Frau auf Fuerteventura erstickt beinahe an Brötchen: Polizist rettet ihr das Leben

Heimlich-Manöver

Ein Beamter der Nationalpolizei hat einer Frau auf Fuerteventura vermutlich das Leben gerettet.

Die Frau frühstückte mit einer Freundin in einer Cafeteria in Puerto del Rosario, der Hauptstadt Fuerteventuras. Beim Verzehr eines „bocadillos“, eines belegten Brötchens, bekam die Betroffene plötzlich keine Luft mehr, weil ihr ein Stück des Brotes in die Luftröhre geraten war. In ihrer Panik stand die Frau von ihrem Stuhl auf und fasste sich an den Hals.

Ein Inspektor der Nationalpolizei, der sich zur selben Zeit in der Cafeteria aufhielt, bemerkte die Notlage der Frau und reagierte sofort. Er stellte sich hinter die Frau, die zu ersticken drohte, und wendete den sogenannte Heimlich-Griff an.

Dank des beherzten Eingreifens des Polizeibeamten konnte die Frau das Stück vom Brötchen, das sie in den falschen Hals bekommen hatte, loswerden. Nach der ersten Hilfe erholte sich sich zusehends von der lebensbedrohlichen Situation.

Mehrere Personen, darunter andere Gäste, der Inhaber des Lokals und die Begleiterin der Frau wurden Zeugen des Geschehens, das auch von der Überwachungskamera des Lokals aufgezeichnet wurde.

Die Frau, die anonym bleiben möchte, realisierte erst deutlich später, wer ihr das Leben gerettet hatte. Die anderen Zeugen erzählten ihr später, dass es der Polizist war, der sich noch draußen auf der Terrasse des Lokals aufhielt, sodass sie sich persönlich bei ihrem Retter bedanken konnte.

Beim Ersticken zählt jede Sekunde

Es kommt auf den Kanaren gar nicht so selten vor, dass Menschen beim Essen etwas im Hals stecken bleibt. Dabei macht es einen großen Unterschied, ob sich etwas in der Speiseröhre oder in der Luftröhre festsetzt.

Eine Obstruktion der Speiseröhre ist in der Regel nicht lebensbedrohlich ist. Der Patient kann atmen und sprechen. In diesem Fall ist es wichtig zu verhindern, dass der Patient in Panik gerät.

Wenn die Luftröhre verstopft ist, zählt jede Sekunde. Diese Situation kann innerhalb von Minuten zum Tod führen.

Der kanarische Rettungsdienst empfiehlt, sofort den Notruf (Tel. 112) zu wählen. Auch wenn es viel zu lange dauert, bis ein Notarztwagen eintrifft, können die Spezialisten für Telemedizin unter Umständen lebensrettenden Hilfe leisten.

Mit wenigen Fragen können sie klären, ob die Speiseröhre oder Luftröhre verschlossen ist und dann entsprechende Handlungsanweisungen geben. In jedem Fall braucht eine erstickende Person sofortige Hilfe, sonst kann es für sie eventuell zu spät sein.

Ideal wäre es, wenn jeder über gewisse Grundkenntnisse der Erste-Hilfe verfügte und z.B. ein so einfaches aber wirkungsvolles Manöver wie den Heimlich-Griff beherrschte.

Bevor man das Heimlich-Manöver anwendet, sollte man versuchen, durch drei, vier Schläge mit der flachen Hand auf den Rücken das Abhusten des Fremdkörpers herbeizuführen.

Bei Wasser in der Lunge (Ertrinken) darf man das Heimlich-Manöver dagegen nicht anwenden. Auch bei bereits bewusstlosen Personen funktioniert es nicht. Bei einer bewusstlosen Person ist stattdessen eine Herzdruckmassage bis zum Eintreffen des Notarztes indiziert.

Schwieriger ist es, wenn ein Erstickungsopfer allein ist. Dann kann es kaum einen Notruf absetzen. Dennoch gibt es Methoden, um das Heimlich-Manöver bei sich selbst anzuwenden, z.B. indem man sich mit den Oberbauch auf eine Stuhl- oder Sessellehne wirft.

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