Am 23.04.2026 hat die Generalversammlung des Inselwasserrates von Fuerteventura, Consejo Insular de Aguas de Fuerteventura, CIAF, einstimmig die Lage der geplanten Entsalzungsanlage im Süden der Insel festgelegt. Der neue Standort befindet sich in der Zone Matas Blancas bei Costa Calma in der Gemeinde Pájara.
Mit dieser Entscheidung wird ein zentraler Schritt umgesetzt, damit das Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) und die kanarische Regierung mit der konkreten Projektplanung beginnen können. Ziel ist es, die Wasserproduktion stärker zu verteilen und die Versorgung auf Fuerteventura nachhaltig zu verbessern.
Entlastung für den Süden der Insel
Die Präsidentin des Cabildo de Fuerteventura, Lola García, erklärte, dass die Errichtung einer Entsalzungsanlage im Süden zu den wichtigsten Maßnahmen innerhalb der aktuellen Planungen gehört. Durch die neue Infrastruktur soll die bisher starke Abhängigkeit von Puerto del Rosario reduziert und die Wasserversorgung auf der gesamten Insel stabilisiert werden.
García betonte, dass dieses Projekt von Anfang an höchste Priorität hatte. Mit der Festlegung des Standorts auf Grundlage technischer Kriterien könne nun die Ausarbeitung des Basisprojekts weiter vorangetrieben werden, ebenso wie die notwendigen administrativen Schritte bis zur späteren Umsetzung.
Enge Zusammenarbeit der Institutionen
Nach Angaben der Inselpräsidentin wurde dieser Fortschritt durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Cabildo de Fuerteventura und der kanarischen Regierung und unter Beteiligung der Gemeinde Pájara möglich.
Der für Wasser verantwortliche Regierungsrat im Cabildo, Adargoma Hernández, erklärte, dass die Anlage bereits im Wasserversorgungsplan, Plan Hidrológico Insular, vorgesehen sei. Die Standortwahl basiert auf technischen Studien, die im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der kanarischen Regierung durch das Instituto Tecnológico de Canarias, ITC, durchgeführt wurden.
Hernández hob zudem die wichtige Rolle der Gemeinde Pájara hervor, die das Projekt aktiv unterstützt. Die neue Anlage soll dazu beitragen, der steigenden Nachfrage nach Wasser auf Fuerteventura gerecht zu werden.
Technische Kriterien und Kapazität
Die geplante Entsalzungsanlage, Estación Desaladora de Agua de Mar, EDAM, wird in der Anfangsphase eine Produktionskapazität von etwa 10.000 bis 15.000 Kubikmetern Wasser pro Tag erreichen, mit der Möglichkeit einer späteren Erweiterung.
Die Standortentscheidung für Matas Blancas erfolgte auf Grundlage verschiedener technischer Kriterien, darunter die Verkehrsanbindung, die Zugänglichkeit, die vorhandene Nutzung der Fläche, die Energieversorgung sowie die Möglichkeit zur Integration erneuerbarer Energien. Auch die Bodenbeschaffenheit spielte eine wichtige Rolle.
Zudem wurden sensible Schutzgebiete wie Vogelschutzgebiete, Zonas de Especial Protección para las Aves, ZEPA, Schutzgebiete, Zonas Especiales de Conservación, ZEC, sowie Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung, Lugares de Importancia Comunitaria, LIC, und mögliche Überschwemmungsrisiken berücksichtigt.
Fortschritt für die Zukunft der Insel
Der Generaldirektor für Wasser der kanarischen Regierung, José García Leal, bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Fortschritt für die Sicherung der Wasserversorgung auf Fuerteventura, insbesondere im Süden der Insel, wo der Bedarf weiter steigt.
Er betonte die Bedeutung langfristig geplanter und solider Infrastrukturen, um eine zuverlässige Versorgung zu gewährleisten und kurzfristige Lösungen zu vermeiden.
Nächste Schritte
Nach der Standortfestlegung wird der Beschluss an die zuständige Abteilung der kanarischen Regierung, Consejería de Política Territorial, Cohesión Territorial y Aguas, übermittelt. Dort werden nun die weiteren Arbeiten und Verwaltungsverfahren zur Ausarbeitung des Projekts eingeleitet.
Diese Schritte sind Voraussetzung für die spätere Genehmigung, Ausschreibung und Umsetzung der Bauarbeiten der neuen Entsalzungsanlage, die künftig eine zentrale Rolle für die Wasserversorgung auf Fuerteventura spielen soll.
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