Kanaren Corona: Omikron Variante erreicht in nur 3 Wochen Anteil von 54,8%

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Gerade einmal 3 Wochen hat es gedauert, bis die neue Omikron Variante, die erstmals in Südafrika beschrieben wurde, auf den Kanaren zur dominierenden Corona-Variante geworden ist.

Dies ergibt sich aus dem Virusvarianten-Bericht des spanischen Gesundheitsministeriums vom 27.12.2021.

In der 48. Kalenderwoche (29.11. bis 05.12.2021) lag der Anteil der Omikron-Variante bei allen auf den Kanaren sequenzierten Proben noch bei 0,9%. In der 49. Kalenderwoche (06.12. bis 12.12.) stieg der Anteil auf 15,2%.

In der 50. Kalenderwoche (13.12. bis 19.12.) wurde bereits in 54,8% der sequenzierten Proben die Omikron-Variante bestätigt.

Damit sind die Kanaren nach Madrid (55,4%) die Autonome Region Spaniens mit dem zweithöchsten Anteil der Omikron-Variante an allen sequenzierten Proben. Kanaren und Madrid sind somit auch die einzigen beiden Autonomen Regionen Spaniens, in denen Omikron die Variante Delta „überholt“ hat und die dominierende Variante ist.

Spanienweit lag der Anteil der Omikron-Variante in der 50. Kalenderwoche bei 20,5%. Ausgewertet wurden die Daten von 14 Autonomen Regionen.

Interessant ist ein Vergleich mit den Balearen. Dort lag der Omikron-Anteil in der 50. Kalenderwoche „nur“ bei 8,2%. Allerdings hat sich auch dort der Anteil innerhalb von nur einer Woche verneunfacht. In der 49. KW lag er noch bei 0,9%.

Die Auswahl der Proben, bei denen eine Gen-Sequenzierung zur Bestimmung der Virusvariante durchgeführt wird, erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Daher lässt sich vom Anteil einer bestimmten Variante innerhalb der Proben durchaus auf die Verbreitung innerhalb der Gesamtbevölkerung schließen.

Allerdings weist das Gesundheitsministerium in seinem Bericht darauf hin, dass die offenbar sehr schnelle Ausbreitung auf der einen Seite und die Verzögerungen durch das Verfahren der Sequenzierung und die anschließende Konsolidierung der Daten dazu führen dürfte, dass der tatsächliche Anteil der Omikron-Variante systematisch zu niedrig geschätzt werde.

Auf den Kanaren ist die Zahl der Neuinfektionen auch in der 51. und 52. Kalenderwoche deutlich gestiegen. Daher ist es sehr gut möglich, dass der Anteil der Omikron-Variante inzwischen noch weiter angestiegen ist.

Eine Aufgliederung des Omikron-Anteile auf den einzelnen Kanarischen Inseln liegt zurzeit leider nicht vor.

Hospitalisierung nimmt auf Teneriffa und Gran Canaria deutlich zu

Die steigenden Fallzahlen auf den Kanaren machen sich mittlerweile auch bei steigenden Covid-Patientenzahlen in den kanarischen Krankenhäusern bemerkbar.

Am 26.12.2021 waren insgesamt 408 Patienten mit einer Covid-Erkrankung in einem kanarischen Krankenhaus, davon 72 am Beatmungsgerät auf der Intensivstation.

Am 01.12.2021 waren es noch insgesamt 255 Covid-Patienten, davon 44 auf der Intensivstation.

Die Belegung der Intensivbetten durch Covid-Patienten auf den Kanarischen Inseln lag am 26.12.2021 bei insgesamt 14,43%.

Auf Teneriffa lag die Belegung der Intensivbetten durch Covid-Patienten bei 19,04%, auf Gran Canaria bei 16,74% und auf Fuerteventura bei 9,09%. Auf den anderen Kanaren-Inseln befinden sich zurzeit keine Covid-Patienten auf den Intensivstationen.

Die derzeitige Zahl von hospitalisierten Covid-Patienten auf den Kanaren liegt nicht mehr weit von den Höchstständen von Ende März 2020 entfernt. Am 29.03.2020 waren auf den Kanaren insgesamt 488 Covid-Patienten im Krankenhaus, 93 davon auf der Intensivstation.

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1 Kommentar

  1. Wir -ein ehepaar für 6 monate auf tenerifa – hatten von der zuständigen sozialstation einen Impftermin im MAGMA erhalten und wurden wieder weggeschickt, wel wir um wenige Tage die 6 Monatsmarke《Abstand zur 2. Impfung) unerschritten hatten…es gab nur wenig Wartende…nun frage ich: ist das nicht extremer Unsinn in der aktuellen Situation? Wir warten nun wer schneller ist: die infektion mit omikron mit ev Aufenthalt im Krankenhaus oder die Booster Impfung mit noch einmal 14-tägiger Wartezei bis sie Wirkung ziehen kann!!!
    Schön wäre eine Antwort von ihnen oder besser aus dem zuständigen Gesundheitsministerium

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