Wer auf Fuerteventura eine schwere Ordnungswidrigkeit oder gar Straftat hinter dem Steuer begeht, kann nicht sicher sei, ungeschoren davon zu kommen. Zum einen muss man jederzeit damit rechnen, bei einer Missetat gefilmt zu werden, da mittlerweile jeder ein Smartphone in der Hosentasche dabei hat. Zum anderen verfügt die Polizei über Videosysteme mit automatischer Kennzeichenerfassung, die das Auffinden von Fahrzeugen deutlich einfacher machen.
Dank eben dieser Möglichkeiten hat die Gemeindepolizei von Puerto del Rosario einen Urlauber wegen gefährlicher Fahrweise im Küstenort El Puertito de Los Molinos angezeigt. Die Ermittlungen wurden eingeleitet, nachdem in sozialen Netzwerken ein Video verbreitet worden war, das die gefährliche Fahrt dokumentierte.
Video in sozialen Netzwerken löst Ermittlungen aus
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein virales Video, das in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde. Darauf war ein Fahrzeug zu sehen, das durch El Puertito de Los Molinos fuhr, während sich drei Personen auf dem Dach und eine auf der Motorhaube des Fahrzeugs befanden.
Nach Angaben der Gemeindepolizei von Puerto del Rosario stellte dieses Verhalten ein erhebliches Risiko sowohl für die Fahrzeuginsassen als auch für andere Verkehrsteilnehmer dar. Aufgrund der Schwere des Vorfalls leitete die Polizei von Amts wegen die entsprechenden Ermittlungen ein.
Mietwagenunternehmen als Fahrzeughalter identifiziert
Im Rahmen der Nachforschungen konnten die Beamten zunächst den Halter des Fahrzeugs ermitteln. Dabei handelte es sich um ein Mietwagenunternehmen mit Sitz in Madrid.
Nachdem die Polizei die Identität des Fahrers angefordert hatte, stellte sich heraus, dass es sich um einen Urlauber handelte, der sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf Fuerteventura aufhielt.
Zusammenarbeit mit Gemeindepolizei von La Oliva
Die weitere Aufklärung des Falls erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Gemeindepolizei von La Oliva. Nach Angaben der Behörden konnte das Fahrzeug mithilfe des dort eingesetzten Videoüberwachungs- und Kennzeichenerkennungssystems lokalisiert werden.
Durch die Identifizierung des Fahrzeugs gelang es den Beamten, den Fahrer ausfindig zu machen. Dieser wurde anschließend von den ermittelnden Beamten vernommen und gab eine Aussage zum Vorfall ab.
Anzeige wegen gefährlicher Fahrweise
Nach Abschluss der Ermittlungen wurde der Fahrer wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das spanische Straßenverkehrsgesetz (Ley de Seguridad Vial) angezeigt. Konkret werfen die Behörden ihm eine offensichtlich gefährliche Fahrweise vor.
Die Gemeindepolizei von Puerto del Rosario weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass derartige Verhaltensweisen erhebliche Gefahren für die Verkehrssicherheit darstellen. Fahrten, bei denen Personen außerhalb der vorgesehenen Sitzplätze transportiert werden, können bei plötzlichen Bremsmanövern, Ausweichbewegungen oder Unfällen schwerwiegende Folgen haben.
Der Vorfall hat auf Fuerteventura auch deshalb besondere Aufmerksamkeit erregt, weil sich die Bilder innerhalb kurzer Zeit in sozialen Netzwerken verbreiteten. Die Behörden betonen, dass Hinweise aus der Bevölkerung sowie öffentlich zugängliche Aufnahmen in vielen Fällen wichtige Anhaltspunkte für die Aufklärung von schweren Verkehrsverstößen liefern können.
Die Gemeindepolizei von Puerto del Rosario erklärte abschließend, dass die Sicherheit der Bürger und aller Verkehrsteilnehmer weiterhin oberste Priorität habe.
Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link: