Fischer finden Paket mit mutmaßlich 30 Kilo Kokain vor La Graciosa

Drogenpaket-im-Meer

Zwei Fischer haben am Samstagvormittag, 10. Oktober 2026, auf der Kanareninsel La Graciosa ein verdächtiges Paket auf dem Meer entdeckt, bei dem es sich möglicherweise um Kokain handelt. Das Paket wiegt schätzungsweise zwischen 25 und 30 Kilogramm.

Wie der für die Gemeindepolizei von Teguise zuständige Gemeinderat Ginés González gegenüber der Zeitung La Voz erklärte, gehen die Ermittler davon aus, dass es sich bei dem Fund um Kokain handeln könnte. Eine endgültige Bestätigung steht allerdings noch aus, da die Substanz zunächst untersucht werden muss.

Ein Beamter der Gemeindepolizei begab sich zum Fundort, um das Paket sicherzustellen und den Transport nach Lanzarote zu organisieren. Dort soll es der Guardia Civil übergeben werden.

Großhandelswert könnte bei bis zu 450.000 Euro liegen

Sollte sich bestätigen, dass es sich bei dem Fund um Kokain handelt, könnte die Ladung einen erheblichen Wert haben. Nach Berichten spanischer Medien sind die Großhandelspreise für Kokain in Spanien infolge des großen Angebots in letzter Zeit deutlich gesunken. Teilweise werden Preise von nur noch 12.500 bis 15.000 Euro pro Kilogramm genannt.

Auf dieser Grundlage hätte das gefundene Paket mit einem Gewicht von 25 bis 30 Kilogramm einen geschätzten Großhandelswert von rund 310.000 bis 450.000 Euro. Der tatsächliche Wert hängt insbesondere vom Reinheitsgrad der Droge ab.

Kanarische Inseln liegen auf internationaler Drogenschmuggelroute

Die Kanarischen Inseln liegen an einer wichtigen Route des internationalen Drogenschmuggels zwischen Südamerika, Westafrika und Europa. Insbesondere Kokain wird in großen Mengen über den Atlantik transportiert. Dabei kommen neben Frachtschiffen auch Segelboote, Fischereifahrzeuge und kleinere Schnellboote zum Einsatz.

Immer wieder werden an den Küsten der Kanaren Pakete mit Drogen angespült oder treibend im Meer entdeckt. Dabei kann es sich um Ladung handeln, die während des Transports verloren gegangen ist oder von Schmugglern absichtlich über Bord geworfen wurde, beispielsweise um bei einer drohenden Polizeikontrolle Beweismittel zu beseitigen.

Ob das auf La Graciosa entdeckte Paket auf diese Weise ins Meer gelangt ist, ist bislang nicht bekannt.

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