Der Fund einer toten Ziege hat in der Ortschaft Agua de Bueyes im Gemeindegebiet von Antigua zu Empörung der Anwohner geführt. Der Grund: Der Kadaver verbreitete einen unerträglichen Verwesungsgeruch und war neben einem Müllcontainer abgelegt worden.
Der Bürgermeister von Antigua, Juan Cabrera, nahm den Vorfall zum Anlass, um die Einwohner der Gemeinde zu mehr Umweltbewusstsein, Verantwortungsgefühl und zur Einhaltung der geltenden Vorschriften aufgerufen.
Die Gemeindepolizei von Antigua hat Ermittlungen aufgenommen, um den Verantwortlichen für die unsachgemäße Entsorgung des Tierkadavers zu identifizieren und eine entsprechende Anzeige zu erstatten.
Kennzeichnung könnte Hinweise auf Halter geben
Für die Ermittlungen könnte die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung von Nutztieren von Bedeutung sein.
Schafe und Ziegen müssen in Spanien grundsätzlich individuell gekennzeichnet und registriert werden. Bei erwachsenen Ziegen erfolgt dies normalerweise durch eine sichtbare Ohrmarke sowie eine elektronische Kennzeichnung, beispielsweise durch einen elektronischen Transponder oder Pansenbolus.
Sofern eine solche Kennzeichnung bei dem Kadaver noch vorhanden und auslesbar ist, könnte sie Hinweise auf die Herkunft und den registrierten Halter des Tieres liefern. Daraus lässt sich allerdings nicht automatisch schließen, dass der registrierte Halter den Kadaver auch neben den Müllcontainern abgelegt hat.
Anwohner alarmieren Gemeindepolizei
Auf den Vorfall aufmerksam wurden zunächst Einwohner von Agua de Bueyes. Im Bereich der Müllcontainer hatte sich ein starker Verwesungsgeruch ausgebreitet. Die Anwohner verständigten daraufhin die Gemeindepolizei von Antigua.
Bei der Überprüfung des Bereichs stellten die Beamten fest, dass sich außerhalb eines Müllcontainers eine tote Ziege befand. Das Tier war bereits stark verwest. Nach Angaben der Gemeinde befand sich bei dem Tier außerdem ein Sack.
Die Gemeindepolizei leitete nach dem Fund Ermittlungen ein. Diese sollen klären, wer für die Ablagerung des Tierkadavers verantwortlich ist. Gegen den Verantwortlichen soll anschließend die entsprechende Anzeige erstattet werden.
Bürgermeister fordert Einhaltung der Vorschriften
Bürgermeister Juan Cabrera nahm den Vorfall zum Anlass, die Einwohner der Gemeinde zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit der Umwelt aufzurufen. Er fordert mehr Umweltbewusstsein, Rücksichtnahme und Verantwortungsgefühl.
Insbesondere weist Cabrera darauf hin, dass tote Tiere nicht neben gewöhnlichen Müllcontainern entsorgt werden dürfen. Stattdessen müssten Tiere beziehungsweise Tierkadaver entsprechend den geltenden Vorschriften zum Schlachthof, zu einem Wertstoffhof oder zu anderen dafür vorgesehenen Stellen gebracht werden.
Die ordnungsgemäße Entsorgung diene nicht nur dem Umweltschutz. Sie sei auch wichtig für das Zusammenleben und die Lebensqualität in den Ortschaften der Gemeinde. Unsachgemäß abgelegte Tierkadaver können insbesondere durch den Gestank zu erheblichen Belästigungen führen und Insekten und andere Tiere anlocken.
„Ein Einzelfall“
Cabrera betonte zugleich, dass es sich nach Einschätzung der Gemeinde um einen isolierten Vorfall handelt. Dennoch wolle man diesen nutzen, um für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren und Umwelt zu sensibilisieren.
„Dies ist ein Einzelfall, aber wir bitten die Einwohner um ein größeres Umweltbewusstsein im Zusammenhang mit Tieren und um ein Engagement für unsere Umgebung, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren und auf Nachhaltigkeit sowie ein moderneres und respektvolleres Leben in unseren Ortschaften zu setzen“, erklärte Juan Cabrera.
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