Fuerteventura: Lost in Cofete – Touristen „verlaufen“ sich und müssen im Freien übernachten

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Wie das Cabildo (Inselregierung) von Fuerteventura am 22.10.2020 in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, hat man vier in Cofete verloren gegangene Touristen mit Hilfe einer Drohne auffinden können.

Die vier Touristen, deren Alter und Nationalität nicht bekannt gegeben worden sind, sollen sich am 21.10.2020 auf eine Fahrradtour nach Cofete begeben haben. Dann sollen sie die Orientierung verloren haben. Daher hätten sie die Nacht im Freien verbringen müssen.

Am nächsten Morgen dann seien Rettungskräfte in Form von Guardia Civil, Policia Local, Feuerwehr und einem Mitarbeiter des Cabildo mit einer Drohne angerückt, um die vier Personen zu lokalisieren.

45 Minuten nach Beginn der Suche konnten die Vier dann inklusive ihrer Fahrräder in ca. einem Kilometer Entfernung von Cofete mit der Drohne gefunden werden.

Bewohner von Cofete gaben den vier Touristen etwas zu Essen und zu Trinken, dann wurden sie zurück zu ihrem Feriendomizil gebracht.

Eine ärztliche Behandlung war nicht nötig.

Die Pressemitteilung sagt nichts darüber aus, wann und wie die Touristen sich mit den Rettungskräften in Verbindung gesetzt hatten.

Nach neuen Informationen hatten die 4 Touristen in ihrem Feriendomizil die Fahrräder für die Tour gemietet. Von dort aus wurden dann auch die Sicherheitskräfte am frühen Morgen des 22.10.2020 informiert, da die 4 nicht zurück gekehrt waren.

Da kaum Informationen darüber vorlagen, welchen Weg die Touristen nehmen wollten, starteten die Sicherheitskräfte die Suche in La Pared und arbeiteten sich von dort aus weiter in den Süden vor.

Am Strand von Cofete wurde die Drohne dann fündig. Die vier Touristen waren von der auflaufenden Flut überrascht und vom Rückweg abgeschnitten worden. In der Zone, in der sie sich befanden, gibt es kein Handynetz, so dass sie selbst keine Hilfe rufen konnten.

Nicht die beste Nacht für eine unfreiwillige Übernachtung im Freien

Dummerweise hatten die vier sich nicht grade die beste Nacht für eine Übernachtung im Freien „ausgesucht“. Ausgerechnet in der Nacht auf Donnerstag hatte es kräftig geregnet, zumindest in La Pared.

Wahrscheinlich hatten die vier Touristen unterschätzt, wie schnell die Nacht auf Fuerteventura hereinbricht und wie hoch die Flut kommt. Das Mobilnetz im Gebiet um Cofete herum ist auch nicht flächendeckend.

Cofete

Das Dorf Cofete sowie der dazugehörige Strand liegen im Süden Fuerteventuras in der Gemeinde Pájara. Dorf und Strand sind selbst mit dem Auto nur über eine nicht asphaltierte Piste zu erreichen und liegen entsprechend einsam.

Der Strand von Cofete, war bereits Schauplatz für ganz großes Kino. 2014 hatte hier Ridley Scott und an anderen Schauplätzen auf Fuerteventura Teile seines Kinofilm „Exodus“ gedreht.

13 Kommentare

  1. Ebbe und Flut, nicht das erste Mal, dass wir Urlauber aus Nichtinformiertheit „gerettet“ haben. Auch dieses Mal hatten sich 2 junge Strandwanderer wegen der Flut und keinerlei Ortskenntnis verlaufen. Wir packten diese ein, und führen sie ins km entfernte Morro, wo ihre Unterkunft war. Ein paar Meter mussten sie als Strafe noch marschieren, aber auch wir haben vor vielen, vielen Jahren Lehrgeld zahlen müssen, als uns die Unwissenheit abstrafte 😉

  2. Regina, das Hauptproblem war wohl eher die Flut, von der die Biker überrascht wurden und die ihnen den Rückweg abgeschnitten hat.

