Festnahme nach Raub in Hausbesetzerszene auf Fuerteventura: Opfer aus Fenster im 3. Stock geworfen

POLICÍA-JUDICIAL-GUARDIA-CIVIL

Ein Einsatzteam der Kriminalpolizei (policía judicial) hat in Morro Jable im Süden Fuerteventuras drei Tatverdächtige ermittelt und festgenommen.

Den drei Tatverdächtigen wird vorgeworfen, eine erwachsene und eine minderjährige Person in Morro Jable im Süden Fuerteventuas angegriffen zu haben, um deren persönliche Gegenstände zu stehlen. Nach der Raubtat soll das erwachsene Opfer von den Tätern aus dem Fenster des 3. Stocks eines Hauses geworfen worden sein. Über mögliche Verletzungen und deren Schwere hat die Polizei keine weiteren Angaben gemacht.

Nach der Tat gelang es der Polizei in mühsamer Kleinarbeit, die Fall aufzuklären, die mutmaßlichen Täter zu identifizieren und schließlich ausfindig zu machen und festzunehmen. Die Polizisten durchsuchten die Wohnung als mutmaßlichen Tatort und sicherten Spuren und sammelten Indizien, die den Zusammenhang zwischen Täter und Opfer herstellen konnten.

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass einer der mutmaßlichen Täter sich offenbar in der kriminellen Hausbesetzerszene bewegt. Er soll Wohnungen illegal besetzten und diese an Menschen in verletzlicher sozialer Situation vermieten.

Die Gewalttat hatte zu großer Sorge bei den Nachbarn in der Umgebung des Tatorts geführt.

Das Problem illegaler Hausbesetzungen auf Fuerteventura

Illegale Hausbesetzungen sind wie überall in Spanien auch auf Fuerteventura ein weitverbreitetes Problem. Die linke Zentralregierung in Madrid scheint kein Interesse daran zu haben, den Schutz des Eigentums der Immobilieneigentümer zu stärken. Wenn eine Wohnung erst einmal besetzt ist, haben die Eigentümer einen langen Kampf vor Gericht vor sich, um ihr Eigentum wieder in Besitz zu nehmen.

Dabei sind es keineswegs immer nur Menschen in wirtschaftlicher oder sozialer Notlage, die aus ihrer Not heraus eine fremde Wohnung besetzen. Auch organisierte Banden nutzen die Schieflage im Rechtssystem skrupellos aus. Sie sind darauf spezialisiert, geeignete Wohnungen zu finden, aufzubrechen und dann gegen Geld zu vermieten. Unterstützt werden sie dabei oft von Rechtsanwälten, die jeden juristischen Schachzug kennen, um eine vom rechtmäßigen Eigentümer angestrebte Räumungsklage möglichst lange hinauszuzögern.

Auf der anderen Seite entwickelt sich eine ganz neue Branche von sogenannten Anti-Okupa-Unternehmen. Muskelbepackte und oft auch reichlich tätowierte Kerle in schwarzer Kleidung, die an militärische Kampfanzüge erinnern, bieten ihre Dienste verzweifelten Wohnungseigentümer an. Angeblich immer ganz legal versuchen diese, die Hausbesetzer zu zermürben und auf dem Verhandlungswege dazu zu bringen, die besetzten Immobilien zu verlassen.

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7 Kommentare

  1. Die Kommentare spiegeln die typische menschenverachtende Gesinnung von Vermietern wider, die ihren Gewinn aus der Not und dem Elend anderer Menschen ziehen. Einfach nur ekelhaft.

  2. Hausbesetzungen, Enteignungen und Mietendeckel sind Instrumente der Sozialisten! Im April 1936, dem 47. Geburtstag Adolf Hitlers, ordnete die Reichsregierung an, die Mieten in Deutschland einzufrieren. Ständig lassen sich die Jünger der neuen Sozialistischen Bewegungen neue Grausamkeiten einfallen. Mit welchem Recht bereichern sich diese Schmarotzer ständig am Eigentum anderer? Warum schützt man diese? Für mich eine nicht tragbare Regierungsform.

  3. Die linken Sozialisten vernichten unser Europa samt Wirtschaft und Sozialsystem. So wie einst ende der 20er oder jüngst in Venezuela. Skrupellos geht es nur um die totale Macht über jeden einzelnen und allen Dingen.

    • @Roland:
      „…die totale Macht über jeden einzelnen und allen Dingen“

      Das ist dann aber das Gegenteil von Sozialismus 🙁 Die Grundidee des Sozialismus ist eine völlig andere.
      Das, was da gelebt wird, mag zwar fälschlicherweise Sozialismus genannt werden, ist aber keiner.

  4. Die Jungs in schwarz werden da schon mit diesem Pack aufraeumen!Auf welche Art und Weise ist mir als Eigentuemer eines Ferienhauses ziemlich egal.Die sind ihr Geld wert und machen gute Arbeit.

  5. Hallo Thomas und Fuerte Freunde,
    Aufmerksam habe Ich den Bericht gelesen. Als großer Fuerte-Fan bin Ich etwas erschrocken über die Brutalität dieses Verbrechen. Habe mich eigentlich immer sehr sicher auf Fuerte gefühlt, ist dieses Verbrechen eine Ausnahme oder hat sich durch Corona und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen die Sicherheitslage zum negativen verändert? wie sind eure Erfahrungen/Meinungen?

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