Dummer Dieb auf Fuerteventura schaltet gestohlene Handys nicht aus und wird von Polizei geortet

Diebstahl-Fuerteventura

Die Guardia Civil hat am 28. November 2022 auf Fuerteventura einen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, in ein touristisches Apartment eingedrungen zu sein und Geld und Elektronikgeräte im Gesamtwert von rund 2.500€ gestohlen zu haben.

Es handelt sich bei dem Tatverdächtigen um ein 40-Jährigen, der bereits zuvor wegen zahlreicher ähnlicher Eigentumsdelikte auffällig geworden ist.

Die Guardia Civil erhielt durch eine Strafanzeige Kenntnis von dem Diebstahl, die die Geschädigten am 15. November 2022 in der Wache in Puerto del Rosario erstatteten.

Die Geschädigten gaben an, nach dem Aufwachen festgestellt zu haben, dass ihr Geld und ihre Wertsachen sind nicht mehr dort befanden, wo sie vor dem Schlafengehen waren. Außerdem stellten sie fest, dass die Eingangstür offen war.

Unter den gestohlenen Gegenständen war unter anderem ein Hip-Bag (Hüfttasche), in dem die Opfer ihre Ausweise, Kreditkarten, Bargeld, ein elektronisches Buch und zwei Mobiltelefone der neuesten Generation im Gesamtwert von 2.500€ aufbewahrt hatten.

Der Dieb muss im Schutz der Dunkelheit über eine Schiebetür in das Apartment eingedrungen sein, die die Bewohner von innen nicht verriegelt hatten.

Polizeiliche Ermittlungen

Offenbar dachte der Dieb nicht daran, dass die Polizei auch auf Fuerteventura die Möglichkeit hat, gestohlene Mobiltelefone sehr einfach zu orten, sofern diese eingeschaltet sind und der Flugmodus nicht aktiviert ist. Grundsätzlich funktioniert eine Handortung auch ohne aktiviertes GPS über den Netzbetreiber. Mit aktiviertem GPS ist die Ortung jedoch einfacher und auch viel genauer.

Der Guardia Civil gelang es, die Smartphones in einer Apartmentanlage in Costa Antigua, rund 2,5 Kilometer von der Unterkunft der Bestohlenen entfernt, zu lokalisieren. Außerdem konnten die Beamten die Zeit der letzten Verbindung eines der beiden Handys eingrenzen. Mit diesem starken Indiz dafür, dass der Dieb in dieser Anlage wohnen könnte, sichteten die Ermittler die Aufnahmen der Überwachungskamera der Wohnanlage, auf denen sie einen Mann entdeckten, der in der Tatnacht mit einem Fahrrad und einem Gegenstand um den Hals, bei dem es sich um die gestohlene Hüfttasche handelt könnte, die Anlage betrat. Er war die einzige Person, die in dem relevanten Zeitfenster auf den Videoaufnahmen zu sehen war.

Anhand der Videoaufnahmen konnten die Beamten den Tatverdächtigen identifizieren und feststellen, dass er ihnen bereits bekannt war.

Die Ermittler rekonstruierten anhand der Handydaten die mögliche Fahrtroute zwischen Tatort und der Wohnung, in der sie das gestohlene Handy vermuteten, und stellten fest, dass das Bewegungsprofil zur Fortbewegung mit einem Fahrrad passte.

Am 22. November wurde das Telefon wieder eingeschaltet und lieferte denselben Standort wie zuvor. Es handelte sich dabei um die Wohnung des mutmaßlichen Diebes.

Am 28. November 2022 nahmen die Ermittler den Tatverdächtigen schließlich fest und fanden bei ihm den größten Teil der als gestohlen gemeldeten Gegenstände.

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