Wasserversorgung auf Fuerteventura: zahlreiche Rohrbrüche über die Feiertage

La-Herradura-Reparatur-Rohrbruch-Fuerteventura

Die Einwohner vieler Regionen auf Fuerteventura mussten über die Feiertage diverse Beeinträchtigungen bei der Wasserversorgung hinnehmen.

Offenbar war die Zahl der Defekte und Havarien so groß, dass sich der Wasserversorgungsverband von Fuerteventura (Consorcio de Abastecimiento de Aguas de Fuerteventura/ CAAF) in der Pflicht sah, am 05. frühen Nachmittag des Januar 2023 eine Pressemitteilung herauszugeben, um die betroffenen Bürger über die Lage zu informieren.

Darin hieß es: „Die Lieferungen, die von den Entsalzungsanlagen in Puerto del Rosario, Gran Tarajal und Corralejo abhängen, könnten in den nächsten Stunden weiterhin Verminderungen des Wasserdrucks erfahren“.

Weiterhin teilt das CAAF mit, dass man „währen der letzten Woche verschiedene Notfalleinsätze durchgeführt habe, um Reparaturen an den Entsalzungsanlagen und den zu den Produktionsanlagen gehörenden Infrastruktureinrichtungen der Wasserwerke von Puerto del Rosario, Gran Tarajal und Corralejo durchzuführen, was zu Lieferunterbrechungen und Reduzierungen des Wasserdrucks in verschiedenen Zonen der Insel geführt habe.

Obwohl alle diese Zwischenfälle bereits am 05. Januar 2023 gelöst waren, seien die Wasserstände in den Zwischenspeichern noch dabei, sich wieder zu erholen. Deshalb könnten die Abnehmer in den kommenden Tagen noch Druckverlusten bei der häuslichen Belieferung beobachten.

Defekte Pumpe in Puerto del Rosario

CAAF Meerwasserentsalzungsanlage Puerto del Rosario
Meerwasserentsalzungsanlage in Puerto del Rosario

Konkret seien in der Produktionsanlage von Puerto del Rosario während der vergangenen Woche Wartungsarbeiten durchgeführt worden.Zusätzlich habe man dann am 28. Dezember 2022 einen Schaden an der Hochdruckpumpe der Anlage entdeckt. Dies habe dazu geführt, dass der Druck im den Zwischenspeichern von La Herradura [bei Puerto del Rosario] zurückgegangen ist. Nachdem die Reparaturen abgeschlossen sind, sollen die Abnehmer in Puerto del Rosario Schritt für Schritt wieder eine Normalisierung des Wasserdrucks erfahren.

Rohrbruch einer Hauptleitung bei Gran Tarajal

Am 31. Dezember ereignete sich ein Rohbruch an einer Hauptleitung zwischen Gran Tarajal und Corral Blanco, weshalb die Wassertransport durch diese Leitung zwischen 16 und 22 Uhr abgestellt werden musste. Auch nach Abschluss der Reparatur werden die Hauptspeicher in Cardón, Tesejerague, Tarajalejo und La Lajita in den kommenden Tagen noch von einem verminderten Wasserstand betroffen sein.

Rohbruch bei Corralejo

Zu guter Letzt wurde am 4. Januar 2023 ein Rohrbruch an einer Hauptleitung zwischen der Entsalzungsanlage von Corralejo und den Tanks bei Morro Francisco entdeckt. Dies machte einen Stopp der Produktionsanlage erforderlich, um die Rohrleitungen zu entleeren und anschließend zu reparieren. Diese Havarie beeinträchtigte die Wasserlieferungen in einigen Bereichen von Corralejo und in Tamaragua.

Die Inselregierung von Fuerteventura und das CAAF baten die betroffene Bevölkerung um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten, die diese Schäden verursacht haben.

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3 Kommentare

  1. „wie lange geht das schon“
    für alles (auch für unwichtige überflüssige Vorhaben ) ist Geld genug da, nur nicht für wichtige notwendige Sachen. mit Wasserleitungen lässt sich schließlich auch keine Politik machen

    • Es ist ganz sicher kein Problem fehlenden Geldes. Und wer als Regierender auf Fuerteventura für eine stabile Wasserversorgung sorgt, dürfte sich vieler Wählerstimmen gewiss sein.

      • Egal wer im Mai an die Regierung kommt, wird als erstes mit sturen und scheinbar unfähigen Geschäftsleitungen der Wasserversorger zu kämpfen haben. In wieweit die Regierung hier Einfluss nehmen kann weiß ich nicht. Aber ein Austausch dieser Leute wäre ein erster Schritt.

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