Mehrere technische Störungen an zwei Entsalzungsmodulen der Meerwasserentsalzungsanlage (EDAM) von Puerto del Rosario haben am Wochenende des 24. Mai 2026 zu einem deutlichen Rückgang der Wasserreserven auf Fuerteventura geführt. Dadurch kommt es in einigen Gebieten der Insel zu Unterbrechungen oder Einschränkungen bei der Wasserversorgung.
Wie mitgeteilt wurde, arbeiten die Techniker des „Konsortium für Wasserversorgung“ („Consorcio de Abastecimiento de Agua de Fuerteventura“/ CAAF) ohne Unterbrechung daran, die Störungen so schnell wie möglich zu beheben. Im Anschluss sollen die Wasserreserven auf der gesamten Insel schrittweise wiederhergestellt werden.
Von den Problemen betroffen sind derzeit verschiedene Zonen auf Fuerteventura, in denen die Wasserversorgung zeitweise ausfällt oder mit geringerem Druck erfolgt. Weitere Einzelheiten zu den betroffenen Orten wurden bislang nicht bekanntgegeben.
Haushalte sollten über eigene Wasserreserven verfügen
Laut Bauvorschriften müssen Haushalte auf Fuerteventura über eine eigene Wasserreserve verfügen, um die Versorgung für mindestens 3 Tage aufrecht zu erhalten, auch wenn von außen kein Wasser nachgeliefert wird.
Daher sollten Verbraucher, deren Immobilie den Bauvorschriften entspricht und deren System zur Wasserspeicherung einwandfrei funktioniert, von einer kurzfristigen Unterbrechung der Wasserlieferungen gar nichts mitbekommen. Dennoch ist es natürlich gut zu wissen, wenn die Wasserlieferungen ausfallen bzw. beeinträchtigt sind, damit die betroffenen Abnehmer sparsam mit ihrer Reserve umgehen.
Zentralisiertes Wassersystem ist Störungsanfällig
Das Leitungswasser auf Fuerteventura stammt zu 100% aus Meerwasserentsalzungsanlagen. Dabei konzentriert sich der größte Teil der Produktion auf die jetzt von der Störung betroffenen Anlage in Puerto del Rosario. Diese Zentralisierung macht die Versorgung störungsanfällig. Weitere kleinere Anlagen betreibt das CAAF in Gran Tarajal und Corralejo.
Für die nahe Zukunft ist der Bau einer weiteren Meerwasserentsalzungsanlage in Matas Blancas nördlich von Costa Calma im Süden von Fuerteventura geplant. Dadurch soll die Zentralisierung des Wassersystems vermindert und die Versorgungssicherheit im Süden der Insel verbessert werden.
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