Costa Calma: 70jähirger bricht zusammen und fällt in den Pool

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Nach einer Pressemitteilung des kanarischen Notrufdienstes 112 kam es am 09.06.2021 in einem Hotel an der Costa Calma zu einem medizinischen Notfall.

Um 15.56 Uhr ist beim kanarischen Notrufdienst 112 ein Notruf aus Costa Calma eingegangen. Es wurde gemeldet, dass ein 70jähriger Mann am Pool zusammengebrochen und dann in den Pool gefallen war. Die Rettungsschwimmer holten den Mann aus dem Pool. Sie stellten fest, dass er einen Herzkreislauf-Stillstand erlitten hatte. Mit Hilfe eines halbautomatischen Defibrillators, den die Rettungsschwimmer zwei Mal benutzen mussten, setzte der Herzschlag des Mannes wieder ein.

Nach Ankunft des Rettungswagens übernahm das Personal des Rettungswagens und stabilisierte den Mann soweit, dass er ins Krankenhaus nach Puerto del Rosario gebracht werden konnte. Dort wurde er in einem weiterhin als lebensbedrohlich eingestuften Zustand eingeliefert.

Nach Informationen des Notrufdienstes fand der Notfall in einem Hotel in der Calle Artistas Canarias an der Costa Calma statt. Das einzige Hotel in dieser Straße ist das R2 Rio Calma.

Zum Zeitpunkt des Notfalls galt auf Fuerteventura meteorologischer Alarm der Stufe gelb wegen Hitze. Ob dieser Umstand mit dem Notfall zu tun hat wurde nicht bestätigt.

Halbautomatischer Defibrillator

Wahrscheinlich haben die Rettungsschwimmer dem Mann durch den Einsatz des halbautomatischen Defibrillator, der auch Laiendrfibrillator genannt wird, das Leben gerettet. Denn grundsätzlich gilt: je kürzer ein Herzstillstand andauert, umso besser sind die Chancen auf Genesung.

Der Laiendefibrillator ist ein medizinisches Gerät, dass bei Herzstillstand auch von nicht medizinisch geschulten Personen angewendet werden kann. Wie die Profigeräte gibt auch dieses Gerät Stromstöße ab, die das Herz anregen wieder zu schlagen.

Die modernen Geräte haben zwei Klebeelektroden, die unter dem rechten Schlüsselbein und unterhalb der linken Achselhöhle angebracht werden. Das Gerät analysiert den Herzrhythmus und entscheidet dann eigenständig, ob es die Defibrillation freischaltet. Der Helfer drückt innerhalb eines vom Gerät vorgegebenen Zeitraums die Schocktaste, um den Stromstoß auszulösen.

Auf den kanarischen Inseln ist das Vorhandensein von halbautomatischen Defibrillatoren in Hotels ab 1.000 Betten vorgeschrieben, aber bereits ab 700 Betten empfohlen.

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6 Kommentare

  1. Hoffentlich geht es dem Herrn bald wieder gut!

    Diese Rettungsschwimmer brauchen wohl ganz dringend mal eine Auffrischung ihrer Kenntnisse. Sie sollten schon allein durch ihre Anwesenheit ein gutes Gefühl vermitteln – so wie hier geschildert, sollte es nicht laufen. 🙁

  2. Meine Güte, wenn man so etwas hört… da hat der Mann ja 2 Schutzengel(innen) gehabt.Wie kann das denn sein, das Personal, die sich Rettungsschwimmer nennen, überfordert sind????
    Man mag im Urlaub nicht krank werden…

    • So etwas habe ich schon vor 30 Jahren ähnlich erlebt und kann mich Herma nur anschließen. Besser nicht krank werden im Urlaub. Ein wahrscheinlich unterbezahlter Pseudorettungsschwimmer vermittelt nur augenscheinlich ein Gefühl von Sicherheit. Damals habe ich mir darüber wenig Gedanken gemacht, jetzt, im mittleren Alter denke ich da ganz anders drüber. Alles Gute für den Herrn.

  3. Leider stimmt die Berichterstattung gar nicht. Der brach direkt hinter unserem Liegestuhl zusammen. Eine Urlauberin die auch Krankenschwester auf der Intensivstation ist hat mit einer weiteren Urlauberin den Mann ca. 20 Minuten durch Herzdruckmassage reanimiert. Nach Eintreffen der Sanitär übernahmen diese den Mann und der halbautomatische Defribillator holte den Mann zurück. Der Mann wurde heute nach Gran Canaria geflogen. Zur Anmerkung, die am Pool anwesenden Rettungsschwimmer waren mit der Situation völlig überfordert.

    • Danke für diese zusätzlichen Infos. Es geht nichts über Augenzeugenberichte. Wir sind in solchen Fällen meist auf die offiziellen Angaben der Behörden angewiesen. Diese geben oft nur die Situation wieder, die im Notruf gemeldet wurde.

  4. Stimmt so überhaupt nicht
    Der Mann brach auf dem Weg neben dem Pool zusammen. Rettungsschimmer waren total unfähig. Er wurde durch zwei anwesende Krankenschwestern durch herzmassage reanimiert. Es dauerte über eine halbe Stunde bis das Rrettungsfahrzeug vor Ort war.

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