Die Wetterlage auf Fuerteventura verschärft sich weiter. Nachdem die spanische staatliche Wetteragentur AEMET (Agencia Estatal de Meteorología) zunächst für den 14. September 2026 Wetterwarnungen wegen hoher Temperaturen und intensiver Calima herausgegeben hatte, hat sie die Warnungen inzwischen bis zum 15. September 2026 verlängert. Über die ursprünglichen Warnungen hatte die Fuerteventura-Zeitung bereits am 13. September 2026 berichtet.
Gleichzeitig hat die kanarische Regierung, basierend auf den Wetterdaten der AEMET und weiterer Quellen, zwei Vorwarnstufen für den gesamten Archipel ausgerufen. Neben der bereits seit 0.00 Uhr am 14. September 2026 geltenden Vorwarnstufe wegen Calima gilt ab 11.00 Uhr am 14. September 2026 auch eine Vorwarnstufe wegen hoher Temperaturen.
Die Maßnahmen erfolgen im Rahmen des speziellen Notfallplans der Kanaren für Risiken durch widrige Wetterphänomene (Plan Específico de Emergencias de Canarias por Riesgos de Fenómenos Meteorológicos Adversos, PEFMA).
Auf Fuerteventura jetzt bis zu 37 Grad erwartet
Die Prognose der kanarischen Regierung geht für Fuerteventura inzwischen von deutlich höheren Temperaturen aus als zunächst erwartet. Auf der Insel können Höchsttemperaturen von bis zu 37 Grad erreicht werden. Nach Angaben der Generaldirektion für Notfälle (Dirección General de Emergencias) kann dieser Wert örtlich sogar überschritten werden.
Auf Lanzarote werden Höchsttemperaturen von bis zu 36 Grad erwartet.
Am 14. September 2026 sollen von der Hitze auf Fuerteventura und Lanzarote zunächst hauptsächlich die Gebiete im Inselinneren betroffen sein. Im Verlauf des 15. September 2026 sollen sich die hohen Temperaturen zunehmend auch auf die Küstengebiete im Süden und Südosten der beiden Inseln ausweiten.
Die höchsten Temperaturen dieses Hitzeereignisses werden nach Einschätzung der kanarischen Regierung am 14. und 15. September 2026 erreicht. Die weitere Entwicklung soll kontinuierlich beobachtet werden, damit die Warnlage bei Bedarf aktualisiert werden kann.
Auch andere Kanareninseln von Hitze betroffen
Auf Gran Canaria werden bereits am 14. September 2026 in weiten Teilen des Südens und Westens Temperaturen von 34 Grad erwartet, örtlich sind 35 Grad möglich. Am 15. September 2026 können in der südlichen Hälfte der Insel örtlich bis zu 37 Grad erreicht werden. Diese Temperaturen könnten sich sogar bis an die Südostküste ausbreiten. In verschiedenen Bereichen der mittleren Höhenlagen im Norden werden am 15. September 2026 Werte zwischen 34 und 35 Grad erwartet.
Auf Teneriffa werden am 14. September 2026 in den mittleren Höhenlagen und Gipfelregionen im Süden und Westen sowie in Teilen des Großraums der Hauptstadt Temperaturen zwischen 32 und 33 Grad erwartet. Am 15. September 2026 können die Temperaturen in den mittleren Höhenlagen im Süden örtlich auf 35 Grad und an der Südseite des Ballungsraums auf bis zu 36 Grad steigen.
Auf La Gomera werden am 15. September 2026 in den Gipfelregionen und mittleren Höhenlagen im Süden 34 bis 35 Grad erwartet. Die hohen Temperaturen könnten dort teilweise bis an die Westküste reichen.
Auch auf La Palma und El Hierro werden deutlich erhöhte Temperaturen prognostiziert. Auf La Palma können am 15. September 2026 in einigen Gebieten bis zu 32 Grad erreicht werden. Auf El Hierro werden außerhalb der Küstengebiete verbreitet 31 bis 32 Grad erwartet, im Bereich von El Pinar und in den Gipfellagen im Nordosten sind sogar 33 bis 34 Grad möglich.
Zweite Vorwarnstufe wegen starker Calima
Zusätzlich zur Hitze gilt auf den gesamten Kanarischen Inseln seit 0.00 Uhr am 14. September 2026 eine Vorwarnstufe wegen Calima. Auch bei diesem Wetterphänomen gehören Fuerteventura und Lanzarote zu den besonders betroffenen Inseln.
Die kanarische Regierung rechnet mit einer verbreiteten Calima und einer erheblichen Verschlechterung der Luftqualität. Die höchsten Konzentrationen des Saharastaubs werden in den tiefer gelegenen Gebieten von Fuerteventura und Lanzarote erwartet.
Dort sollen bereits am 14. September 2026 Staubkonzentrationen von mehr als 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft auftreten. Die Luftqualität kann dadurch als sehr ungünstig eingestuft werden.
Auch in mittleren und höheren Lagen der übrigen Inseln sind erhöhte Staubkonzentrationen möglich. Besonders betroffen könnten die mittleren und höheren Lagen von Gran Canaria und La Palma sein.
Hitze und Calima gleichzeitig auf Fuerteventura
Damit treffen auf Fuerteventura zwei belastende Wetterphänomene gleichzeitig zusammen. Einerseits können die Temperaturen bis auf 37 Grad oder örtlich sogar darüber steigen, andererseits sorgt der Saharastaub für eine deutliche Verschlechterung der Luftqualität.
Die Generaldirektion für Notfälle weist darauf hin, dass die Calima gesundheitliche Probleme verursachen oder bestehende Beschwerden verschlimmern kann. Dies gilt insbesondere für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Atemwegserkrankungen.
Bei hohen Temperaturen empfiehlt die kanarische Regierung unter anderem, ausreichend Flüssigkeit zu trinken, körperlich anstrengende Aktivitäten während der heißesten Stunden zu vermeiden und sich möglichst in kühlen oder schattigen Bereichen aufzuhalten.
Bei starker Calima sollten Fenster und Türen möglichst geschlossen bleiben. Körperliche Aktivitäten im Freien sollten insbesondere bei hoher Staubbelastung reduziert werden. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen sollten ihre übliche Medikation griffbereit halten und bei einer deutlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Die Behörden wollen sowohl die Entwicklung der Temperaturen als auch die Messwerte zur Luftqualität weiter beobachten und die bestehenden Vorwarnstufen gegebenenfalls aktualisieren.
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