Orcas im Süden von Fuerteventura gesichtet

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Im Süden von Fuerteventura ist es am 14.02.2023 bei touristischen Bootstouren zu einer ganz besonderen Begegnung gekommen. Die Teilnehmer auf mehrere Ausflugsbooten, darunter auch die Delfintour mit einem Festrumpfschlauchboot von Full Expirience und die Magic Dolphin, konnten ein für Fuerteventura sehr sehr seltenes Spektakel bewundern: Eine Gruppe von vier bis fünf Orcas konnte vom Boot aus beobachtet werden.

Orcas – Schwertwale

Der Orca, auch Schwertwal genannt, ist die größte Art der Delfine. Männliche Tiere (Schwertwalbullen) werden bis zu 9,8 Meter lang, die Kühe (weibliche Schwertwale) sind mit maximal 8,5m deutlich kleiner. Im Durchschnitt sind die Bullen ausgewachsen etwa 8,2m lang und die Kühe ca. 7m. Die Schwertwalbullen haben eine bis 1,8m hohe dreieckige Finne, die dem Tier den Namen „Schwertwal“ gab. Die Finne der weiblichen Tiere ist deutlich kleiner und bleibt unter einen Meter groß. Die Fluke (Schwanzflosse) der Orcas wird bis zu 2,8m breit und ist in der Mitte deutlich eingekerbt.
Das charakteristischste Merkmal der Orcas ist ihre schwarz-weiße Färbung. Der Rücken ist schwarz, der Bauch und ein Fleck hinter jedem Auge sind weiß gefärbt. Hinter der Finne ist eine Art Sattel grau gefärbt.

Schwertwale sind weltweit verbreitet, in tropischen Gewässern findet man ihn aber relativ selten. Die größten Population gibt es im Nordpazifik, Nordatlantik und in den Polarmeeren. Die Tiere leben meisten in relativer Küstennähe. In Europa findet man den Schwertwal insbesondere in Norwegen.

Killerwale

Orcas ernähren sich von Fisch und Fleisch, je nach Jagdgebiet in dem sie leben. Den Populärnamen „Killerwale“ tragen sie, weil sie der Spitzenräuber der Meere sind. Bei Untersuchungen wurden unzählige tote Tiere im Inneren der Wale gefunden, was wohl zum Populärnamen der Tiere geführt haben soll.

Aber letztlich geht es dem Orca bei der Jagd um nichts anderes als Fressen, obwohl bekannt ist, dass die Tiere häufig nicht das ganze Beutetier auffressen. Bei Pinguinen beispielsweise beschränken sie sich oft nur auf die Brustmuskulatur der Tiere.

Generell stehen auf dem Speiseplan der Orcas neben Fisch auch Kalamare, Tintenfische, Vögel, kleinere Wale, Robben oder Pinguine. Sogar Schildkrötenpanzer stellen für die kräftigen Kiefer der Tiere ein Hindernis dar. Orcas jagen in Verbänden und haben sich, je nach Lebensraum auf die Jagd bestimmter Beutetiere spezialisiert.

Die Tiere leben in Verbänden, die auf die sogenannte Mutterlinie zurück gehen. Die kleinsten Verbände bestehen aus einer Leitkuh mit ihren weiblichen Nachfahren sowie deren Kälbern. Darüber hinaus gibt es größere Verbände (Schulen) die darüber hinaus in den sogenannten Klans organisiert sind.

Wale und Delfine an den Küsten von Fuerteventura

Die Sichtung von Walen und Delfinen an den Küsten von Fuerteventura sind nicht selten, schließlich haben die Tiere hier ihren festen Lebensraum und wandern nicht etwa nur kurz vorbei. Am häufigsten ist der Streifendelfin vor Fuerteventura zu sehen. Er begleitet gerne die Boote bei ihren Ausflügen. Die Tiere leben in den sogenannten Schulen, einer größeren Ansammlung von Tieren. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, wenn die Delfine in der Bugwelle des Bootes schwimmen, oder vor oder neben dem Boot aus dem Wasser springen. Orcas hingegen sieht man ausnehmend selten vor Fuerteventura.

Walbeobachtungen auf den Kanaren sind streng reguliert

Die gewerblichen Ausflugsboote, von denen aus man Wale und Delfine beobachten kann, sind strengen Regeln unterworfen, die die Tiere und ihren Lebensraum schützen sollen. Während sich Delfine in der Regel selbst den Booten nähern und gerne in der Bugwelle schwimmen, gibt es andere Walarten, die eher ihre Ruhe haben wollen. Diesen dürfen sich die Boote nicht zu sehr nähern. Oft schalten die Kapitäne dann auch den Motor ab, um die Tiere nicht zu stressen.
Das Schwimmen mit Walen oder Delfinen ist auf den Kanaren verboten. Auch das soll die Tiere schützen, da es Untersuchungen gibt, nach denen sich diese Art der ständigen Interaktion negativ auf die Gesundheit der Tiere auswirken soll. Außerdem werden die Tiere meist erst in einiger Distanz zur Küste gesichtet und kein Kapitän würde seine Gäste auf hoher See zum Schwimmen von Bord lassen.

Die von der kanarischen Regierung zertifizierten Walbeobachtungsboote haben eine Flagge, mit der sie nachweisen, dass die Kapitäne entsprechend geschult sind.

Wer jetzt Lust auf einen Bootsausflug bekommen hat, kann sich bei Fuerteventura Aktiv (Telefon und WhatsApp: 0034 619374749, www.fuerteventura-aktiv.com) beraten lassen. Hier findet Ihr Bootsausflüge für alle Altersgruppen. Von Delfintouren im kleineren Boot bis zu exklusiven Katamarantouren oder einer Tour mit einem Motorboot quasi für Euch alleine, ist alles im Angebot.

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