Die Guardia Civil hat zwei Personen als mutmaßliche Täter von insgesamt sieben Einbruchsdiebstählen sowie einem weiteren Diebstahlsdelikt in der Gemeinde Pájara im Süden von Fuerteventura festgenommen.
Die mutmaßlichen Täter sollen sich durch Fassadenklettern Zugang zu den Hotelzimmern ihrer Opfer verschafft haben.
Die Ermittlungen wurden Anfang Januar 2026 eingeleitet, nachdem mehrere Anzeigen wegen Diebstählen in touristischen Unterkünften bei der Guardia Civil eingegangen waren.
Täter gingen nachts auf Beutezug
Nach Angaben der Ermittler ereigneten sich die Einbrüche überwiegend nachts, während die Gäste schliefen. Betroffen waren vor allem Kunden einer bestimmten Hotelanlage, deren Namen die Guardia Civil jedoch nicht bekannt gab. Die Täter nutzten gezielt die Ruhezeiten der Urlauber aus, um sich Zugang zu den Zimmern zu verschaffen und Wertgegenstände zu entwenden.
Im Zuge der Ermittlungen konnten die Beamten ein wiederkehrendes Muster erkennen, was die Identifizierung der mutmaßlichen Täter erleichterte. In einem der Fälle wurde auch ein tragbarer Computer entwendet, auf dem sich sensible Daten der spanischen Zentralbank „Banco de España“ befunden haben sollen.
Videoaufnahmen und Ortung führten zu Verdächtigen
Die Auswertung von Überwachungskameras spielte eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung der Fälle. Dadurch konnte das bei den Taten verwendete Fahrzeug identifiziert werden, was die Ermittlungen gezielt auf die Spur der später festgenommenen Personen führte.
Einer der Geschädigten erklärte in seiner Anzeige, dass sich unter den gestohlenen Gegenständen ein elektronisches Gerät mit der Möglichkeit zur Geolokalisierung befand. Das ausgesendete Signal führte die Beamten direkt zur Wohnung eines der Verdächtigen in Morro Jable.
Polizeieinsatz führte zur Festnahme
Auf Grundlage dieser Hinweise wurde ein Einsatz an der entsprechenden Adresse vorbereitet. Während der Observation beobachteten die Beamten eine Frau, die ehemalige Partnerin des Hauptverdächtigen, wie sie mit einem Rucksack die Garage des Gebäudes betrat. Nachdem sie das Gebäude wieder verlassen hatte, wurde sie von den Beamten verfolgt, während diese gleichzeitig Kontakt zu einem der Opfer hielten.
Das Opfer bestätigte in Echtzeit, dass das Ortungssignal des gestohlenen Geräts mit der Route der Frau übereinstimmte. Nach dem Zugriff übergab die Verdächtige das Gerät freiwillig. Bei einer anschließenden Durchsuchung wurde auch der Rucksack aufgefunden, in dem sich weiteres gestohlenes Computermaterial befand.
Verfahren vor Gericht eingeleitet
Die beiden Festgenommenen wurden dem zuständigen Gericht überstellt. Die Ermittlungsakten gingen an das Untersuchungsgericht in Bereitschaft in Puerto del Rosario.
Die Guardia Civil teilte mit, dass die Ermittlungen weiterhin andauern, um weitere gestohlene Gegenstände sicherzustellen. Zudem werden im Rahmen des Verfahrens weitere Festnahmen nicht ausgeschlossen.
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