Neue Rettungshubschrauber-Flotte der Kanaren fliegt 171 Einsätze in den ersten 30 Tagen

Hubschrauber-Krankenhaus-Fuerteventura

Der neue auf Fuerteventura stationierte Rettungshubschrauber dürfte wohl eine der wichtigsten Errungenschaften im System der medizinischen Notfallversorgung der Insel der letzten Jahre sein. Wie wichtig eine moderne und verfügbare Flotte von Rettungshubschraubern, nicht nur auf Fuerteventura, sondern auf allen Kanarischen Inseln ist, zeigt die Zahl der Einsätze im ersten Monat nach Inkrafttreten des neuen Vertrags für den Hubschrauberrettungsdienst.

Der neue Dienst für medizinisch ausgestattete Hubschrauber des Kanarischen Notfalldienstes (Servicio de Urgencias Canario, SUC) hat im ersten Monat seines Bestehens insgesamt 171 Einsätze durchgeführt.

Der neue Vertrag, der am 22.03.2026 in Kraft trat, umfasst eine Investition von 39 Millionen Euro, verteilt über mehrere Jahre.

Der Vertrag beinhaltet unter anderem die feste Stationierung eines Hubschraubers auf Fuerteventura. Die neue Basis ergänzt die beiden bereits bestehenden Hubschrauberbasen auf Teneriffa und Gran Canaria und verbessert die medizinische Versorgung zwischen den Inseln deutlich.

Wichtigstes Einsatzszenario: Flüge zur Verlegung von Patienten zwischen Krankenhäusern

Laut Einsatzstatistik entfiel der Großteil der Einsätze, nämlich 150, auf Verlegungen von Patienten zwischen Krankenhäusern unterschiedlicher Versorgungsstufen. Diese Transporte sind vor allem dann notwendig, wenn Patienten aufgrund schwerer Erkrankungen oder Verletzungen spezialisierte medizinische Behandlung benötigen, die nicht in jedem Krankenhaus verfügbar ist. Während es auf Gran Canaria und Teneriffa Universitätskliniken mit sehr breiten Behandlungsmöglichkeiten gibt, können kleinere Krankenhäuser wie auf Fuerteventura und Lanzarote weder technisch noch personell auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Weitere 21 Einsätze betrafen die direkte Versorgung von Verletzten am Unfallort sowie deren anschließenden Transport in ein Krankenhaus.

Zu den besonders schweren Fällen gehörten zwei schwer verletzte Radfahrer, einer nach einem Sturz in einen Graben in der Gemeinde Vilaflor auf Teneriffa, ein weiterer nach einem Verkehrsunfall in Mogán auf Gran Canaria. Ebenso wurde der Hubschrauber bei einem schweren Unfall auf La Gomera eingesetzt, bei dem ein Touristenbus in der Gemeinde San Sebastián de La Gomera verunglückte und mehrere Personen schwer verletzt wurden.

Schnelle Hilfe auch in abgelegenen Gebieten

In allen Fällen erwies sich die Aktivierung der Hubschrauber durch die Koordinatoren des SUC als entscheidend, um die Reaktionszeiten deutlich zu verkürzen und eine schnelle sowie effektive medizinische Versorgung sicherzustellen. Die Alarmierung erfolgt über die Notrufzentrale durch medizinisches Fachpersonal, Ärzte und Pflegekräfte, je nach Bedarf und unabhängig von der jeweiligen Insel. Entscheidend sind dabei Verfügbarkeit und schnellstmögliche Einsatzbereitschaft.

Jeder der drei Hubschrauber ist mit einer Besatzung aus einem Kommandanten und einem Piloten ausgestattet. Hinzu kommt ein medizinisches Team, bestehend aus einem Arzt und einer Pflegekraft. Die Hubschrauber kommen sowohl bei dringenden Verlegungen zwischen Krankenhäusern als auch bei Rettungseinsätzen in schwer zugänglichen oder abgelegenen Gebieten zum Einsatz.

Mit der Stationierung eines Hubschraubers auf Fuerteventura wird insbesondere die Versorgung auf den östlichen Inseln weiter gestärkt, da Notfälle schneller erreicht und Patienten zügiger in spezialisierte Kliniken transportiert werden können.

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