Guardia Civil zerschlägt Drogenschmugglerbande mit Aktivitäten auf Fuerteventura

Guardia-Civil-Festnahme-Drogenbande

Im Rahmen der Operation CADCAN hat die Guardia Civil sieben mutmaßliche Mitglieder einer Drogenschmugglerbande festgenommen.

Die kriminelle Organisation hatte sich auf den Drogenschmuggel vom spanischen Festland auf die Kanaren spezialisiert. Sie war auf Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa sowie in Huelva und in Madrid tätig.

Die Festgenommenen stehen in Verbindung mit der Beschlagnahmung von 20 Kilo Kokain, 100 Gramm Methamphetamin („Crystal Meth“) und 3Kg des Schmerzmittels Phenacetin, das zum Strecken von harten Drogen verwendet wird.

Die Ermittlungen hatten bereits im März 2020 begonnen. Die Polizei fand damals Indizien dafür, dass ein Dominikaner auf Lanzarote im Vertrieb von Kokain aktiv war.

Weitere Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass diese Person eine kriminelle Organisation auf Lanzarote leitete, die direkte Verbindungen zu verschiedenen Punkten auf der iberischen Halbinsel unterhielt.

Die Beamten fanden heraus, dass die Bande über eine größere Zahl von präparierten Fahrzeugen verfügte, die mit doppelten Böden und Geheimverstecken zum Transport von Drogen ausgestattet waren. Mindestens 22 PKWs waren so auf Lanzarote, Fuerteventura, Teneriffa und Madrid verteilt und reisten mit verschiedenen Fährgesellschaften zwischen den Inseln und dem Festland hin und her.

Erst Corona-Pause, dann Expansion nach Fuerteventura und Teneriffa

Nachdem die Ermittler alle mutmaßlichen Mitglieder der Bande identifiziert hatten, ging die Zahl der Reisen dieser Fahrzeuge infolge der Corona-Einschränkungen deutlich zurück. Als die Reisebestimmungen wieder gelockert wurden, nah die Aktivität der Bande wieder zu, was der Polizei ermöglichte, die Verdächtigen wieder genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dabei stellten die Ermittler fest, dass die Organisation ihr Hauptquartier zwar auf Lanzarote hatte, sich nun aber auch nach Fuerteventura und Teneriffa ausgebreitet und hier weiter etabliert hatte und auch über einen starken Stützpunkt in Madrid verfügte.

Die Bande besaß auf den Inseln Wohnungen, die als Zwischenlager für die Drogen und als Unterschlupf für ihre Mitglieder dienten.

Die Polizei suchte auch nach dem Ort, an dem die Autos präpariert wurden. Die Verstecke verfügten über sehr ausgeklügelte Zugänge und waren äußerst schwer zu entdecken. In Huelva fanden die Beamten zwei Autos, in denen 13 bzw. 2,3 Kilo Kokain versteckt waren.

Nach diesem Fund bestand die Gefahr, dass die Bandenmitglieder sich ins Ausland absetzen könnten, um ihrer Festnahme zu entgehen. Deshalb mussten die Ermittler sofort zuschlagen und die Tatverdächtigen festnehmen.

Bei den anschließenden Hausdurchsuchungen fanden die Beamten weitere Mengen an Kokain, Meth und Streckmitteln, 23.000 Euro Bargeld, eine hydraulische Presse und Formen und eine geladene, schussbereite Pistole.

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