Kanarische Hoteliers: lieber Zugang nur mit Covid-Pass als Lockdown oder reduzierte Öffnungszeiten

Covid-Pass-Kanaren-Ashotel

Die kanarischen Hotelier-Verbände Ashotel, FEHT, Asofuer und FTL fordern von der kanarischen Regierung die Einführung des Covid-Passes als Zugangsvoraussetzung für alle für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereiche, nicht nur in touristischen Betrieben, sondern in allen anderen Branchen und in Behörden.

Diese Forderung haben die Hotelierverbände in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 24.11.2021 bekannt gegeben.

Lieber Zugangskontrolle mit Covid-Pass als Lockdown

Sie halten die Einführung eines solchen Systems zur Zugangskontrolle in Bereichen, in denen Personen in größerer Zahl zusammenkommen, anstatt Beschränkungen der Öffnungszeiten oder der zulässigen Kapazitäten aufzuerlegen, für eine vernünftige Maßnahme.

Sie plädieren dafür, die Sicherheit der Gesundheit zu garantieren, aber auch die der Wirtschaft, indem die Unternehmen mit Sicherheitsmaßnahmen geöffnet bleiben dürfen.

Die Hoteliers erinnern daran, dass sie während der Monate dieser Pandemie eine verantwortungsvolle Kontrolle in ihren Betrieben durchgeführt haben, indem sie von ihren Kunden den Nachweis verlangten, nicht infiziert zu sein.

Daher müsse diese Verantwortung in Anbetracht der Tatsache, dass die Ansteckungen zunehmen, auf alle wirtschaftlichen Bereiche ausgedehnt werden, also auch auf den Einzelhandel, Museen, Bars, Restaurants, Kinos, Diskotheken, Fußballstadien, Basketballarenen und andere Sportstätten usw., sowie auf Behörden, wo Bürger bedient werden.

Außerdem sind die Hotelierverbände der Ansicht, dass es fundamental sei, eine agile App einzusetzen, die die Information der Covid-Zertifikate validiert und die Informationen für den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum speichert.

Das Tribunal Supremo, das höchste spanische Gericht, hat in einem Urteil erst kürzlich die Voraussetzungen herausgearbeitet, unter denen eine Zugangsbeschränkung in der Gastronomie mittels Covid-Pass grundsätzlich möglich ist.

Hoteliers loben gute Arbeit in Sachen Impffortschritt in Spanien

In der Pressemitteilung lobten die Hotelier die „gute Arbeit“, die im Hinblick auf die Impfungen in Spanien geleistet wurde, sowie die mehrheitliche Unterstützung durch die Bevölkerung, im Gegensatz zu den europäischen Staaten mit geringeren Impfquoten. Diese erlitten nun unerwünschte Situationen mit bemerkenswerten Anstiegen der Infektionszahlen, wie z.B. im Fall von Österreich, dass sich seit dem 22. November für 15 Tage in einem Lockdown befindet, oder Deutschland, wo man eine Impfpflicht in bestimmten Bereichen mit besonderem Risiko angekündigt habe und neue Einschränkungen für nicht Geimpfte verabschieden werde.

Hoteliers halten Hotels für „sichere Bereiche“

Durch das Verlangen eines Impfzertifikats oder eines negativen Tests seien die Hotels laut Pressemitteilung lange Zeit ein echter Filter für die Krankheit bei den Touristen gewesen.

Schon vor der Einführung des EU-Covid-Zertifikats hätten die Hotels Verantwortung gezeigt, und seien auch vorbildlich bei der Umsetzung und Einhaltung der Sicherheitsprotokolle gewesen und hätten ihr Personal entsprechend fortgebildet. Dies habe dazu geführt, dass die Hotels sichere Bereiche sein konnten, in denen sich keine nennenswerten Ausbrüche ereignet haben.

Sie sind der Meinung, dass diese Kontrollen an den Flughäfen und in öffentlich zugänglichen Lokalen auch für Passagiere aus Spanien und zwischen den Kanarischen Inseln gelten sollen.

Inzidenz auf den Kanaren und in Spanien

Am 23.11.2021 lag nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums die 7-Tage-Inzidenz in Spanien bei 81,39 (Deutschland laut RKI 399,8).
Auf den Kanaren lag die 7-Tage-Inzidenz bei 77,94.

Fuerteventura hat mit einer 7-Tage-Inzidenz von 111,1 die höchste Inzidenz aller Kanarischen Inseln.

Täglich aktuelle Covid-Zahlen für Fuerteventura findet ihr hier:

Fuerteventura Corona

Hier könnt Ihr die Forderungen der Hotelier-Verbände im Original nachlesen (auf Spanisch).

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