Babyboom im Oasis Wildlife Fuerteventura bei Flamingos, Zwergseidenäffchen und Säbelantilopen

Flamingo-im-Nest-Fuerteventura

Wildtiere vermehren sich nur, wenn sie optimale Lebensbedingungen vorfinden. Das gilt insbesondere bei Tieren, die in Gefangenschaft gehalten werden. Besonders groß ist die Freude immer dann, wenn sich Nachwuchs bei geschützten Tierarten einstellt, oder bei solchen, die wie die Säbelantilope in freier Wildbahn bereits als ausgestorben gelten.

Im Wildlife Oasis Park Fuerteventura in La Lajita gab es im Sommer 2021 jetzt gleich dreimal Anlass zur Freude: Bei den Flamingos sind zwei Küken geschlüpft, bei den Zwergseidenäffchen kamen Zwillinge zur Welt und bei den Säbelantilopen wurde das erste Kalb in diesem Jahr geboren.

Besucher des Wildlife Oasis Fuerteventura (ehemals Oasis Park) können den Nachwuchs, der sich bester Gesundheit erfreut, bereits im Park besuchen.

Flamingo-Nachwuchs nach Verbesserung des Geheges

Unter den 34 Flamingos, die im Oasis Wildlife Fuerteventura zuhause sind, hatten sich 4 Brutpaare gebildet. Bei zwei Paaren waren die Fortpflanzungsbemühungen von Erfolg gekrönt. Nach 27 Tagen Brutzeit schlüpften zwei kleine Flamingo-Küken aus den Eiern.

Der Erfolg stellte sich ein, nachdem die Tierpfleger Schlamm in das Gehege einbrachten. Die Flamingos bauen daraus ihre kegelförmigen Nester. Zuvor hatten die Vogelexperten des Parks eine Verhaltensänderung bei den Brutpaaren festgestellt, die darauf hinwiesen, dass die Paarungsbereitschaft bevorstand.

Zwei weitere Eier werden zurzeit noch bebrütet. Es bestehen also noch Aussichten auf weiteren Nachwuchs.

Zwergseidenäffchen-Zwillige wiegen bei ihrer Geburt 10 Gramm

Zwergseidenäffchen sind die kleinsten Affen. Erwachsene Tiere wiegen zwischen 85 und 140 Gramm. Vom Kopf bis zum Schwanzansatz werden sich nur 12 bis 15 Zentimeter groß.

Entsprechend klein ist auch der Nachwuchs. Mit 10 Gramm Gewicht und einer Körperlänge von gerade einmal 5 Zentimetern sind diese Affenbabys geradezu winzig.

Die Tragzeit betrug etwas mehr als 3,5 Monate. Zweieiige Zwillinge sind in der Familie der Krallenaffen, zu denen die Zwergseidenäffchen gehören, eher die Regel als eine Ausnahme.

Der Nachwuchs krallt sich im üppigen Fell der Erwachsenen Tiere fest und lässt sich auf deren Rücken durch das Gehege tragen.

Zwerseidenäffchen gelten in ihrer Heimat in Südamerika als vom Aussterben bedroht. Sie werden nicht nur durch die Zerstörung der Regenwälder sondern auch durch das Einfangen als illegale Haustiere dezimiert.

Säbelantilopen gelten in ihrer Heimat als ausgestorben

Eine besondere Freude ist für die Tierpfleger und Zoologen im Wildlife Oasis Fuerteventura zweifelsfrei der Nachwuchs der Säbelantilope (Oryx dammah).

Diese gilt bereits seit 2007 in der Wildnis als ausgestorben. Trotz dreijähriger intensiver Suche konnten keine Tiere mehr in freier Wildbahn entdeckt werden.

Die Ausrottung der Säbelantilope erfolgte weniger durch Zerstörung des Lebensraumes als viel mehr durch rücksichtslose Jagd. Dennoch besteht Hoffnung für das Überleben der Art. Mindestens 1.500 Exemplare werden weltweit in Zoos in Rahmen von Arterhaltungsprogrammen gehalten.

Im Süden Tunesiens wurden schon Ende der 1980er Jahre 10 Tiere in einem umzäunten Bereich eines Nationalparks ausgewildert. Innerhalb von 11 Jahren war der Bestand auf 84 Tiere angewachsen.

In Tunesien, Marokko, im Senegal und Tschad gibt es weitere umzäunte Reservate, in denen Säbelantilopen ausgewildert wurden.

Bei aller Kritik, die man an der Haltung von Wildtieren in Zoos üben kann, sollte diese wichtige Beihilfe zur Arterhaltung nicht übersehen werden.

Im August 2020 waren wir für Euch im Oasis Wildlife Park
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