Die Gewerkschaft UGT hält die für Fuerteventura angekündigte Verstärkung des Krankentransports und Rettungsdienstes für unzureichend. Sie fordert von der Leitung des Gesundheitsbereichs Fuerteventura eine umfassende Planung, die dem Bevölkerungswachstum, der geografischen Verteilung der Bevölkerung und der kontinuierlich steigenden Nachfrage nach medizinischer Versorgung auf der Insel Rechnung trägt.
In einer Mitteilung kritisiert die Gewerkschaft, dass die angekündigte Bereitstellung von zwei Rettungswagen mit erweiterter lebenserhaltender Ausstattung und einem Rettungswagen mit Basisausstattung als ausreichende Lösung für die derzeitigen Defizite dargestellt werde.
UGT fordert Einbeziehung der Beschäftigten
Die Abteilung der UGT für den öffentlichen Dienst erinnert den Direktor des Gesundheitsbereichs Fuerteventura, Tomás Pérez, daran, dass die Gewerkschaft die mitgliederstärkste Arbeitnehmervertretung im Krankentransport auf der Insel sei. Sie kritisiert außerdem, dass die Einrichtung neuer Rettungsdienstressourcen öffentlich angekündigt worden sei, ohne zuvor die Vertreter der Beschäftigten anzuhören.
„Wir Rettungssanitäter, die täglich im Einsatz sind, wissen, wo es zu Überlastungen kommt, welche Ressourcen dem größten Druck ausgesetzt sind und welchen tatsächlichen Bedarf die einzelnen Gebiete haben. Deshalb verstehen wir nicht, dass ein Modell zur Verstärkung des Dienstes festgelegt wird, ohne zuvor diejenigen anzuhören, die diese Realität vor Ort kennen“, erklären die Gewerkschaftsvertreter der UGT auf Fuerteventura.
Nach Angaben der Gewerkschaft entfielen rund 80 Prozent der Belastung im Rettungsdienst auf die Rettungswagen mit Basisausstattung. Daher sei es schwer zu rechtfertigen, zwei zusätzliche Fahrzeuge mit erweiterter lebensrettender Ausstattung bereitzustellen, aber nur einen zusätzlichen Rettungswagen mit Grundausstattung.
UGT warnt vor falscher Verteilung der Ressourcen
Die Gewerkschaft warnt davor, die erweiterten Rettungsdienstressourcen auszubauen, ohne gleichzeitig das Netz der Rettungswagen für die Grundversorgung angemessen zu dimensionieren. Dies könne dazu führen, dass Fahrzeuge, die eigentlich für komplexere medizinische Notfälle vorgesehen seien, Einsätze übernehmen müssten, die von Rettungswagen mit grundlegendem lebensrettendem Support bewältigt werden könnten, nur weil diese bereits anderweitig im Einsatz seien.
Für UGT müsse sich die Aufstockung deshalb an der tatsächlichen Einsatzbelastung orientieren und nicht lediglich an der Gesamtzahl der zusätzlich bereitgestellten Rettungswagen.
Unterschiede zwischen Norden, Süden und Inselmitte
UGT hinterfragt außerdem die unterschiedliche Ausstattung der erweiterten Rettungsdienstressourcen in verschiedenen Teilen Fuerteventuras. Während Puerto del Rosario und Morro Jable über Rettungswagen mit ärztlicher Besatzung verfügen, sollen die angekündigten erweiterten Einheiten für Corralejo und Gran Tarajal als Rettungswagen mit erweitertem lebensrettendem Support durch Pflegepersonal eingesetzt werden.
Sonia Arredondo, Generalsekretärin von UGT Servicios Públicos auf Fuerteventura, fordert deshalb eine möglichst umfassende Ausstattung der Rettungswagen.
„Die geografischen Besonderheiten Fuerteventuras erfordern erweiterte Rettungsdienstressourcen mit maximaler Ausstattung“, erklärt Arredondo.
Sie kritisiert insbesondere, dass die Qualität der medizinischen Versorgung im Notfall vom Wohnort auf der Insel abhängen könne. „Wir verstehen nicht, dass es davon abhängt, in welchem Teil der Insel man wohnt, ob ein Rettungswagen mit Arzt und Pflegepersonal zur Verfügung steht oder nicht. Die Einwohner Fuerteventuras verdienen bei einem Notfall das gleiche Schutzniveau, unabhängig davon, in welcher Gemeinde sie leben“, so Arredondo.
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