Fuerteventura feiert, aber bitte mit Umweltbewusstsein!

Pena-con-conciencia

Auf Fuerteventura darf schon seit Monaten wieder uneingeschränkt gefeiert werden. Während sich die Veranstalter von Feierlichkeiten auf im vergangenen Jahr noch Gedanken über Abstand-Halten, Sitzordnung und Nachverfolgbarkeit machen mussten, können jetzt wieder andere Aspekte in den Vordergrund rücken.

Wo viele Menschen zusammenkommen und feiern, wird auch viel konsumiert und entsprechend viel Müll produziert.

Leider ist es für immer noch zu viele Fiesta-Besucher scheinbar selbstverständlich, leere Dosen, Flaschen und sonstige Verpackungen einfach fallen zu lassen, wo sie gerade stehen oder gehen.

Ein besonderes Problem ist dieses Verhalten auf einer Veranstaltung wie der romería, der Pilgerwanderung nach Vega de Rio Palmas, die anlässlich der Feierlichkeiten zu Ehren der Virgen der la Peña am 16. September 2022 stattfindet. Schließlich erfordert es einen riesigen Aufwand, um den Müll von tausenden von Menschen über eine Strecke von mehreren Kilometern wieder aus der Landschaft zu sammeln.

Kampagne und Video sollen für Umweltbewusstsein bei der romería sorgen

Unter dem Motto „Auf zur Peña mit Umweltbewusstsein!“ will die Inselregierung von Fuerteventura den Teilnehmern der anstehenden Großveranstaltung nahebringen, mit der Natur etwas respektvoller umzugehen. Dazu werben bekannte Persönlichkeiten Fuerteventuras wie z.B. Sportler für einige einfache, aber wesentliche Maßnahmen:

  1. Eine leere Tüte mitnehmen, um darin den eigenen Müll zu sammeln und diesen dann in die dafür vorgesehenen Mülltonnen oder – container zu entsorgen.
  2. Wiederverwendbare Flaschen und Verpackungen zu verwenden.
  3. Die vorhandenen Wege nicht zu verlassen und nicht querfeldein zu laufen, um die empfindliche Vegetation nicht zu zertrampeln.
Virgen de la Pena Fuerteventura 2022
Fuerteventura feiert, aber bitte mit Umweltbewusstsein! 4

Der Präsident der Inselregierung von Fuerteventura, Sergio Lloret will die Teilnehmer dazu animieren, „in diesem Jahr die Fiestas der Peña mit mehr Umweltbewusstsein als je zuvor zu genießen, damit die Wege zur Peña gleichermaßen schön und sauber glänzen“. Gleichzeitig dankte er allen Personen, die sich für die Umwelt einsetzen und allen freiwilligen Helfern bereits im Voraus.

Die Regierungsrätin für Umwelt, Lola García, mahnt zum „genussvollen aber gleichzeitig respektvollen“ Feiern: „Jede kleine Geste zählt und die einzigen Spuren, die wir auf dem Weg hinterlassen sollten, sind unsere Fußabdrücke“.

Hier ein Link zu dem Video (in spanischer Sprache): https://www.facebook.com/CabildoFTV/videos/1399378297556675

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2 Kommentare

  1. In Hinblick auf die zu erwartende Massenwanderung und anschließender Fiesta im Tal von Vega de Rio Palmas eine absolut begrüßenswerte Kampagne, vor allem darin lobenswert, dass vordergründig auf das Bewußtsein der Teilnehmer gesetzt wird und nicht die oft bemühte Verbotskeule hervorgeholt wird.

    Ich hatte das Glück, vor einigen Jahren schon mal an dieser Fiesta teilhaben zu können, damals war in meinen Augen aber das Mülltrennungsproblem sekundär…

    Dass das Bewußtsein für Ordnung und Sauberkeit aber heute bei weitem ausgeprägter ist, kann ich mit einem Beispiel aus eigener Erfahrung bestätigen, als ich am 4. Juni an der Romeria zum Berg Cardon teilnehmen konnte, wovon die Fuertezeitung auch berichtete.

    Abgesehen von dem eigentlichen Fest blieb eines in Erinnerung: die unfassbare Organisation der Veranstalter und unzähligen Helfer. Es wurden Hunderte Menschen mit nahezu allem versorgt, was für eine Fiesta notwendig ist, dennoch hatte man stets den Eindruck , nirgendwo Müll oder Abfall zu sehen. Unzählige blaue Müllsäcke waren überall angeschlagen und wurden selbstverständlich auch genutzt. Dazu brauchte es keine Schilder oder Aufforderungen.

    Da wir bis auf wenige Organisatoren tatsächlichen die letzten Besucher oben an der Kapelle waren, kann ich mich dafür verbürgen, wirklich nirgendwo und an keiner Stelle noch irgendwelche Abfälle wahrgenommen zu haben. Dagegen stets unermüdliche Helfer, welche gefüllte Säcke bergab trugen.

    Dafür nochmals meine Bewunderung und Respekt – man muss offenbar nicht immer mit den Weltrettungs- oder Ökovorträgen die Menschen maßregeln wollen…

    Wer seine Heimat liebt und und sie erhalten möchte, weiß ganz offensichtlich auch allein, was zu tun ist.

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