Die Inselregierung von Fuerteventura (Cabildo) hat ihre Maßnahmen gegen invasive Pflanzenarten im Naturraum El Saladar de Jandía deutlich verstärkt. Dies gab das Cabildo am 23.04.2026 in einer Pressemitteilung bekannt.
Ziel ist es, die Ausbreitung gebietsfremder Arten einzudämmen, die die Entwicklung einheimischer Pflanzen behindern. Die Arbeiten vor Ort haben bereits begonnen und werden durch Mittel des europäischen Förderprogramms „Programa Canarias Feder 2021-2027“ unterstützt.
Die Präsidentin des Cabildo, Lola García, hob hervor, dass die Inselverwaltung gezielt Maßnahmen ergreift, um invasive Arten zurückzudrängen und gleichzeitig die Wiederansiedlung heimischer Flora zu fördern. Beim Saladar de Jandía handelt es sich um einen einzigartigen Naturraum, der als das ökologisch bedeutendste Feuchtgebiet der Kanarischen Inseln gilt.
Unterstützung durch Gesplan und frühere Pilotprojekte
Die Umsetzung erfolgt über den Umweltservice des Cabildo unter der Leitung von Carlos Rodríguez. Dabei kommen Personal und Ressourcen des öffentlichen Unternehmens Gestión y Planeamiento Territorial y Medioambiental (Gesplan) zum Einsatz. Vor einigen Monaten wurde bereits im Rahmen des Programms „Fuerteventura, bonita por naturaleza“ („Fuerteventura, von Natur aus schön“) ein Pilotprojekt durchgeführt, dessen Erkenntnisse nun in die aktuelle Maßnahme eingeflossen sind.
Neue Methode zur Bekämpfung des invasiven Schilfrohrs
Im Mittelpunkt des aktuellen Projekts steht die Bekämpfung invasiver Arten wie Calotropis [Oscher], Pfahlrohr und insbesondere Schilfrohr.
Im Saladar de Jandía wird dabei eine neue Technik angewendet. Das Schilfrohr wird zunächst bodennah abgeschnitten. Anschließend werden spezielle Folien ausgelegt, die verhindern sollen, dass die Pflanze erneut austreibt.
Wiederherstellung der natürlichen Vegetation
Nach erfolgreicher Kontrolle der Wiederverbreitung des Schilfrohrs ist vorgesehen, die natürliche Vegetation gezielt zu fördern, damit die einheimischen Pflanzenarten die zuvor besetzten Flächen zurückerobern können. Die Arbeiten sind auf eine Dauer von sechs Monaten angelegt und umfassen eine Fläche von rund 2.000 Quadratmetern.
Das Projekt ist Teil des europäischen Förderrahmens „Programa Canarias Feder 2021-2027“, konkret im Rahmen des spezifischen Ziels RSO2.4.
Dieses sieht Maßnahmen vor, die der Anpassung an den Klimawandel dienen, Katastrophenrisiken vorbeugen und die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen stärken.
Damit leistet das Vorhaben auf Fuerteventura nicht nur einen Beitrag zum Naturschutz, sondern auch zur langfristigen Sicherung empfindlicher Lebensräume auf der Insel.
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