Fuerteventura: kanarische Corona-Ampel schaltet auf rot (Stufe 3)

Coronaampel-Rot-Fuerteventura

Die kanarische Regierung hat bei ihrer wöchentlichen Sitzung am 15.07.2021 beschlossen, dass Fuerteventura in Stufe 3 (rot) der Corona-Ampel übergeht.

Stufe 3 (rot) gilt ab 0.00 Uhr am 16.07.2021.

Begründung

Wie die kanarische Gesundheitsbehörde in einer Pressemitteilung bekannt gab, ist im Fall von Fuerteventura die Entscheidung zur Erhöhung der Stufe aufgrund folgender Faktoren getroffen worden:

Zwischen dem 30. Juni und dem 13. Juli 2021 seien dem kanarischen Gesundheitsdienst 352 COVID-19 Fälle gemeldet worden, was einem Mittel von 25 Fällen pro Tag entspricht. Die 7-Tage-Inzidenz ist bereits am 09.07.2021 aus dem Bereich „hohes Risiko“ in „sehr hohes Risiko“ übergegangen. Die 7-Tage Inzidenz vom 14.07.2021 (Daten sind bis 13.07.2021 erfasst) die als Entscheidungsgrundlage genommen wurde, lag bei 172,05.

Die 7-Tage Inzidenz bei Personen im Alter von über 65 Jahren lag bei 55,63, was der Einstufung in ein „hohes Risiko“ entspricht.

Die Positivenrate liegt bei 8,33 und die Belegung im Krankenhaus bei 0,72 während die Intensivstation des Krankenhauses von Fuerteventura Corona-frei ist. Die beiden Krankenhaus-Daten liegen im grünen Bereich der Risikoeinschätzung.

Daten vom 15.07.2021

Die Daten des täglichen Berichts des kanarischen Gesundheitsministeriums vom 15.07.2021 das Daten bis einschließlich 14.07.2021 enthält, zeigen, dass die 7-Tage Inzidenz weiter auf 176,23 gestiegen ist. Die 14-Tage Inzidenz lag am 15.07.2021 bei 294,83.

Nach Daten des Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) hatte am 15.07.2021 36 neue Fälle gemeldet. 18 Personen wurden wieder gesund geschrieben. Damit gab es 281 aktive Fälle auf der Insel, zwei Personen befinden sich mit COVID-19 im Krankenhaus von Fuerteventura.

Überblick Corona-Ampel aller kanarischer Inseln

  • Teneriffa: bleibt in Stufe 3 (rot) bis zunächst 22.07.2021
  • Gran Canaria: bleibt in Stufe 2 (gelb) bis zunächst 22.07.2021
  • Fuerteventura steigt auf aus Stufe 2 (gelb) in Stufe 3 (rot) bis mindestens 29.07.2021
  • Lanzarote: bleibt in Stufe 1 (grün) bis zunächst 22.07.2021
  • La Palma: steigt auf aus Stufe 1 (grün) in Stufe 2 (gelb) bis mindestens 29.07.2021
  • La Gomera: bleibt in Stufe 1 (grün) bis zunächst 22.07.2021
  • El Hierro: bleibt in Stufe 1 (grün) bis zunächst 22.07.2021

Die wichtigsten Maßnahmen in Stufe 3 (rot)

Ab 0.00 Uhr des 16.07.2021 gilt auf Fuerteventura Stufe 3 (rot). Damit sind diverse Maßnahme und Beschränkungen verbunden. An dieser Stelle geben wir nur einen ersten Überblick über die wichtigsten Maßnahmen.

Treffen im öffentlichen und privaten Raum

Die Anzahl von Personen in einer Gruppe, die sich im öffentlichen Raum, sowohl in geschlossenen Räumen, als auch in Bereichen unter freiem Himmel oder in privaten Bereichen treffen dürfen wird für die Ampelstufen 3 (rot) auf ein Maximum von 4 Personen festgesetzt.

Ausnahme: alle Personen der Gruppe leben in einem Haushalt.

Nächtliche Ausgangssperre

Es gibt derzeit KEINE nächtlichen Ausgangssperren auf den Kanaren.

Gastronomiebetriebe

Gastronomiebetriebe bleiben in Stufe 3 geöffnet. Auf den Außenbereichen dürfen sich nur maximal 75% der normalerweise zugelassenen Personenanzahl befinden. Erlaubt sind im Außenbereich maximal 6 Personen pro Tisch (Ausnahme: alle Personen sind aus einem Haushalt)

Die Innenbereiche dürfen geöffnet bleiben. Hier dürfen sich nur maximal 40% der normalerweise zugelassenen Personenanzahl aufhalten. Die Anzahl darf auf 50% erhöht werden, wenn 10% der Gäste komplett geimpft sind. Erlaubt sind maximal 4 Personen pro Tisch, wenn die Personen ungeimpft sind und 6 Personen, wenn alle geimpft sind.
(Ausnahme: alle Personen sind aus einem Haushalt).

