Je 5 neue Coronafälle auf Fuerteventura und Gran Canaria nach Familienfeier nach Besuch aus Mexiko

Mexiko-Fuerteventura

Zehn Personen, die an einer Familienfeier auf Fuerteventura teilgenommen haben, wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Neun sind Mitglieder derselben Familie. Bei einer Person handelt es sich um einen Freund.

Fünf der betroffenen leben auf Fuerteventura. Fünf weitere leben auf Gran Canaria, wohin sie nach der Feier zurückgekehrt sind.

Patient Null dieses Infektionsgeschehens ist eine Frau, die sich am 13.07.2020 beim kanarischen Gesundheitsdienst gemeldet hatte, weil sie Krankheitssymptome aufwies.

Die Gesundheitsbehörde prüft derzeit noch, ob der Besuch eines Familienmitglieds aus Mexiko in der letzten Woche möglicherweise die Ursache für die Ansteckung der Frau war. Allerdings soll der Test dieser Person bisher kein positives Ergebnis gebracht haben. Gemäß den Nachforschungen der Gesundheitsbehörde soll der Mann bereits nach Mexiko zurückgekehrt sein. Bei seinem Besuch auf Fuerteventura könnte er die Patientin Null, seine Schwester, angesteckt haben.

Kurz nachdem die Frau den Besuch ihres Bruders empfangen hatte, nahm sie an einer privaten Feier in einer Villa auf Fuerteventura teil, bei insgesamt 40 Personen anwesend waren. Darunter befanden sich auch Familienangehörige aus Gran Canaria, die nach ihrer Rückkehr weitere Kontakte mit Freunden und Familie hatten.

Rund 100 Personen aus dem Umfeld der positiv getesteten Personen warten nun auf ihr PCR-Ergebnis.

Glücklicherweise haben die Nachforschungen im Umfeld des Arbeitsplatzes der Patientin Null bisher keine weitere Ansteckungen nachweisen können.

Risiko Familienfeier

Rund 40% der in ganz Spanien wieder aufflammenden Infektionsherde sind auf ähnliche Szenarien wie die oben beschriebene Familienfeier zurückzuführen.

Nach Einschätzung der Gesundheitsbehörde werden die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen bei solchen Familienzusammenkünften zu locker gehandhabt. Im Familienkreis wird dann zur Begrüßung und Verabschiedung geküsst und umarmt und auf Mundnaseschutz und Sicherheitsabstand verzichtet.

Trotzdem nur unter 100 aktive Fälle auf den Kanarischen Inseln

Trotz der 10 neu diagnostizierten Fälle ist die Corona-Situation auf den Kanaren weiterhin entspannt. Insgesamt gibt es zurzeit weniger als 100 aktive Fälle auf allen kanarischen Inseln zusammen.

Davon entfallen allein 47 auf Fuerteventura, von denen wiederum 37 zu einer Gruppe von Migranten gehören, die auf zwei Booten nach Fuerteventura gelangt waren. Diese wurden noch auf hoher See abgefangen und auf Fuerteventura sofort getestet und in Quarantäte untergebracht. Sie hatten keinerlei Kontakt nach außen.

Auf Gran Canaria gibt es zurzeit 20 aktive Corona-Fälle.

9 Kommentare

  1. Im Robinson Jandia Playa hat man für den Fall der Fälle einige Zimmer in einem separaten Gebäudetrakt bereitgehalten. Es kommt sicher darauf an, ob man allein im Zimmer ist oder sich das Zimmer mit einer weiteren Person teilt. Wenn z.B. nur bei einer Person eine Infektion nachgewiesen wird, werden wohl beide getrennt voneinander in Quarantäne untergebracht.

  2. Vielen Dank für die vielen aktuellen Berichte zur Lage auf Fuerteventura.

    Was würde passieren, wenn man sich als Tourist im Urlaub anstecken würde?
    Bleibt man dann im Hotel in Quarantäne?
    … oder verbringt man dann die Zeit in einer anderen Einrichtung.
    Habt ihr Infos dazu?

    Macht unbedingt so weiter, bleibt gesund.
    Vielen Dank und viele Grüße!

  3. Ich verstehe nicht, warum die Behörden in Spanien nicht endlich mal diese allerhöchste Infektions-Gefahr in Spanien explziet beim Namen nennen, und e n d l ic h (!!!!) diese zwar (ja ich weiss…) traditionelle, aber ja äußerst unhygienische dusselige Abknutscherei und Umarmerei beim Begrüßen und Verabschieden sooooolange unter Strafe stellen…bis dem Virus mittels Impferei Paroli geboten wern kann. Endlich rigoros verbieten – „SIE“ lernen es sonst nicht

  4. Corona wird uns noch lange begleiten und den Urlaub vermiesen. Damit muss man sich leider abfinden.

  5. Ich würde mich zu Claudias Frage anschließen: Warum erfährt man eigentlich so wenig über den Norden? Wie siehts denn in Corralejo bezüglich Bars/Restaurants/Cafés aus? Schade, dass da keine Infos kommen. Würde dafür dann auch mehr als einen Kaffee spenden.

  6. Das wird erst der Anfang sein. Durch die Touristen besonders aus England wird es noch mehr werden. 🙈🙈🙈🙈

  7. Großes Kompliment für Euer Engagement ! Die Erklärung, warum ihr es selten in den Norden schafft, kann man nachvollziehen. Ich habe auch schon gespendet. Aber vielleicht solltet ihr euch doch eher Fuerteventura-Süd nennen? Wenn man im Norden wohnt, hat man wenig mit dem touristischen Süden zu tun, zumal shopping offenbar weitgehend flachfällt.
    La Oliva verdient auch Berichterstattung z. B. aktuell sollen laut Ayuntamiento alle Gebäude wie Bars, z.B. in El Cotillo langjährig existierende Surfbasen bei Corralejo in der Nähe des Strandes plötzlich abgerissen werden. Was recherchiert ihr dazu?

  8. Hoffentlich gefährden solche Feiern nicht die Urlaubsreisen. Beste Beispiel für Übermut und Unvernunft sieht man ja akutell auf Mallorca . Ich hoffe bis zu meiner Reise nach Fuerteventura Ende August passiert nicht noch was negatives. Finde jeder muss sich jetzt ausnahmslos an die Hygieneregeln halten. Egal welche Mentalität.

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