65-jähriger Italiener stirbt beim Baden im Norden Fuerteventuras

Playa-del-Burro-Fuerteventura

Am Nachmittag des 27. Oktober 2021 ging um 14:58h ein Notruf in der Rettungszentrale (Tel. 112) ein. Dieser meldete, dass die Rettungsschwimmer am der Playa de los Burros in der Nähe von Corralejo einen Mann und eine Frau aus dem Wasser geholt hatten.

Die Rettungszentrale aktivierte das Rettungsprotokoll und entsandte Rettungskräfte zum Unglücksort.

Die Rettungsschwimmer, die die beiden Personen aus dem Wasser gezogen hatten, stellten bei dem Mann einen Herzkreislaufstillstand fest. Daraufhin leiteten sie Wiederbelebungsmaßnahmen ein.

Das Personal des kanarischen Rettungsdienstes (SUC) übernahm nach ihrem Eintreffen die Wiederbelebungsversuche und führte einfache und fortgeschrittene Wiederbelegungsmaßnahmen durch. Diese blieben jedoch ohne Ergebnis. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes bestätigen.

Nach Angaben der kanarischen Regierung handelte es sich bei dem Verstorbenen um einen 65 Jahre alten Italiener.

In welchem Verhältnis die Frau zu dem Verstorbenen steht, wurde nicht bekannt gegeben.

Typische Merkmale von Badetoten auf Fuerteventura: Männlich, Ü40 und Ausländer

Die kanarische Statistik über Unfälle und Todesfälle an den Küsten zeigt ein deutliches Schema. Der typische Badetote auf den Kanaren und auch auf Fuerteventura ist männlich, über 40 Jahre alt und kein Einheimischer.

Dies legt den Schluss nahe, dass Einheimische die Gefahren vor allem an der Nord- und Westküste Fuerteventuras kennen und generell vorsichtiger sind als Urlauber oder ausländische Residente. Allerdings kann man davon ausgehen, dass insbesondere in den Wintermonaten tendenziell mehr ältere Ausländer auf der Insel sind als Einheimische. Außerdem kann man annehmen, dass viele Urlauber unter anderem auch gerade hierher kommen, um zu baden, während es den meisten Einheimischen im Winter zum Baden „viel zu kalt“ ist.

Dass signifikant mehr Männer betroffen sind, könnte jedoch tatsächlich darin liegen, dass das vermeintlich „starke“ Geschlecht eher dazu neigt, sich selbst zu überschätzen, die Gefahren zu unterschätzen und generell eher bereit ist, Risiken einzugehen.

Auch wenn alle Gemeinden in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen haben, die Sicherheit an den Stränden zu verbessern, so werden sich Unfälle und Todesfälle auf Fuerteventura auch in Zukunft vorkommen. Wo jedes Jahr hunderttausende von Menschen baden gehen, lässt sich dies trotz aller Bemühungen seitens der Behörden nicht vermeiden.

Letztlich ist auch hier die Verantwortung eines jeden Einzelnen gefragt. Und manchmal schlägt einfach das Schicksal zu, wogegen der Mensch manchmal trotz aller Vorsichtsmaßnahmen machtlos ist.

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7 Kommentare

  1. Heute mal kein Gemecker, sondern eine gute Nachricht:
    Ich habe heute Vormittag in La Pared, dort, wo die gelbe Kabine der Rettungsschwimmer steht , ein Fahrzeug der Policicia Local gesehen.
    Bei näherer Betrachtung fiel mir im Heckbereich ein deutlicher Hinweiss auf, dass ein Defi im Fahrzeug sei! Ich konnte gerade noch ein Beweisfoto schiessen.
    Alle Achtung! So professionell wurden meine dauernden Hinweise auf fehlende Defis „erhört“! Also 112 rufen und es klappt dann mit dem Defi.
    Tausend Dank.

  2. Lebensrettende Maßnahmen vorzuenthalten, weil der Zustand vermeidbar gewesen wäre, widerspricht wichtigen ethischen Prinzipien der Medizin .
    Es gilt kein Schuldprinzip bei lebensrettenden Maßnahmen im Gesundheitswesen ( lt. Frau Buyx, Vorsitzende Ethikrat).

    • Hört, hört. Und doch gibt es immer wieder Politiker, die Ungeimpften die Behandlung verweigern wollen. Sogar dann, wenn es nicht um Corona geht, sondern um eine völlig andere Krankheit!

      Zehntausende von Krebstherapien und Vorsorgeuntersuchungen wurden 2020-21 nicht gemacht, und auch heute gilt noch: ohne Test oder „Impfung“ keine Behandlung in vielen Krankenhäusern.

  3. Auch ich hatte schon einmal gefragt, wo genau die Stelle ist. Ich bekam leider keine AW darauf.Nun ja, das Team hat viel zu tun.
    Daher noch einmal meine Anfrage. Ist es in der Nahe der RIU Hotels in Corralejo an den Grandes Playas??
    Normalerweise haben doch die Sanitäter die gesamte Ausrüstung dabei incl. Defi, oder liege ich da falsch?
    Es ist trotzdem immer wieder fragwürdig warum die Leute sich ins kalte Wasser wagen…..und auch die Unterströmungen unterschätzen.
    Es ist tragisch.

  4. Offensichtlich wohl wieder kein Defi zur Stelle gewesen.
    War es der gleiche Strand, wo es zuletzt zu einem gleichen Todesfall gekommen war?
    Ich hatte jedenfalls den Eindruck, die traurige Geschichte kenne ich…
    Vielleicht kann dieser Strand hier mal auf einer Karte wiedergegeben werden?
    Und ich wiederhole mein Credo:
    Ein Defi kostet nicht die Welt.
    Ein Menschenleben ist unbezahlbar.

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