Intensivpflegerinnen von Fuerteventura und Lanzarote helfen überlasteten Kollegen auf Teneriffa

Intensivstation-Covid-Teneriffa

Zur Aufrechterhaltung des Betriebs einer Intensivstation braucht man nicht nur eine ausreichende Zahl von Betten. Man braucht außerdem auch hochqualifiziertes Personal zur Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Intenivpatienten.

Intensivmediziner auf Teneriffa warnen schon seit längerem über die sich immer weiter zuspitzende Situation in den Intensivstationen der Insel. Zuerst hatte die 7-Tage-Inzidenz auf Teneriffa den höchsten Stand seit Pandemiebeginn erreicht. Mit Zeitversatz füllten sich dann langsam die „normalen“ Stationen in den Krankenhäusern und letztlich auch die Intensivstationen mit immer jünger werdenden Covid-Patienten.

Besonders kritisch ist zurzeit die Situation im Universitätsklinikum Nuestra Señora de la Candelaria auf Teneriffa.

Dort gibt es insgesamt 76 Intensivbetten. Davon sind 21 frei. Von den 55 Intensivpatienten sind 34 Covidpatienten.

Zwar ist die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Covid-Patienten in der letzten Woche deutlich gesunken. Doch die Zahl der Intensivpatienten nimmt weiter zu.

Daher waren 10 Intensivpflegerinnen aus dem Inselkrankenhaus von Fuerteventura und des Hospitals Molina Orosa auf Lanzarote nach Teneriffa gereist, um ihre teils völlig erschöpften Kolleginnen zu unterstützen. Am 08.08.2021 waren noch immer drei Pflegerinnen, eine von Lanzarote und zwei von Fuerteventura zur weiteren Unterstützung auf Teneriffa.

Auf Lanzarote sind zurzeit keine Intensivbetten durch Covipatienten belegt. Auf Fuerteventura sind knapp 13,5% der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt.

Mittleres Alter der Covid-Intensivpatienten bei 46 Jahren

Das mittlere Alter der Covid-Intensivpatienten in der Uniklinik auf Teneriffa liegt mittlerweile bei 46 Jahren. Mitte Juli lag das Durchschnittsalter der Intensivpatienten auf den Kanaren noch bei 49 Jahren.

70% der 34 Intensivpatienten im Hospital Candelaria sind unter 49 Jahre alt. 31 dieser 34 Patienten, also über 91%, sind ungeimpft. Lediglich einer der 34 Intensivpatienten war vollständig durchgeimpft. Bei 2 geimpften Patienten erfolgte die Ansteckung nach Vermutung der Ärzte zwischen der ersten und der zweiten Impfung.

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