Fuerteventuras zukünftige Nord-Süd Autobahn: Anbindung von Parque Holandes ausgeschrieben

Bagger_Bauarbeiten

Das Ministerium für öffentliche Arbeiten, Verkehr und Wohnungswesen der Regierung der Kanarischen Inseln unter der Leitung von Sebastián Franquis hat mit einem Budget von 2.324.177 Euro am 17.08.2020 die Arbeiten an der Teilanbindung von Parque Holandés im Norden Fuerteventuras ausgeschrieben.

Die Abfahrt nach Parque Holandes im Gemeindegebiet von La Oliva wurde bei der ursprünglichen Planung einfach nicht berücksichtigt. Daher fährt man wenn man aus Richtung Corralejo kommt, einen Umweg von über neun Kilometer.

Der neue Teilanschluss wird diesen Umweg auf 2,7 Kilometer verkürzen. Genutzt wird dazu der bereits existierende Verlauf des Weges von Villaverde nach Parque Holandés und die Autobahnbrücke über die FV-1. Außer des Teilanschlusses werden auch zwei Kreisverkehre mit entsprechender Anbindung gebaut.

Die öffentliche Ausschreibung ist bis 15. September 2020 vorgesehen. Im Anschluss daran wird die Vergabe der Arbeiten beginnen. Nach Angaben des Ministeriums sollen sowohl Vergabe, als auch der Baubeginn noch in diesem Jahr stattfinden.

Ab Baubeginn ist eine Bauzeit von 10 Monaten vorgesehen.

Kommt damit die Sperrung der Dünenstraße wieder näher?

Die Sperrung der Dünenstraße nach Corralejo war eine Bedingung des Umweltverträglichkeitsgutachtens, das die Grundlage für die Genehmigung des Baus des Autobahnabschnitts Corralejo – La Caldereta darstellte.

Ob und wie schnell die Dünenstraße nach Bauabschluss geschlossen wird, ist derzeit nicht bekannt.

Eines Tages soll die Autobahn von Morro Jable ganz im Süden Fuerteventuras am Flughafen vorbei bis ganz in den Norden der Insel nach Corralejo gehen und so eine schnelle und sicher zu befahrende Nord-Süd-Achse geschaffen werden.

Anmerkung der Redaktion: Wir verwenden den Begriff „Autobahn“, der sich umgangssprachlich eingebürgert hat. Genaugenommen handelt es sich aber um eine „autobahnähnliche Straße“. Das spanische Verkehrsrecht unterscheidet zwischen „autopista“ (= Autobahn) und „autovía“ (= autobahnähnliche Straße).

4 Kommentare

  1. Mich würde mal interessieren wie die Planung für die weitere Streckenführung aussieht, besonders in Höhe Caleta ist da schon etwas bekannt?

  2. Die 2.5 Millionen Euro sollten lieber in Kläranlagen investiert werden, damit kann man auch angeben.

  3. Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann bezahle ich für eine 6 km kürzere Strecke fast 2,5 Millionen Euro. Klarer Beweis dass Covid-19 bei manchen schon die Gehirnzellen angegriffen hat.
    Warum gibt es bei so einem hirnverbrannten Unsinn keinen Aufschrei ?

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