Bürgermeister von Pájara übermittelt Zusage für baldigen Baubeginn der Marina Jandia

Yachthafen-Morro-Jable

Die Gemeinde Pájara hat am 29. September 2022 auf ihrer Webseite angekündigt, dass „in den nächsten Monaten die Bauarbeiten für den Sporthafen in Morro Jable im Süden von Fuerteventura beginnen werden“.

„So hat es der Bürgermeister Pedro Armas nach seinem Treffen mit Jóse Calero Rodríguez, dem Geschäftsführer des Unternehmens Calero Marinas bestätigt“, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde. José Calero Rodriguez habe versprochen, das „Projekt definitiv anzustoßen“.

Das Unternehmen hatte bereits in 2013 den Zuschlag für die Konzession für den Bau und die Bewirtschaftung des privaten Yachthafens „Marina Jandia“ erhalten.

„Wir haben es geschafft, dem Inhaber der Konzession das Versprechen abzuringen, endlich eines der illusioniertesten Vorhaben der letzten Jahre in Pájara Realität werden zu lassen. Seit Beginn der Legislaturperiode habe ich dieses Projekt wieder aufgegriffen, von dem wir der Ansicht sind, dass es für die größte und im Hinblick auf den Tourismus eine der bedeutendsten Gemeinden der Kanaren sehr nötig ist“, betonte der Bürgermeister.

„Wir sind die Gemeinde mit der längsten Küstenlinie ganz Spaniens, und trotzdem haben wir keinen Yachthafen, weshalb diese Nachricht einen Fortschritt für das sozioökonomische Wachstum für Pájara darstellt“, führte Armas weiter aus.

„Sobald wir über diese Infrastruktur verfügen, wird dies ein Meilenstein für das neue Tourismusmodell sein, an dem wird in der Gemeinde arbeiten, wobei wir uns Qualität und Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben haben“, erklärte Armas.

Der Bürgermeister hält das „Unternehmen Calero Marinas für eines der besten der Welt in diesem Sektor“ und zeigte sein vollstes Vertrauen, dass dieses Projekt vorankommt, so wie es versprochen wurde. Pedro Armas dankte auch dem Rat für öffentliche Bauten der kanarischen Regierung, Sebastián Franquis, der sich „persönlich verpflichtet hatte, dass Projekt auf den Weg zu bringen“ und der „ganz offensichtlich sein Wort gehalten hat“.

Zuletzt hatte der Bürgermeister von Pájara seine Hoffnung auf die Realisierung des Yachthafens im Süden von Fuerteventura im März 2021 ausgedrückt.

Marina Jandia schon auf der Unternehmenswebseite aufgeführt

Das Yachthafen-Projekt „Marina Jandia“ ist bereits auf der Webseite des Unternehmens Calero Marinas aufgeführt. Nach Angaben auf der Webseite sollen in dem Sporthafen 323 Liegeplätze für Sportboote zwischen 6 und 50 Metern entstehen. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern sollen Lokale für Gastronomie, Einzelhandel und Freizeit geschaffen werden.

Mit der „Marina Lanzarote“ in Arrecife und dem „Puerto Calero“ in Yaiza auf Lanzarote und der „Marina La Palma“ in Santa Cruz de La Palma betreibt das Unternehmen bereits drei Yachthäfen auf den Kanaren. Die „Marina Jandia“ wäre der 4. Sporthafen im Portfolio von Calero Marinas.

Auf eine Anfrage per Email hatte uns das Unternehmen bereits im Juli 2022 mitgeteilt, dass mit der Fertigstellung einer ersten Phase zum Ende des Jahres 2023 zu rechnen ist.

Das zukünftige Baugelände ist an Land bereits von einen Bauzaun umgeben.

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15 Kommentare

  1. ich bin der Meinung das es sinnvoller wäre über den Bau eines Krankenhauses hier im Süden nach zudenken ich glaube es war schön mal in Gesprächen aber vielleicht kommt ja noch mal eins in den nächsten Jahren

    • @ Petra
      Grundsätzlich haben Sie Recht.
      Aber sie verwechseln da was. Der Sporthafen ist ein Projekt der Gemeinde Pájara.
      Ein Krankenhaus wäre in der Zuständigkeit der Insel Regierung bzw. der canarischen Regierung.

