Kitesurfer stirbt am Strand im Süden von Fuerteventura

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Nach einer offiziellen Pressemitteilung der kanarischen Notfallzentrale (112) ist es am Vormittag des 10.07.2022 zu einem tödlichen Unfall gekommen.

Um 10.54 Uhr wurde die kanarischen Notfallzentrale davon in Kenntnis gesetzt, dass zwei Jetskis einen bewusstlosen Kiter aus dem Wasser gezogen haben, der mutmaßlich einen schweren Sturz erlitten haben soll. Noch während die Jetskis die verunfallte Person an Land brachten, schickte die Leitzentrale die entsprechenden Rettungskräfte los. Es wurde ein Rettungsteam bestehend aus einer Ambulanz und einer weiteren Ambulanz mit Notarzt und wegen der bereits vermuteten Schwere der Verletzung auch ein Helikopter zur Unglücksstelle geschickt. Ebenso rückten Feuerwehr, die Policia Local sowie die Guardia Civil an.

Die Feuerwehr bereitete die Landung des Hubschraubers am Strand vor, weil man aufgrund der Schwere der gemeldeten Verletzung davon ausging, dass die verunfallte Person sofort in ein Krankenhaus aufgeflogen werden müsste.

Trotz ärztlicher Reanimation: keine Rettung möglich

An Land wurde die verunfallte Person vom Personal des kanarischen Notfalldienstes SUC (Servicio de Urgencias Canario) untersucht. Die Mediziner stellten einen Herzkreislaufstillstand fest und begannen mit der Wiederbelebung, die trotz ärztliche Notmaßnahmen leider keinen Erfolg hatte. Es konnte nur noch der Tod festgestellt werden.

Nach der offiziellen Pressemittlung ist der Notrufzentrale hat sich der Unfall an einem Strand im Gemeindegebiet von Pájara zugetragen. Der Redaktion ist auf Nachfrage bestätigt worden, dass der Unfall an der Playa de la Barca passiert ist

Über das Alter und die Nationalität des Opfers sind derzeit noch keine offiziellen Angaben gemacht worden.

Die Guardia Civil ermittelt nun die Umstände des Unfalls.

Zur Zeit des Unfalls herrschte am Strand sehr starker Wind. In wie weit sich das auf den Unfall auswirkte, müssen nun die Ermittlungen ergeben.

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9 Kommentare

  1. Er war nicht unerfahren, war es Übermut oder Wichtigtuerei ?
    das geschlossenene Kite Center war doch genug Warnung.

    Fang einfach an, frag nicht so lang
    No risk, no fun, und du wirst schweben!
    Hab keine Angst, trau dich und dann:
    No risk, no fun, und du wirst schweben!
    🙁

  2. Ob du mal ein Interview mit einer Kiteschule machen könntest? Mich würden Hintergründe zu diesen Unfällen interessieren, wieso passiert das und was muss man beachten um das zu vermeiden. Es erstaunt mich einfach, weil Wasser keine Balken hat, wie kann das passieren.

    • Hallo Jochen,

      mal ganz sachlich darauf geantwortet, was das Unglück vom gestrigen Tag anbelangt. Wir hatten jetzt hier 3 Tage Extremwind durch Calima mit Windstärken zwischen 30 und 50 Knoten. Aufgrund des starken Windes war der Kitebereich vom Center gestern geschlossen. Trotzdem dürfen Kiter mit privatem Material natürlich aufs Wasser. Nach meinen Informationen hat sich der Verunglückte gestern entschlossen bei diesen Bedingungen Kiten zu gehen und das in der Lagune, die zu diesem Zeitpunkt eimen geringen Wasserstand aufwies. Eine Böe, die bei dieser Wettersituation extremst ausfallen kann, hat ihn dann wohl mehrere Meter nach oben gerissen und aus dieser Höhe hat es ihn von oben nach unten katapultiert. Aufgrund es geringen Wasserstandes war der Aufprall zumindest so, dass er dabei sein Bewusstsein verloren hat oder schon ums Leben gekommen ist. Anschließend hat ihn der Kite aufs offene Meer gezogen, ich war am Strand, die Rettungskräfte am Center haben alles versucht um schnellstmöglich vor Ort zu sein, aber es war leider zu spät. Ich kann und möchte da niemand einen Vorwurf machen, wer sich entscheidet bei solchen Bedingungen raus zu gehen, ist auch dafür verantwortlich. Alle die gestern am Strand waren, waren geschockt und emotional sehr angegriffen, wir haben einen Wassersportkollegen verloren und trauern um ihn, jeder auf seine eigene Weise, aber keinen hat das gestern kalt gelassen. Ich wünsche seiner Familie viel Kraft und Hilfe um das zu verarbeiten, leider kann man Unglücke nie ausschließen.

      • Interessant. Endlich mal ein paar Details.

        Ich bin Anfänger und nicht mehr der Jüngste. Klar würde ich bei solchen Bedingungen nicht aufs Wasser gehen. Aber auch bei weniger extremen Bedingungen, was kann man tun um sich nicht die Gräten zu brechen oder schlimmeres? Fuerte ist bekannt für seine böigen Winde und Kiten hat ja gerade den Vorteil dass man nicht so viel Wassertiefe braucht wie beim Windsurfen.

        Kleinerer Kite? (Grösseres) Board mit mehr Auftrieb, damit man dann auch mit weniger Power kiten kann? Helm? Gibt es eine Möglichkeit einen Kite sicher zu lösen wenn er einen rauszieht – auch unter Stress?

        Gibt es Kites die mit böigem Wind besser funktionieren als andere…?

        Fragen über Fragen. In den Kiteshops vor Ort war ich schon, da kriegt man nur das Material was halt grade da ist oder gar keins. Da sagt dir keiner: es gibt schon das und das, aber wir haben sowas nicht, kauf es wo anders…!

        Überlege daher es in Deutschland zu beschaffen und mitzubringen.

    • Im Netz wird grösstenteils behauptet dass man auch bei Bewusssein, kaum Chancen hat bei einem death loop das Ding loszuwerden.

      Wir landen einen Rover auf dem Mars, aber es gibt keine Notkupplung für Kites…echt jetzt?

      • Jeder Kite hat eine Notauslösung. Aber da spielen viele Faktoren eine Rolle ob man in einer Notsituation rechtzeitig drankommt und auslöst. Wenn der Kite einen durchs Wasser zieht kann es auch bei Bewusstsein passieren dass man nicht drankommt oder dass man mit anderen Problemen wie z.b. Luftholen beschäftigt ist.

        • deshalb ist es immer gut die safety leash vorne zu beschäftigen, statt hinten am Rücken. Dann steht die Chance zumindest etwas höher, sich vollständig trennen zu können. Zudem habe ich noch letztens drüber diskutiert, wie wichtig es ist, einen Leinencutter dabei zu haben 🙂

          Man rechnet zwar nie mit der Situation, aber es ist trotzdem gut, drauf vorbereitet zu sein ^^

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