Fuerteventura, starkes Erdbeben im Atlantik vor den Kanaren registriert

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Das spanische Geografische Institut „Instituto Geográfico Nacional“, IGN, hat am 22.05.2026 um 09.50 Uhr kanarischer Ortszeit ein Erdbeben im Atlantik vor den Kanaren registriert. Nach den veröffentlichten Daten erreichte das Beben eine Magnitude von 4,8 mbLg und ereignete sich in einer Tiefe von 30 Kilometern. Das Epizentrum lag bei den Koordinaten 28.7130 Nord und 15.2282 West im Bereich „Atlántico Canarias“ zwischen den Inseln Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura. Die maximale Intensität wurde mit III angegeben.

Nach den bislang verfügbaren Daten handelt es sich um das mit Abstand stärkste registrierte Erdbeben der vergangenen 30 Tage im Bereich der Kanaren. Das Beben wurde laut spanischen Medienberichten von zahlreichen Bewohnern auf Teneriffa und Gran Canaria wahrgenommen. Auch auf Fuerteventura berichteten Bewohner vereinzelt über ein dumpfes Geräusch wie ein Donnerschlag oder leichte Erschütterungen. Wir selbst in der Redaktion haben das Beben als eine Art Donnerschlag wahrgenommen, der Boden, Fenster und Türen haben vibriert.
Schäden wurden bislang nicht gemeldet.

Erdbebenregion zwischen den Inseln bekannt

Der Bereich zwischen Teneriffa und Gran Canaria gehört zu den aktivsten seismischen Zonen der Kanaren. Dort befindet sich auch die als „Volcán de Enmedio“ bekannte Unterwasserregion, in der regelmäßig kleinere und mittlere Erdbeben registriert werden. Nach Angaben des IGN werden in diesem Gebiet jedes Jahr mehrere hundert seismische Ereignisse gemessen.

Bereits am 26.02.2026 war zwischen Teneriffa und Gran Canaria ein Erdbeben der Stärke 4,1 registriert worden, das auf mehreren Inseln deutlich gespürt wurde. Auch am 09.04.2026 wurde in derselben Region ein weiteres Beben der Magnitude 3,5 gemessen. Das jetzt registrierte Beben vom 22.05.2026 gehört damit zu den stärksten Erschütterungen der vergangenen Monate im Bereich der Kanaren.

IGN überwacht seismische Aktivität dauerhaft

Das „Instituto Geográfico Nacional“ überwacht die seismische Aktivität auf den Kanaren permanent über ein Netz aus Messstationen und veröffentlicht aktuelle Daten auf seiner offiziellen Internetseite. Nach Angaben des IGN unterliegen die Daten fortlaufenden Überprüfungen und können nachträglich angepasst werden.

Die Intensität III auf der europäischen Makroseismikskala EMS bedeutet normalerweise, dass das Erdbeben innerhalb von Gebäuden deutlich wahrgenommen werden kann, jedoch in der Regel keine Schäden verursacht. Viele Menschen empfinden dabei leichte Vibrationen, schwankende Gegenstände oder dumpfe Geräusche.

Keine Hinweise auf vulkanische Gefahr

Mehrere Medien und Experten weisen darauf hin, dass die Erdbeben in der Region nach aktuellem Stand nicht mit vulkanischer Aktivität auf den Kanaren in Verbindung gebracht werden. Laut bisherigen wissenschaftlichen Einschätzungen handelt es sich vermutlich um tektonische Bewegungen im Bereich geologischer Störungszonen zwischen den Inseln.

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