      • Das stimmt so nicht ganz: Konzessionen für Häfen werden nicht von der Gemeinde vergeben. Dafür sind Behörden auf Ebene der kanarischen und der spanischen Zentralregierung zuständig. Auch das Thema Krankenhaus ist ausschließlich Sache der kanarischen Regierung, nicht des Cabildos. Die untergeordneten Administrationen können immer nur Wünsche oder Forderungen an die übergeordneten Stellen richten. Entscheiden kann eine Gemeinde bzgl. eines Hafens oder eines Krankenhauses dagegen praktisch nichts.

  2. Lieber Thomas,
    wir wissen ja alle, wie sehr dir die Tourismusförderung am Herzen liegt. Das ist schon angesichts des hiesigen Arbeitsmarkts verdienstvoll.
    Aber Segeln auf Fuerteventura? Mit einer Jolle vor dem Strand, klar! Aber mit einem Kielschiff? Da muss ich Jörg schon recht geben, das Kind hat kaum Chancen lebendig zur Welt zu kommen. Dein Verweis auf Lanzarote kann nicht überzeugen, denn Fuerteventura unterscheidet sich auch in dieser Hinsicht von Lanzarote erheblich. Kein Graciosa, kein Papagayo, überhaupt keine wirklich geschützten Ankerbuchten.
    Was will man also mit seinem Kielschiff hier anfangen? Segeln an der Westküste? Wohl kaum, oder wieviele Dickschiffe hast du schon vor La Pared gesehen? Ostküste? Bei NO-Passat an ca. 200 Tagen kein Spaß. Erst Recht entfällt die Nordküste, allein von Morro bis dorthin aufzukreuzen dürfte schon bei normaler Windlage über einen Tag dauern .Der Süden: Punta de Jandia mit den vorgelagerten Riffen ein Horror…
    Ja und dann die von dir bemühten Karibiksegler: vornehmliche Startzeit Oktober bis Dezember. Saisonnachfrage, die wohl kaum Grundlage einer seriösen Kalkulation sein kann, ohne dass es darauf ankommt, dass die Atlantiküberquerer sich ohnehin lieber auf den westlicheren Inseln ausrüsten und starten…
    Und schließlich: der Atlantik ist nicht die Ostsee, hier ist bei ständigen 20-25 Knoten Wind fünf Meilen vor der Küste, der sich durch den „Eckeneffekt“ noch schnell mal um 15 bis 20 Knoten steigern kann, Hochseekompetenz vonnöten. Summa summarum: keine attraktiven Ziele und das Segeln selbst ist weitgehend auch kein Vergnügen…

    • Ich glaube, dass der private Investor über diese Fragen schon sehr genau Gedanken gemacht haben wird, bevor er (seine eigenen) Millionen in die Hand nimmt, um ein solches Projekt zu realisieren. Genug Erfahrung mit Marinas auf den Kanaren hat der Konzessionär wohl auch. Die Marina in Jandia wird die 4. im Portfolio sein. Das Segeln ist sicher nur ein Aspekt in der Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Marina auf den Kanaren. Das wird leicht deutlich, wenn man sich den Boote-Mix in kanarischen Marinas anschaut: es gibt auch gaaaaanz viele Motorboote und darunter wiederum ganz viele Angelboote. Fuerteventura gilt als eines der besten Reviere der Welt für das Hochseeangeln und das ist bei den Canarios äußerst beliebt. Aus eigenen Recherchen weiß ich, dass Liegeplätze auf Fuerteventura für Boote über 10 Meter absolute Mangelware sind. Dasselbe gilt übrigens für alle anderen Inseln auch. Selbst in den wenig attraktiven staatlichen Häfen gibt es lange Wartelisten, obwohl der Service, der den Seefahrern geboten wird, unterirdisch ist. Ich würde übrigens nicht auf die Idee kommen, mit einer Jolle vor Fuerteventura zu segeln, sondern gerade wegen der Bedingungen nur mit einer hochseetauglichen Kielyacht oder Katamaran. Ich kenne übrigens mehrere Canarios, die sofort einen Liegeplatz in Morro Jable nehmen würden. Die würden dann am Wochenende oder in den Ferien mit der Fähre nach Fuerteventura kommen, um hier auszuspannen. Auf GC bekommen sie nämlich keinen Liegeplatz.