An der Bar dürfen Gruppen bis 2 Personen bedient werden.

Buffet und Selbstbedienung ist in geschlossenen Räumen verboten, aber unter freiem Himmel erlaubt. Eine Ausnahme bilden Buffets in Hotels. Diese sind weiterhin erlaubt.

Gastronomiebetriebe müssen vor 0.00 Uhr schließen und dürfen frühestens um 6.00h morgens wieder öffnen.

Kunden können Essen abholen, solange das Restaurant geöffnet ist, also bis maximal vor 0.00 Uhr.
Lieferservice: Essen darf nur von Restaurants nur bis 0.00h ausgeliefert werden.

An den Tischen sind die Stühle sind so anzuordnen, dass die Personen sich nicht gegenüber sitzen, also quasi im Zick-Zack.

Der Abstand von Stühlen von unterschiedlichen Tischen muss mindestens 2 Meter betragen.

Auf den Terrassen oder anderen Bereichen unter freiem Himmel, die zur Bar oder dem Restaurant gehören, ist das Rauchen verboten. Im Umkreis von 5m zur Restaurant oder der Bar (auch zur Terrasse) darf ebenfalls nicht geraucht werden.

Hotel:

– maximal erlaubte Personenanzahl in Gemeinschaftsbereichen wird auf 33% begrenzt

– nur 4er Gruppen sind erlaubt

– Buffet oder Selbstbedienung innen und außen erlaubt

Alle weiteren Maßnahmen finden sich unter folgendem Link: Corona-Ampel auf Fuerteventura steht auf rot: Das sind die Maßnahmen

Eine Zusammenfassung der Maßnahmen aller Ampelstufen in spanischer Sprache findet man unter folgendem Link: Maßnahmentabelle spanisch

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5 Kommentare

  1. Es gibt bei all dem Verzichten etwas, was ich nicht einordnen kann. Man hätte noch vor Monaten geschrieben, dass Fuerte (eigentlich für ganze Kanaren gültig) vom Tourismus lebt, dieser massivst einbrach. Nun gibt es Saufgelage u.a. verzichtsaufholenden Dinge, sogar den Engländern gestattete man zuerst, mal „schnell auf die Insel“ zu kommen, obwohl Delta als „Versuchsmodell in England läuft“.
    Möchte die Kanarenjugend und andere wirklich die Lösung: Hochinzidenzgebiet Fuerteventura/Kanaren? Wieder alles zu? Keine Flieger, Urlauber, die sich an Regeln und Vorsicht halten können? Wir haben zwar noch Monate Zeit, die Regeln für Hochinzidenzgebiet werden nicht leichter zu händeln. Hoffentlich verfährt man nicht nach dem Motto: wir nehmen mal noch alles mit, und im Nov machen wir wieder dicht.

  2. Das war zu erwarten. Bei der aktuellen Entwicklung der Zahlen auch absolut nachvollziehbar. Die Erfahrung aus der Vergangenheit hat gezeigt, dass die Zahlen in den Krankenhäusern immer „hinterher hinken“. Verschärft man die Stufe erst, wenn viele Menschen schwer krank sind, ist es zu spät. Stellt man im Gegenzug fest, dass aufgrund fortschreitender Impfungen die schweren Verläufe selten geworden sind, kann man immer noch neu bewerten. Allerdings glaube ich nicht, dass ohne eine Ausgangssperre die Infektionen schnell reduziert werden können. Leider muss es wohl so sein, die so oft -auch von deutschen Politikern- proklamierte Eigenverantwortung funktioniert nur in der Theorie.

    • Ich stimme Dir voll zu, Alex, in allen Punkten, die Du nennst.
      „Leider“ hast Du völlig recht. „Leider“, weil es für die Insel natürlich besser wäre, wenn es nicht so wäre, wie Du sagst.
      Es wurde zu viel in zu kurzer Zeit gelockert. Das passte noch nicht mit den (noch zu wenigen) Impfungen zusammen und nun sind es eher die jungen Leute, die es verstärkt erwischt.

  3. Ich war letzte Woche auf Fuerte, habe einen schönen Urlaub gehabt, bloß wenn man in Moro Jable an der Promenade den Strand sich anschaut sind die Inzidenzen kein Wunder. Die Einheimischen liegen dicht an dicht an Abstand denkt keiner über nach. So kommen immer weniger Touristen auf die geliebte Insel. Ansonsten alles sehr gut geregelt.

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