Das Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) erinnert die Bevölkerung und Besucher der Insel an den Schutz der heimischen Tierwelt während der sensiblen Brut- und Aufzuchtzeit. Wie die Umweltabteilung, spanisch „Consejería de Medio Ambiente“, unter der Leitung von Carlos Rodríguez am 9. April 2026 mitteilte, befinden sich die viele Tiere derzeit in ihrer wichtigsten Phase des Jahres.
Brutzeit erfordert besondere Vorsicht
Vor allem bei Steppen- und Greifvögeln dauert diese sensible Zeit noch bis Juli an. In diesen Monaten reagieren viele Arten besonders empfindlich auf Störungen. Bereits kleine Eingriffe in ihren Lebensraum können den Fortpflanzungserfolg beeinträchtigen und langfristig negative Auswirkungen auf die Bestände haben.
Vor diesem Hintergrund appelliert das Cabildo an die Verantwortung aller, die sich auf Fuerteventura in der Natur aufhalten. Ziel ist es, die natürlichen Lebensräume zu bewahren und den Fortbestand der Arten zu sichern.
Auf den Wegen bleiben und Tiere schützen
Die Umweltabteilung weist darauf hin, dass Wanderer, Biker oder Spaziergänger die ausgewiesenen Wege nicht verlassen sollten. Viele Vögel nisten direkt am Boden, ihre Gelege sind oft kaum zu erkennen und können unbeabsichtigt zerstört werden.
Auch Haustiere stellen ein Risiko dar, wenn sie frei laufen. Daher gilt in Schutzgebieten die Pflicht, Hunde stets angeleint zu führen, um Störungen oder Schäden an der Tierwelt zu vermeiden. Darüber hinaus wird empfohlen, scheinbar verlassene Jungtiere nicht anzufassen oder mitzunehmen, da sich die Elterntiere in der Regel in der Nähe aufhalten. Ein Eingreifen durch den Menschen kann die Überlebenschancen der Tiere erheblich verschlechtern.
Sperrungen in besonders sensiblen Bereichen
Zum Schutz besonders empfindlicher Gebiete hat das Cabildo zudem verschiedene Wege und Zonen vorübergehend gesperrt. Diese Maßnahmen dienen dazu, die Tiere während der Brut- und Aufzuchtzeit möglichst wenig zu stören. Die entsprechende Beschilderung ist verbindlich zu beachten.
Carlos Rodríguez betont, „wir befinden uns in einem entscheidenden Moment für den Erhalt unserer Biodiversität. Deshalb ist es wichtig, mit Respekt und Vorsicht durch die Natur zu gehen. Die Mithilfe der Bevölkerung ist unerlässlich, um den Fortpflanzungserfolg unserer Arten zu sichern“.
Hohe Strafen bei Verstößen
Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit und können mit Geldbußen zwischen 100 Euro und 200.000 Euro geahndet werden, gemäß den geltenden Vorschriften zum Schutz von Naturerbe und Biodiversität.
Mit diesem eindringlichen Hinweis unterstreicht das Cabildo die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur. Gerade in der aktuellen Phase kann rücksichtsvolles Verhalten entscheidend dazu beitragen, die einzigartige Tierwelt auf Fuerteventura langfristig zu erhalten.
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