Fuerteventura: toter Hammerhai am Strand angespült

Hammerhai_Morro_Rosi

Am Donnerstag, den 12.05.2022 ist im Süden von Fuerteventura ein toter Hammerhai angespült worden. Das verendete Tier war auf Höhe des Leuchtturms von Jandía bei Morro Jable vom Meer an den Strand getragen worden.

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Per Facebook haben Leser die Fuerteventura Zeitung auf den Hai aufmerksam gemacht und uns Bilder geschickt. Auch hier nochmals herzlichen Dank!

Auf Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung der Strände von Pájara bestätigte man uns den Fund des Tieres. Wie uns aus der Consejeria de Playas (Gemeindeabteilung für Strände in Pájara) mitgeteilt wurde, haben die Rettungsschwimmer der Zone den Fund beim Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) gemeldet. Die Umweltabteilung der Inselregierung hat den Hai abtransportiert.

Todesursache: unbekannt

Äußerlich wies der etwa 1,5 Meter lange Hammerhai keine Verletzungen auf, die auf die Umstände seines Todes schließen lassen. Wahrscheinlich wird das Tier von den Beamten der Umweltabteilung untersucht werden. Ob eine genauere Untersuchung der Todesumstände stattfinden wird, ist uns derzeit nicht bekannt.

Gibt es Haie auf Fuerteventura?

Häufig wird uns diese Frage gestellt. Und die Antwort ist ganz klar: Ja, es gibt Haie auf Fuerteventura und das ist auch gut so. Schließlich sind Haie im Ökosystem Meer ein wichtiger Baustein und haben genauso eine Lebensberechtigung wie jeder Delfin, jeder Wal oder jede Schildkröte. Das schlechte Image des Hais ist jedoch eigentlich nicht gerechtfertigt.

Haiangriffe auf Fuerteventura?

Auf Fuerteventura hat es noch nie einen ernsten Hai-Angriff auf Menschen gegeben. Eine Ausnahme bildet da ein Taucher, der allerdings mehrfach einen Engelhai am Schwanz gezogen hatte, bis dieser sich mit einem Looping umdrehte, seinen Angreifer in die Hand biss und dann schnell verschwand. Aus dieser reinen Selbstverteidigung eines Tieres kann man jedoch keine Bösartigkeit ableiten. Es würde schließlich auch kein normaler Mensch auf die Idee kommen, einem Hund mehrfach am Schwanz zu ziehen. Da kann dann selbst mal ein gutmütiger Golden Retriever zickig werden.

Welche Haie gibt es rund um Fuerteventura?

In den Gewässern rund um Fuerteventura gibt es mehrere Haiarten.

Hammerhai (Sphyrna zygaena)

Der „Glatte Hammerhai“ (Sphyrna zygaena) ist in den Gewässern um Fuerteventura verbreitet, wird aber z.B. beim Baden selten gesehen. Windsurfer berichten jedoch von Sichtungen, da der Hammerhais sich gerne an der Wasseroberfläche aufhält. Der Hai ist durch seinen hammerförmigen Kopf besonders gut zu erkennen. Er kann eine Länge von bis zu 5 Metern erreichen. Auch heute ist nicht abschließend geklärt, warum der Hammerhai diesen auffällig verbreiterten Kopf aufweist.

Neben dem Glatten Hammerhai kommen auch noch der Große Hammerhai (Sphyrna mokarran) und der Bogenstirn-Hammerhai (Sphyrna lewini) in den Gewässern rund um Fuerteventura vor.

Kurzflossen – Mako (Isurus oxyrinchus)

Der Kurzflossen-Mako, auch Makohai genannt, kommt ebenfalls im Atlantik und rund um Fuerteventura vor. Die Tiere werden bis zu 4 Meter lang und gelten als besonders schnelle Schwimmer, was sie ihrer selbst für Haie besonders stromlinienförmigen Körperform verdanken. Sie leben in küstennahen Gewässern und ernähren sich von Thunfischen, Makrelen und Schwertfischen. Sogar andere Haiarten wie Hammerhaie stehen auf ihrer Nahrungsliste. Auf den Kanaren kommt der Makohai zwar vorm, ist aber selten zu sehen und hält sich in der Regel auch nicht in Küstennähe auf.

Blauhai (Prionnace glauca)

Der Blauhai trägt seinen Namen dank seines strahlend dunkelblauen Rückens, die sich auch auf der Oberseite der Flossen fortsetzt. Blauhaie werden rund 3,5 Meter lang. Die Schnauze des Blauhais ist relativ lang. Sie fressen Knochenfische, andere Haiarten, Kalamare sowie pelagische Krustentiere und kleinere Wale. Sie leben pelagisch, also auf dem offenen Meer und kommen nur selten in Küstennähe.

Glatthai (Mustelus mustelus)

Der Cazón, wie der Graue Glatthai auf Spanisch heißt, ist weit verbreitet. Er wird maximal 2 Meter lang, misst aber meist aber nicht mehr als 1,65m. Der Cazón hälst sich in der Regel in Bodennähe auf und ernährt sich von Krebstieren, Weichtieren, Stachelhäutern, Würmern und kleineren Fischen.

Engelhai (Squatina squatina)

Der Engelhai ist ein streng geschützter Hai. Engelhaie wirken durch ihren abgeflachten Körper eher wie Rochen, gehören aber zur den Haien. Engelhaie können bis zur 2,4 Meter lang werden. Sie leben im Flachwasser, sind aber meist so gut getarnt, dass man sie beim Baden nicht sieht. Sie fressen Plattfische, Rochen, Weichtiere und Krebse. Die Engelhaie liegen dabei am Boden und lauern auf ihre Beute.

Walhai (Rhincodon typus)

Walhaie wurden bereits vor Fuerteventura gesichtet. Leider ist aber der wohl beliebteste Vertreter der Art der Haie ein extrem selten gesehener Gast rund um Fuerteventura und die Kanaren. Der Walhai ist der größte existierende Fisch und soll eine Länge von über 12 Metern erreichen können, obwohl derart große Exemplare sehr selten sind. Walhaie ernähren sich von Plankton.

Alles was es im Atlantik gibt, kann auch vor Fuerteventura vorkommen

Grundsätzlich gilt: Alles was im Atlantik so herumschwimmt, kann auch vor Fuerteventura vorkommen. Eindrucksvoll gezeigt hat das zum Beispiel ein auf Lobos angeschwemmter Riesenhai. Infos dazu findet Ihr hier: Fast 8 Meter langer Riesenhai vor Fuerteventura angespült

Für das Baden und Schwimmen im Meer rund um Fuerteventura geht jedoch in den allermeisten Fällen von den Meeresbewohnern weniger Risiko aus, als von Strömungen und Wellen. Insofern: genießt Eure Zeit am Strand von Fuerteventura ohne Angst vor Haien.

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