Das Geografische Nationalinstitut Spaniens, Instituto Geográfico Nacional (IGN), hat am 30. Juni 2026 um 02.31 Uhr Ortszeit ein Erdbeben im Atlantik zwischen Gran Canaria und Fuerteventura registriert. Das Epizentrum lag bei den Koordinaten 28,0422 Grad nördlicher Breite und 15,0902 Grad westlicher Länge in einer Tiefe von 17 Kilometern. Die Magnitude wurde mit 3,9 auf der Richterskala angegeben.
Nach den veröffentlichten Daten erreichte das Beben auf der makroseismischen Intensitätsskala EMS eine maximale Intensität von III. Ein Erdbeben dieser Stärke wird von vielen Menschen in Gebäuden wahrgenommen, verursacht jedoch in der Regel keine Schäden.
Erschütterungen auch auf Fuerteventura gemeldet
Nach Angaben des IGN wurde das Beben in zahlreichen Orten auf Gran Canaria gespürt. Auch auf Fuerteventura gingen Meldungen ein. Betroffen waren unter anderem Puerto del Rosario, La Pared, Pájara und Tuineje. Die Rückmeldungen stammen aus dem Meldesystem des Geografischen Nationalinstituts, in dem Bürger angeben können, ob sie Erschütterungen wahrgenommen haben.
Bereits in den vergangenen Monaten waren mehrere Erdbeben im Meeresgebiet östlich und südöstlich von Gran Canaria sowie westlich von Fuerteventura registriert worden. Erst am 22. Mai 2026 erschütterte ein deutlich stärkeres Beben der Magnitude 4,8 den Atlantik vor den Kanaren und war auch auf Fuerteventura vielerorts deutlich zu spüren.
Das aktuelle Ereignis reiht sich in eine Serie leichter tektonischer Erdbeben ein, die im Bereich zwischen Gran Canaria und Fuerteventura regelmäßig auftreten.
Keine Hinweise auf Schäden
Nach bisherigem Stand liegen keine Berichte über Personen oder Sachschäden vor. Erdbeben dieser Größenordnung sind auf den Kanaren keine Seltenheit. Aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Magnitude werden sie häufig lediglich als kurzes Zittern oder leichtes Vibrieren wahrgenommen.
Behörden beobachten die seismische Aktivität
Das Instituto Geográfico Nacional überwacht die seismische Aktivität auf den Kanarischen Inseln rund um die Uhr. Alle registrierten Erdbeben werden hinsichtlich ihrer Stärke, Tiefe und Lage ausgewertet. Zusätzlich veröffentlicht das Institut Karten zur gefühlten Intensität, die auf den Rückmeldungen der Bevölkerung basieren. Diese Daten helfen dabei, die tatsächlichen Auswirkungen eines Erdbebens besser einzuschätzen.
Das am 30. Juni 2026 registrierte Beben bestätigt erneut, dass die Kanarischen Inseln zu einer geologisch aktiven Region gehören. Nach Einschätzung der Fachleute besteht aufgrund dieses Ereignisses jedoch kein Anlass zur Sorge, da es sich um ein vergleichsweise schwaches Erdbeben ohne erkennbare Schäden handelt.
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