  3. Hallo Thomas,
    würde der „liebe Pedro Armas“ nicht so viele Zusagen erteilen die nahezu im Sand verlaufen. Beispiele hierfür eine Müllhalde Costa Calma…Grünzonen,Gehwege, allgemeine Sauberkeit lässt viele Wünsche offen. Am 21. Juni 2021 gab es die Veröffentlichung auf der Webseite der Gemeinde Pajara. Mittel die zur Verfügung stehen sollen für einfachste Verbesserung der Infrastruktur in La Pared eingesetzt werden. Erneuerung Wasserversorgung, Straßenbeleuchtung, sowie anständigen Strassenasphalt. Unterm Strich heiße Luft…wie eine Calima.

    • @ Jörg
      Sie dürfen eins nicht vergessen. Im nächsten Frühjahr sind Kommunalwahlen, da muss er ja rechtzeitig mit dem „Stimmenfang“ beginnen. Komischerweise sind die unangenhemen Themen wie „Wasserversorgung“ und „Palmenwald“ in der Versenkung verschwunden. So funktioniert nunmal Politik.

  4. … „Das Unternehmen hatte bereits in 2013 den Zuschlag für die Konzession für den Bau und die Bewirtschaftung des privaten Yachthafens „Marina Jandia“ erhalten….“

    Wahrlich, die Mühlen in Spanien malen und malen und malen … auch wenn man 2 Jahre Pandemie abzieht, sind Jahre ins Land bzw. auf die Insel gezogen …

    • Ja Werner A., das ist richtig, vieles dauert sehr, sehr lange. Allerdings ist die Verzögerung nicht nur den Behörden zuzuordnen. Das Unternehmen begann in 2015 ein Insolvenzverfahren, das in 2019 abgeschlossen werden konnte und den Fortbestand dank einer Einigung mit dem Gläubigern ermöglichte. Außerdem war der Firmeninhaber nach einem Todesfall in der Familie wohl psychisch sehr lange stark beeinträchtigt.

    • Warst Du schon mal in Puerto Calero, Marina de Lanzarote oder Marina Rubicón auf Lanzarote!? Auch das ist nicht Palma de Mallorca, aber diese Marinas sind ganz sicher das absolute Gegenteil von Totgeburten! Alle, die mit der Nautik-Branche in Spanien zu tun haben, werden Dir bestätigen, dass es auf den Kanaren und auch auf Fuerteventura eine riesige unbefriedigte Nachfrage nach Marina-Infrastruktur gibt. Wo wird denn ganzjährig und vor allem im Winter gesegelt? Ganz sich nicht in den Gewässern Mallorcas! Und von wo starten jedes Jahr hunderte, wenn nicht tausende von Seglern in die Karibik? Auch nicht von den Balearen!

      • @ Thomas Wolf
        Und wieder müssen sie den „Ahnungslosen“ die Situation erklären. Was treibt diese Menschen dazu in allem erst mal das Schlechte uu suchen. Ist es die Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben? Oder ist es die Unfähigkeit einmal etwas positiv zu sehen?
        Es fällt nur auf, das bei negativen Kommentaren immer die gleichen Namen zu lesen sind.

      • Tschüss ruhiges fuerteventura, …. das braucht doch kein Mensch….. Diskussionen bezüglich aldi und Co …mehr Läden gab es bereits. Mehr Hotels … jeder hat das Recht auf einen prunkvollen Hafen – Jedes Paradies welches zur zu viel erschlossenen wird, wird vernichtet!

        • @ Heike
          Genau richtig. Ab zurück in „alte Zeiten“. Fortschritt ist nicht erwünscht. Die Einheimischen sollen sich auf die Ziegenzucht und das pampern von „Paradies“ Touristen konzentrieren.

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