1,5 Jahre Verzögerung: Ärzte-Zentrum in Corralejo soll im September 2020 fertig werden

Centro Salud Corralejo Umbau

Gut Ding will Weile haben. Das gilt wohl nirgendwo sonst mehr als auf Fuerteventura. Und besonders für Projekte im Gesundheitswesen.

Obwohl die Finanzierung für die Erweiterung des „Centro de Salud“ in Corralejo schon in 2017 im Haushaltsplan der Kanarischen Regierung bereitstand wurden die Arbeiten lange Zeit nicht ausgeschrieben. Erst im September 2018 konnte der Zuschlag erteilt werden.

Für eine Bevölkerung von rund 26.000 Personen und rund 14.000 touristischen Betten war die Erweiterung des Ärztezentrums um 14 Behandlungsräume dringend notwendig. Dort betreuen und behandeln rund 60 Mitarbeiter täglich zwischen 400 und 600 Patienten.

Eigentlich sollten die Arbeiten nur 5 Monate dauern. Nun soll das Projekt nach zwei Jahren im September 2020 mit mehr als 1,5 Jahren Verspätung endlich fertig werden.

Für die Mitarbeiter, Patienten und das Reinigungspersonal waren die 2 Jahre mehr als unangenehm. Schließlich musste der Betrieb während der Bauarbeiten weitergehen. Staub und Lärm und sogar ein Gasleck, das zu einer vorübergehenden Räumung des Zentrums führte, erschwerten allen Beteiligten den Arbeitsalltag.

Dass die Bauarbeiten die meiste Zeit stillstanden, war nur ein kleiner Trost. Noch ist unklar, ob die Verzögerungen auf das Konto der Baufirma gehen, oder ob das Projekt der Gesundheitsbehörde von Anfang an mangelhaft war. Sicher ist nur, dass die Pläne mehrmals geändert werden mussten, was mit ein Grund für die massive Verzögerung bei der Fertigstellung ist.

Ende gut, alles gut?

Der Direktor des Ärztezentrums freut sich jedenfalls über die bevorstehende Fertigstellung: „Diese Erweiterung war unverzichtbar und wir sind mit dem Endergebnis zufrieden. Wir können nun vermeiden, dass sich die Ärzte die Behandlungszimmer teilen müssen und wir können das Angebot an Fachärzten in Corralejo erweitern. Auch die Personalausstattung ist nun besser. Wir haben 6 zusätzliche Ärzte, 6 weitere Pfleger und 5 Verwaltungsangestellte mehr als im Vorjahr“.

2 Kommentare

  1. @Ralle
    Für die Behandlung in einem „Centro de Salud“ benötigt man eine Versicherung bei der Seguridad Social. Diese kostet halt ein bisschen Geld und kann wie unter folgendem Link beschrieben bezogen werden. Wenn man über die Seguridad Social versichert ist, wird man nicht abgewiesen. Solange es sicht nicht um lebensbedrohliche Notfälle handelt, können Nicht-Versicherte abgewiesen werden.

  2. Es wäre ja schön, wenn dann auch mal Teilzeitresidenten behandelt würden, die bislang aus eigener Erfahrung kategorisch abgewiesen worden sind, sprich ein Fussbruch nicht behandelt wurde, mit dem Hinweis, man solle gefälligst zu einem der Honorarärzte gehen.

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