Fuerteventura: Betancuria gehört zu den 104 schönsten Dörfern Spaniens

Betancuria_Pueblos_mas_bonitos

Der Ort Betancuria in der gleichnamigen Gemeinde auf Fuerteventura ist in die Riege der schönsten Dörfer Spaniens (Pueblos más Bonitos de España) aufgenommen worden.

Die Plakette, die die Aufnahme des Dorfes bestätigt, konnte wegen der Pandemie nicht früher offiziell verliehen werden, da derartige offizielle Akte nicht erlaubt waren.

Dabei ist Betancuria bereits seit Januar 2020 eines der schönsten Dörfer Spaniens. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde nun jedoch auch die offizielle Plakette an den Bürgermeister überreicht.

Die „schönsten Dörfer Spaniens“

Seit dem Jahr 2010 gibt es die Auszeichnung für die schönsten Dörfer Spaniens. Dabei handelt es sich um die Auszeichnung eines Verbands, der es sich zum Ziel gesetzt hat, das kulturelle, ländliche Erbe in Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte und geringem Industrialisierungsgrad zu fördern. Insgesamt gibt es 104 „schönste Dörfer Spaniens“. Auf den Kanaren sind es 5: Agulo (La Gomera), Betancuria (Fuerteventura), Garachico (Teneriffa), Teguise (Lanzarote) und Tejeda (Gran Canaria).

Betancuria – die ehemalige Inselhauptstadt

Der Ort hatte seinen Namen vom spanischen Eroberer Juan de Béthencourt, der sie 1404 gegründet hat und ihr seinen Namen gab.

Betancuria war ehemals nicht nur die Hauptstadt der Insel Fuerteventura, sondern die erste Hauptstadt der Kanaren überhaupt. Betancuria wurde 1834 dann zunächst von Antigua und letztlich 1860 von Puerto del Rosario als Inselhauptstadt abgelöst wurde.

Die Kirche „Santa Maria de Betancuria“ wurde 1410 errichtet. Vom 1424-1431 war diese Kirche die Kathedrale von Fuerteventura. 1593 wurde sie durch einen Piratenangriff stark verwüstet und im 17. Jahrhundert neu aufgebaut worden. Das dreischiffige Gotteshaus ist eine der großen Kirchen von Fuerteventura.

Die Ruine des Convento de Buenaventura, eines einstigen Franziskanerklosters, ist heute noch zu bestaunen.

Aber auch sonst lohnt sich ein Besuch in Betancuria. Die Gassen sind geradezu beschaulich und hier findet man außerdem das Archäologische Museum von Fuerteventura. Dieses ist von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 10.00 – 17.30h geöffnet.

Schon die Fahrt nach Betancuria ist den Besuch des Ortes allemal wert. Rund um den Ort, der im Tal „Macizo de Betancuria“ liegt, kann man die eindrucksvolle Landschaft genießen.

Alle 104 „Pueblos más Bonitos de España“ findet man unter folgendem Link:
Pueblos más Bonitos de España

Bestimme den Lohn für unsere Arbeit!

Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link:

https://www.fuerteventurazeitung.de/du-bestimmst-den-lohn-fuer-unsere-arbeit/

4 Kommentare

  1. Für mich ist Betancuria eigentlich der Inbegriff der Schönheit der Insel … hier atmet tatsächlich Geschichte, wenn auch die kleinen Gassen sehr beschränkt sind und eigentlich in wenigen Minuten durchstreift, es ist einfach der Zauber der Vergangenheit und die unbeschreiblich schöne Lage mit den unzähligen Farben der weißen Häuser, rotbtaunen Felder und grünen Gärten … und blauer Himmel ist meist ohnehin garantiert…

    Diese speziell im Sommer zu erleben, ist das eigentlich schöne, nämlich die letzte Stunde des Tages mit ihren Farben
    … der Vorteil: der Ort ist dann menschenleer und lediglich Hunde oder Esel sind zu vernehmen, der gesamte Ort ist ein einziges Fotomotiv!
    … der Nachteil: der Ort ist dann menschenleer und lediglich Hunde oder Esel sind zu vernehmen, und spätestens(!) 18 Uhr schließt die letzte Kneipe/Bar/Restaurant – eher 17 Uhr… traurig…
    Rausschmeißer ist meist das „Quesa“ am Eingang des Ortes, unscheinbar direkt an der Strasse, aber vorzügliche Kleinigkeiten und urtümlich, hier treffen sich Einheimische wie Touristen.