  3. Exodus war ja wohl ein Kinoflop.
    Ich hab ihn leider nur auf dem Handy gesehen, hat mich nicht überzeigt, Landschaftsaufnahmen sehr mässig.

    Zum Thema „Verlaufen“: das kann mir auf Fuerte, egal, wo ich bin, nicht passieren.
    Dank der App mapy habe ich Fuerte als offline-Karte.
    Dank GPS kann ich jederzeit ohne Internet meinen aktuellen Standort sehen. Und zusätzlich mir eine Wanderroute vom Standort zu einem Ziel anzeigen lassen. Es lässt sich auch die Entfernung darstellen. An den Höhenlinien kann ich zusätzlich noch erkennen, dass es extrem steil wird.
    Mein Tipp: mapy im playstore runterladen, ist kostenlos und werbefrei!
    Und niemand „verläuft“ sich wieder…

  4. Was für eine schöne Insel. !!! Entweder man liebt sie oder nicht. Ein Dazwischen gibt es für mich nicht. Doch der, der sie kennt und ihrer Faszination unterliegt, wird immer wieder kommen. Ich kenne viele schöne Plätze auf der Welt, doch Fuerte hat etwas ganz besonderes. Ich hoffe dass das Ende der Reisewarnung den Menschen dort wieder die Möglichkeit auf Arbeit gibt.
    Wir kommen jedenfalls wieder, wenn geht noch dieses Jahr.

  5. Seit Monaten ist unser Urlaub ab 21.11. geplant. Fehlt jetzt nur noch, dass Deutschland von der Regierung als Risiko eingestuft wird und wir dann doch nicht anreisen können/dürfen. Das wäre bitter bei geplanten 4 Wochen

  6. Schreibt der Merkur doch gestern folgendes:
    Endlose Sandstrände sind das, was man bei „Fuerteventura“ als erstes denkt.
    Im Norden sind es die Dünenstrände rund um den Hauptort Corralejo.
    Im Süden,egal ob an der Costa Calma oder Jandia – gibt es das in dem Maße nicht. Dort verbringen die Urlauber ihre Ferien oft die ganze Zeit in ihren Hotels.
    Und weiter schreibt er über Cofete, dass es dort einen 14 km langen Sandstrand gibt und sich der aber „nur bedingt“ zum Baden eignet.
    Welcher Vollhonk gibt so einen Blödsinn von sich! Wir haben im Süden die besten Strände von der Costa Calma bis nach Morro. Und baden sollte man in Cofete tunlichst lassen!

  7. Es ist wunderschön aber sehr gefährlich. Nach vier Urlauben an der Costa Calma war ich zweimal in Cofete, absolutes Badeverbot, lebensgefährlich da die Strömung unberechenbar ist. Es gibt Entspanntere Orte. Man sagt nicht umsonst es ist das Hawai Europas.

  8. Wer sich in Gefahr gibt kommt darin um… heisst es doch so schön..
    Ich wundere mich immer wieder von Neuem über die Waghalsigkeit einiger Menschen auf Fuerte.
    Und umso schöner ists dann, wenn es Menschen oder auch Drohnen gibt um diese Waghalsigen zu orten.
    Dank gilt den Helfern.

  9. Ich war gerade dort, am 19.10. habe ich mir diesen Wunsch erfüllt, COFETE , unvergesslich wunderschön! Ja, die Vier haben Glück gehabt, so ohne war das nicht, zumal wenn man nicht Bescheid weist, zu den dortigen Gegebenheiten, Baden lebensgefährlich!!! Es ist ein verwunschener Ort, mir Menschen, einmalig! Ich werde wiederkommen, so ich s erleben kann! Huuura, wir Kanaren sind,ab 24.10.2020 kein Risiko Gebiet mehr, Leute, bitte kommt, Ferien machen, bitte!

  10. Etwas schmunzeln muss ich jetzt schon:
    „konnten die Vier dann inklusive ihrer Fahrrädern in ca. einem Kilometer Entfernung von Cofete“ – zumindest die Dusche war dann inklusive und kostenlos aufgrund des Regens.

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