davon.

  5. @ Jörg
    > ….Überholspuren liegen auch noch unverstänlicherweise bergauf in recht engen
    > Kurven.
    Das findet seinen Sinn darin, dass bergauf die LKW noch langsamer sind, als auf ebener Strecke, aber man sie trotz der engen Kurven dort gefahrlos überholen kann.

    Gruss,
    p.

  6. Urlaub ist generell nicht zum rasen da, allerdings sollten sich einige Urlauber wirklich mal fragen ; ob Sie immer noch geeignet sind ein Kfz zu führen. Ich fahre auch gerne schnell, aber halt nur da wo es möglich ist. Im Urlaub und hier auf Fuerte schon mal gar nicht. Die Insel ist zu schön um zu rasen, da verpasst man eher noch was. Auf der FV-2 gibt es wirklich sehr viele Brennpunkte und gerade die Einheimischen fahren als gäbe es irgendwo was umsonst.

  7. Mementan sind ja wohl die bummelnden Touristen eher nicht das Problem! Da gibt es derzeit eher wenige. An dieser Stelle zu überholen ist wohl nur als Folge einer totalen Hirnamputation und vollständigem Ersatz durch Testosteron zu erklären. Dieses Phänomen ist leider immer häufiger anzutreffen und führt auch dazu, dass man sogar häufig gefährlich überholt wird, wenn man 90 kmh fährt. Hier wirkt wohl nur die Androhung und Verhängung längerer Fahrverbote als Abschreckung. Diese Erfahrung beruht auf 19 Fuerteaufenthalten.

  8. Gestern sind wir da noch lang gefahren. Ich habe in der letzten Zeit öfters beobachtet,dass einige Autofahrer ziemlich aggressiv unterwegs sind.

  9. Wie gibts den sowas wo doch derzeit sicher kaum verkehr herrscht und max. 90 erlaubt ist ?
    Ob da wieder jemand während der Fahrt meinte am Handy daddeln zu müssen ??

  10. Das Problem auf Fuerteventura ist das billige Benzin….wenn das einen vernünftigen Preis hätte würden auch die Spanier nicht ständig mit Vollgas herumrasen…die Strassen sind völlig in Ordnung aber wo keine Bremsschwellen in den Fahrbahnen sind wird gnadenlos Gas gegeben….speziell in den Ortschaften…der größte Unfug ist das man statt Blitzer.. Ampeln hat die bei zu schnellem Fahren auf Rot gehen um die Fahrer zu Bremsen…mit dem Erfolg gerade an der Costa Calma das die Fahrer einfach bei Rotlicht weiterfahren..In Deutschland 400.-€ und 4 Wochen Fahrverbot auf Fuerte normal !!
    bei Tempo 40km/h sind 60..70 km/h normal…
    Also Benzinpreis hoch… wenn es an de Geldbeutel geht wird langsamer gefahren..

  11. Sie beschreiben das Problem auf dieser Strecke sehr genau. Die in Richtung Süden folgenden Überholspuren liegen auch noch unverstänlicherweise bergauf in recht engen Kurven. Da wird mit dem noch unvertrauten Mietwagen vom Airport auf beiden Spuren des kurzen Stückes nicht nur getrödelt; man fragt sich sogar ob einige Fahrer einen gültigen Führerschein haben. Daher: leider kein Wunder!

  12. Ich bin dort auch oft genug gefahren. Die oben genannten Probleme sind mir wohlbekannt. Die Überholverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen sind berechtigt. Mir fällt auf: jedesmal, wenn ich auf der Insel bin, gibt es immer mehr Drängler und Raser. Das war mal anders, denn auf Fuerteventura hatte man immer Zeit und keiner brauchte rasen. Die Gelassenheit der Verkehrsteilnehmer hat mich früher immer beeindruckt.
    Mein Fazit:Die Schleicher sollten etwas zügiger fahren und die Raser ein defensiveres Verhalten aufbringen!

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten