Ermittlungen nach Tod einer italienischen Touristin auf Fuerteventura

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Der Tod einer 47jähirgen italienischen Urlauberin auf Fuerteventura wirft Fragen zum Ablauf ihrer medizinischen Behandlung auf der Insel auf. Die Frau war am 02.01.2026 in ihrer gemieteten Ferienwohnung tot aufgefunden worden, nachdem sie am 31.12.25 gleich zwei Mal in der Notaufnahme in Corralejo ärztlich behandelt worden war. Die Ermittlungen der spanischen Justiz konzentrieren sich derzeit auf die Geschehnisse im Gesundheitszentrum von Corralejo sowie auf die medizinische Versorgung der Frau vor ihrem Tod.

Autopsie und Sicherstellung medizinischer Unterlagen angeordnet

Wie die italienische Tageszeitung „La Nazione“ berichtet, haben die spanischen Justizbehörden eine Autopsie angeordnet, um zu klären, ob es sich bei dem Tod der Touristin um einen tragischen Unglücksfall oder um einen möglichen Fall medizinischer Fahrlässigkeit handelt. In diesem Zusammenhang wurden die beiden medizinischen Berichte sichergestellt, die während der Behandlung der Frau in der Notaufnahme des Centro de Salud von Corralejo erstellt wurden. Die Unterlagen sollen Aufschluss über den Ablauf der ärztlichen Versorgung geben.

Reise nach Fuerteventura und erste gesundheitliche Beschwerden

Nach Angaben von „La Nazione“ war die Verstorbene, Letizia C., als Vertriebsmitarbeiterin eines Lebensmittelunternehmens tätig und reiste in der Nacht zum 31. Dezember von Pisa nach Fuerteventura. Ziel der Reise waren einige Tage Erholung und Sonne, um dem Winter in Italien zu entkommen. Sie hatte ein Apartment in Corralejo gemietet und wollte Zeit mit einem Bekannten auf der Insel verbringen.

Unmittelbar nach der Landung soll sich die Frau unwohl gefühlt haben. Ihr Bekannter Walter, ein aus Florenz stammender und auf Fuerteventura lebender Italiener, begleitete sie daraufhin in die Notaufnahme. Dort wurde die Frau behandelt und dann nach Hause geschickt. Trotz dieser ersten Behandlung hielten die Beschwerden an, sodass Letizia am selben Tag erneut medizinische Hilfe in Anspruch nahm.

Zweiter Krankenhausbesuch und Entlassung

Am Nachmittag wurde Letizia Ciampi nach Angaben der italienischen Zeitung mit einem Rettungswagen erneut in die Notaufnahme des Gesundheitszentrums von Corralejo gebracht. Dort erhielt sie eine Infusion sowie ein ärztliches Rezept und wurde anschließend wieder entlassen. Andere Medien berichten außerdem von einer Röntgenaufnahme. Über den genauen Inhalt der medizinischen Berichte und die Diagnose ist bislang nichts bekannt, da diese nun Bestandteil der laufenden Ermittlungen sind.

Letzter Kontakt und Auffinden der Verstorbenen

Am Silvesterabend schrieb die Frau eine letzte Nachricht an ihren Bekannten, in der sie mitteilte, dass sie sich nicht in der Lage fühle, an einem gemeinsamen Abendessen teilzunehmen. Die beiden wollten am folgenden Morgen erneut miteinander sprechen. Nach einer WhatsApp Nachricht um 22.57 Uhr brach jedoch jeglicher Kontakt ab. Weder ihr Freund auf der Insel noch Freunde und Familie in anderen Ländern erhielten weitere Lebenszeichen.

Den ganzen ersten Januar soll der Bekannte versucht haben, die Eigentümerin des Apartment zu finden, da er nicht wusste, wem das Apartment gehörte. Am 02. Januar fand er diese letztendlich, sie konnte aber die Tür trotz Zweitschlüssels nicht öffnen, da die Tür von innen verschlossen war. Letztlich musste die Feuerwehr die Tür aufbrechen. Die Frau wurde leblos auf dem Bett liegend vorgefunden. Nach Angaben von “La Nazione” lag sie dort in einer „zusammengerollten Haltung, mit einigen Blutstropfen auf den Laken und ohne Atmung“.

Weitere Ermittlungen angekündigt

Laut dem Bericht der italienischen Zeitung hat die Polizei die medizinischen Unterlagen aus dem Gesundheitszentrum von Corralejo beschlagnahmt. Zudem ist vorgesehen, die behandelnden Ärzte zu befragen, sobald die Ergebnisse der Autopsie vorliegen. Erst danach soll beurteilt werden, ob Hinweise auf eine mögliche Fahrlässigkeit vorliegen oder ob andere Ursachen für den Tod verantwortlich waren.

Die Ermittlungen dauern an, ein abschließendes Ergebnis liegt bislang nicht vor.

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