Fuerteventura: Los Molinos hat endlich direkte Verbindung zur Notrufzentrale 112

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Es ist fast schon so etwas wie eine historische Forderung der Einwohner und Besucher von Los Molinos im Norden Fuerteventuras. Endlich eine Möglichkeit zu haben, einen Notruf absetzen zu können. Nun wurde diese Forderung endlich erfüllt und damit der Ort sicherer gemacht.

Los Molinos

Los Molinos ist ein kleiner Ort an der Westküste Fuerteventuras im Gemeindegebiet von Puerto del Rosario. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel sowohl für Touristen, als auch für Einheimische. Wer hier lebt, kennt die Tücken, die das Meer bereit hält. Viele Besucher aber kennen diese nicht und geraten in Schwierigkeiten.

Wer bislang in Los Molinos einen Notruf absetzen wollte, musste sich in sein Auto setzen und ein ganzes Stück fahren, um wieder Anrufe tätigen zu können. Das Handynetz funktioniert im Ort nicht, ein Ort in dem Menschen fest leben. Erst im Juni diesen Jahres war es in Los Molinos zu einem Unfall gekommen, bei dem zwei Kinder schwer verletzt worden waren. Auch in diesem Fall musste eine Nachbarin die mit Brandwunden schwer verletzten Kinder in ihrem Auto in Richtung Krankenhaus transportieren. Als sie wieder Empfang hatte, konnten ihr dann zumindest die Krankenwagen entgegen kommen.

Notrufsäule aufgestellt

Am 27.10.2020 ist nun endlich eine Notrufsäule aufgestellt worden. Mit Hilfe dieser kann man per Knopfdruck eine direkte Verbindung zur kanarischen Notrufzentrale 112 aufbauen. Die Notrufsäule ist rund um die Uhr aktiv.

Die Notrufsäule ist komplett autonom, da sie durch eine Solarzelle die eingebaute Batterie ständig selbst auflädt. Daher ist keine Versorgung per Stromkabel notwendig.

Außerdem befinden sich an der Notrufsäule mehrere innovative Schwimmhilfen, die in Seenot geratenen Personen zugeworfen werden können.

Die Schwimmhilfen von „oneup“ sind deutlich kleiner als z.B. ein regulärer Rettungsring. Sie sind nur etwas größer als eine Cola-Dose und können so deutlich gezielter zu einer in Not befindlichen Person geworfen werden. Bei Kontakt mit Wasser bläst sich dann sofort per CO2-Gas- Patrone eine Schwimmhilfe auf. Die Schwimmhilfen sind wiederverwendbar.

In Kürze soll an der Notrufsäule außerdem noch ein Defibrillator angebracht werden. Dieser ist aber noch nicht geliefert.

Auf Fuerteventura gibt es weitere Stellen und auch Strände ohne Handyabdeckung

Auch im 21. Jahrhundert gibt es solche Plätze noch: Stellen, an denen die Handyabdeckung nicht funktioniert. Das, was manch einer als „Entschleunigung“ versteht, kann im Notfall tödlich sein.

Bitte achten Sie bei Ausflügen daher immer darauf, dass jemand – zumindest ungefähr – weiß, wo sie sich aufhalten werden. Passen Sie auf sich auf, überschätzen Sie sich nicht. Im Zweifelsfall bleibt man lieber etwas weiter weg von der Küste. Wellen können plötzlich größer werden und so eine Gefahr für Leib und Leben darstellen.

Mit Vorsicht kann man schließlich die spektakulären Aussichten auf Fuerteventura noch besser genießen.

5 Kommentare

  1. @Mike
    Ist das so?
    Wir waren 2018 zuletzt dort,…immer im CASA PON, da wir oben nicht wirklich ein Restaurant erkennen konnten, auch nicht mit Fernglas.
    Ich meinte auch vor 20 Jahren war es dort super, danach verlassen.
    Das dort jetzt wieder jemand ist, finde ich gut und das Essen???? Auch gut???

  2. @Herma: du warst bestimmt schon lange nicht mehr in Los Molinos. Das La Terraza wird seit Jahren von einem Spanier betrieben. Juan sieht aus wie ein Seebär aus einer Fischstäbchenreklame. Es gibt frischen Fisch (aber nur, wenn er vorher welchen gefangen hat) Salat, Käse, Getränke. Geld ist ihm egal. Er sitzt meistens neben der Terrasse im Windschatten am Laptop ( es gibt tatsächlich WLAN bei ihm) . Steht vor seinem Studienabschluss in Kriminalistik. Ein toller, ungewöhnlicher Mensch. Spricht allerdings nur Spanisch. Auf der Terrasse hat man nach wie vor den besten Ausblick auf die Bucht. Vor allem im Winter windgeschützt in der Sonne. Solltest du mal im September/Oktober dort sein: bei Neumond ist die Ebbe so niedrig, das man über die Sandbank in die Höhle gehen kann.

  3. Hallo, das ist nicht ganz richtig, La Terraza, hatte zumindest vor Corona noch auf! Wie es jetzt ist weiß ich nicht! Der Eigentümer ist immer noch derselbe! Ein Deutscher Anwalt der hier seit zig Jahren lebt!

  4. Endlich wieder eine gute Nachricht in der Corona Zeit.Bleibt zu hoffen das sie nicht oft benötigt wird.Die Westküste hat es wirklich in sich da ist vorsicht geboten,wie man hier ab und zu lesen kann.Los Molinos,La Pared und Ajuy haben alle ihre Reize.Ich hoffe das die Pandemie bald vorbei ist,und man wieder ohne Einschränkungen reisen kann.In diesem Sinne bleibt alle gesund .😊😊

  5. LOS MOLINOS, ein Geheimtip.. auch für Feinschmecker. Dort gibt es das kleine einheimische Restaurant CASO PON. Früher gab es auch ein deutsches Restaurant LA TERRAZZA, leider seit vielen Jahren nicht mehr.
    Vor 20 Jahren ca. entdeckten wir diesen verwunschenen Platz mit Wellen in einer Dimension, die wir noch nie gesehen hatten.Wer da nicht aufpasst, ist verloren.Wenn man sich auf die Felsen begibt, muss man aufpassen, dass man nicht ins Wasser mitgerissen wird. Auch einzigartig ,daß der Strand im Sommer weiss u. im Winter schwarz gefärbt ist.
    Gerne möchte ich bald wieder dort sein.

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