Kindergärten auf Fuerteventura: drei Gemeinden haben keine öffentlichen Kindergartenplätze

Kindergarten-Fuerteventura

Kindergartenfreundschaften die bereits seit 16 Jahren halten. Darauf kann unsere Tochter auch in jungen Jahren bereits zurück blicken.

Aber das ist nicht überall auf der Insel so. Die Unterbringung von Kindern im Alter von 0-3 Jahren ist nicht überall in einem Kindergarten möglich. Eine Gemeinde auf Fuerteventura bietet nicht einen einzigen Kindergartenplatz an, in zwei weiteren Gemeinden gibt es ausschließlich private Kindergärten.

Ab 4 Jahren greift in Spanien dann die Schulpflicht und die Kinder gegen ins „Colegio“.

Kindergartenplätze: Situation auf Fuerteventura

Auf Fuerteventura gibt es sowohl staatliche als auch private Kindergärten. In einer Studie der „Plataforma por el 5% en Educación“ (Plattform für 5% für Bildung) die auf den Zahlen der Jahre 2018-2019 basiert und die im Januar 2021 veröffentlicht wurde, ergibt sich für Fuerteventura ein gemischtes Bild.

In der Gemeinde Pájara im Süden der Insel stehen für rund 18% der Kinder in Pájara auch Kindergartenplätze von der Gemeinde zur Verfügung. Damit ist Pájara sogar über dem kanarischen Durchschnitt von 11,13% aber noch unter dem spanischen Durchschnitt von 21,32%

In der Gemeinde Pájara gibt es 4 Kindergärten der Gemeinde, jeweils einen in Morro Jable (80 Plätze), Costa Calma (60 Plätze), La Lajita (35 Plätze) und Pájara (Ort, 26 Plätze). In diesen Kindergärten stehen derzeit rund 200 Plätze zur Verfügung.

Der für die Gemeindekindergärten verantwortlichen Gemeinderat, Rodrigo Berdullo, stellte in einem Gespräch mit der Fuerteventura Zeitung klar, dass es Ziel der Gemeinde sei, für alle Kinder einen Kindergartenplatz anbieten zu können. Zur Zeit laufen verschiedene Projekte in den Kindergärten, die mit der zusätzlichen Einstellung von Personal und sogar der Verlängerung der Aufsichtszeiten im Kindergarten einher gehen.

Berdullo gab zu bedenken, dass im Rahmen der Pandemie die Anzahl der Kinder in den Kindergärten variiert, da weniger Kinder pro Gruppe angenommen werden können als es früher der Fall war.

In der Gemeinde Pájara gibt es in Morro Jable außerdem noch einen privat geführten Kindergarten mit weiteren 30 Plätzen.

Die Gemeinde von Tuineje hingegen hat nicht einen einigen Kindergartenplatz in einem von der Gemeinde geführten Kindergarten. Hier verlässt man sich einzig und allein auf privat geführte Kindergärten, von denen es unter anderem in Gran Tarajal mehrere gibt.

Im Norden dominiert ein eher düsteres Bild

Auch die Gemeinden Antigua und Betancuria bieten sage und schreibe keinen einzigen öffentlichen Kindergartenplatz an. In Betancuria gibt es jedoch privat geführte Kindergärten wie auch in Tuineje. In Antigua hingegen gibt es nicht einen einzigen Kindergartenplatz, weder privat noch öffentlich geführt. Eltern aus Antigua müssen ihre Kinder also in einem Kindergarten zum Beispiel in Puerto del Rosario unterbringen.

In dieser Gemeinde fehlen aber laut der oben genannten Studie rund 140 Kindergartenplätze um auf das spanische Mittel zu kommen. Hier sollen nur für 9,62% der Kinder überhaupt Plätze angeboten werden.

Die Gemeinde La Oliva im Norden von Fuerteventura bot zum Zeitpunkt der Studie nur für 14,44% der in der Gemeinde gemeldeten Kinder einen Kindergartenplatz an. Damit fehlen zum spanischen Durchschnitt 46 Plätze.

Nach den Daten der Studie fehlen auf Fuerteventura 354 Kindergartenplätze, um den spanischen Durchschnitt zu erfüllen.

Warum ein Kindergartenplatz so wichtig für ein Kind – und seine Eltern- ist

Die Möglichkeit zu haben, sein Kind in einem Kindergarten gut unterbringen zu können ist für viele Eltern essentiell wichtig. Insbesondere Alleinerziehende können ohne diese Unterstützung kaum selbst arbeiten gehen.

Nach unserer persönlichen Erfahrung war es die richtige Entscheidung unser Kind so früh wie möglich in den Kindergarten zu geben. Schließlich sollte unser Kind von Muttersprachlern umgeben spanisch lernen. Außerdem erleichterte es ungemein den Kontakt mit anderen Eltern und mit Kindern in ähnlichem Alter. Denn eins ist ganz sicher, Kinder brauchen Kinder!

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2 Kommentare

  1. Super spannender Artikel über die Insights aus der Perspektive von Eltern, die auf Fuerteventura leben und kleinere Kinder haben. Danke dafür und bitte veröffentlicht auch in Zukunft solche Artikel. Das macht Eure Zeitung so vielseitig und einzigartig zugleich.

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