Fuerteventura: Auftakt im Prozess um Mord an Vanesa verschoben

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Am 04. Juni 2018 wurde die Leiche der 21jährigen Vanesa S.P. von ihrer Mutter in der gemeinsamen Wohnung in Valle de Santa Inés auf Fuerteventura gefunden. Die Leiche der jungen Frau lag in einer Blutlache und war mit einer Decke abgedeckt. Im Haus waren keine Einbruchsspuren zu finden. Alles deutete darauf hin, dass Vanesa ihren Mörder kannte und ihn sogar ins Haus gelassen hatte.

Festnahme vier Tage nach dem Mord

Vier Tage nach dem Mord hatten Beamte der Guardia Civil den mutmaßlichen Mörder der jungen Frau festgenommen. Es handelt sich um den damals 22jährigen Jonathan R.S., den Cousin der Toten.

Der junge Mann war schnell ins Visier der Ermittler geraten, da er bereits einschlägig aktenkundig gewesen sein soll. Zunächst wurden seine Prozess- und Schuldfähigkeit angezweifelt, da er nach Medienberichten eine starke geistige Behinderung haben soll.

Prozessauftakt wegen Corona verschoben

Bereits am vergangenen Montag hätte der erste Prozesstag stattfinden sollen. Da aber ein positiver Corona-Fall im Gefängnis von Tahíche, in dem der mutmaßliche Mörder in Untersuchungshaft sitzt bekannt wurde, hatte man den Prozess zunächst auf Mittwoch, den 20.01.2021 verschoben.

Dann wurde bekannt, dass auch der forensische Psychiater, der das Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten verfasst hat, wegen einer Infektion mit SARS-CoV2 nicht vor Gericht erscheinen kann, hat der zuständige Richter den Prozess erneut vertagt. Da dieses Mal nicht sofort ein neues Datum für den Start der mündlichen Anhörungen festgesetzt werden konnte, entließ der Richter gleichzeitig die Geschworenen.

Staatsanwalt fordert 27 Jahre Haft

Laut Anklageschrift fordert die Staatsanwaltschaft für den Angeklagten eine Freiheitsstrafe von insgesamt 27 Jahren. 25 Jahre wegen Mordes und 2 Jahre wegen Hausfriedensbruch.

Der mutmaßliche Täter soll am Tattag mit Handschuhen in das Haus der Familie eingedrungen sein. Dazu habe er sich Tage zuvor einen Hausschlüssel gestohlen.

Dann habe er die schlafende Frau mit einem Hammer mit 30 Schlägen getötet. Danach habe er die in die Bettdecke eingewickelte Leiche der Frau bis in den Flur der Wohnung gezogen.

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1 Kommentar

  1. Schrecklich…so etwas zulesen.
    Möge die junge Frau in Frieden ruhen…
    Da kann eine Strafe nicht zu lang und hart genug sein, bei solch einer hinterlistigen Gewalttat. Wieder einmal ein Lob an eure Gesetzeshüter und eure Politik. Ihr greift durch…und bestraft hart….so muss es sein. Um Ordnung beizubehalten. Hut ab….

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