    Geschuldet nicht dem Unwillen der Gastronomen (und da gibts es ausgzeichnete! nicht zuletzt die Casa Santa Maria von Reiner Loos, oder das romatisch in Palmen versteckte LaSombra) sondern vielmehr der leidigen Allinkl. Mania, die den Urlauber ab 18 Uhr im festlich gedeckten „Speisesaal“ erwartet… wer will denn schon aufs bezahlte Abendessen verzichten? Nicht zu vergessen die unwirtliche An- und Rückfahrt durch die „Alpen“ von Fuerteventura…
    Da möchte man nicht nach einem gemütlichen Abend noch 30 min abends zurückfahren müssen 😉
    Ok, es gibt tatsächlich ein Hotel im Ort, gelegen direkt an der Kirche und seit mehreren Jahrhunderten als Gebäude hier ansässig. Rund um einen Innenhof gelegen die sehr großen und sehr ausgefallenen Räume, die meist nicht sehr gut schließenden uralten Holztüren führen direkt vom Hof ins einzige Zimmer… sehr familiär…aber auch dem Nimbus des Ortes enstprechend. Mit Hotel im eigentlichen Sinne nichts zu tun. Auch bekam ich hier schon desöfteren auch nach 19, 20 Uhr im Winter noch eine „warme Suppe“, sollte sich mein Aufenthalt im Ort doch nicht an den üblichen Busabfahrtszeiten orientiert haben… 😉

    Ein zweites Hotel allerdings steht kurz vor unmittelbarer Vollendung, ein sehr gelungener Bau, welcher sich in die alte Landschaft integriert, fast kolonialer Stil, direkt am Hang hinter Kloster und Zufahrtsstraße, dennoch einzigartige Lage , schon jetzt eine kleine grüne Oase, obwohl noch gar nicht eröffnet, nicht umsonst gehört es zur Casa Santa Maria..und wird wohl das nächste Kleinod in der bereits umfangreichen Perlenkette im Tal von Betancuria werden…

    Einzigartig eben auch dieses uralte Kloster der Stadt, welches ein wenig abseits unterhalb des neuen Hotels am Hang liegt, eigentlich eine Ruine, aber in den letzten Jahren werden Erhaltungsmaßnahmen und Ausgrabungen gemacht, die für mein Verständnis allerdings, sich am Verhältnis des Klosterbaus orientieren, die Zeit scheint still zu stehen :o)

    Aber nicht nur Betancuria selbst ist das Highlight der Insel sondern wohl das komplette Valle de Betancuria bis hinunter nach Vega Rio de las Palmas, entweder durch das trockene Flussbett oftmals unter Palmen oder über die Höhe, beginnend am einzigen KiefernWald Fuerteventuras , hinabsteigend, immer mit traumhafter Aussicht ,ins Tal.
    Ach ja, und die serpentinenartige Asphaltstrasse gibts natürlich auch…

    Betancuria, für mich die Perle der Insel !

  2. Jeder der schon einmal in Betancuria war wird es gerne bestätigen.
    Der Ort ist wirklich einmalig schön und lädt ein zum verweilen. Viele gute Restaurants machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Kein Fuerteventura Urlaub ohne mindestens einmal in Betancuria gewesen zu sein. 😊😊

    • Ich stimme dir gerne zu! Im Januar möchte ich dieses Juwel zum 4. x besuchen und mal ein anderes Restaurant als die Casa Santa Maria, welche ich echt empfehlen kann – mit einem wunderschönen Innenhof.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten