Auf Fuerteventura und den übrigen Kanarischen Inseln gilt seit dem 26.10.2026 um 12:30 Uhr die Vorwarnstufe wegen Calima. Die kanarische Regierung hat die sogenannte „Prealerta“ für den gesamten Archipel ausgerufen. Grund ist eine erwartete Zunahme der Konzentration von Saharastaub in der Luft, die voraussichtlich am 28.10.2026 ihren Höhepunkt erreichen wird.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Vorwarnstufe der kanarischen Regierung und einer offiziellen Wetterwarnung der spanischen Wetteragentur AEMET. Bei der AEMET liegen bislang keine Wetterwarnungen für Fuerteventura wegen der Calima vor.
Saharastaub zunächst vor allem in höheren Luftschichten
Nach Angaben der Generaldirektion für Notfälle der kanarischen Regierung (Dirección General de Emergencias) wird sich der Saharastaub am 26.10.2026 auf Fuerteventura und Lanzarote zunächst überwiegend in höheren Luftschichten halten. In Bodennähe werden vorerst nur geringe Auswirkungen auf die Luftqualität erwartet.
Anders sieht es auf den gebirgigeren Kanarischen Inseln aus. Dort kann die Staubkonzentration insbesondere in mittleren Höhenlagen und auf den nach Süden ausgerichteten Berggipfeln bereits am 26.10.2026 Werte von 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erreichen oder überschreiten.
Auf Teneriffa, Gran Canaria und teilweise auch auf La Palma wurde bereits eine deutliche Verschlechterung der Luftqualität an zahlreichen Messstationen registriert.
Calima könnte ab 27. Oktober auch auf Fuerteventura stärker werden
Ab der Mittagszeit des 27.10.2026 könnte die Calima auch in tieferen Lagen aller Kanarischen Inseln an Intensität gewinnen. Damit wäre auch auf Fuerteventura eine stärkere Belastung der Luft in Bodennähe möglich.
Den Höhepunkt der Calima erwarten die Behörden für den 28.10.2026. Dann könnten die Konzentrationen von Schwebstaub auf den Kanarischen Inseln verbreitet Werte von 100 Mikrogramm pro Kubikmeter überschreiten.
Bei einer Calima gelangen feine mineralische Staubpartikel aus der Sahara mit den Luftströmungen auf die Kanarischen Inseln. Je nach Intensität kann dies zu einer eingeschränkten Sicht und einer Verschlechterung der Luftqualität führen.
Besonders für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen kann eine erhöhte Staubbelastung gesundheitliche Probleme verursachen oder bestehende Beschwerden verstärken.
Vorwarnstufe ist keine AEMET-Wetterwarnung
Die kanarische Regierung hat die Vorwarnstufe auf Grundlage der Wetterprognosen der AEMET und weiterer verfügbarer Informationen ausgerufen. Rechtsgrundlage ist der spezielle Notfallplan der Kanarischen Inseln für Risiken durch ungünstige Wetterereignisse (Plan Específico de Emergencias de Canarias por Riesgos de Fenómenos Meteorológicos Adversos, PEFMA).
Die Vorwarnstufe „Prealerta“ dient dazu, Behörden und Bevölkerung frühzeitig auf eine mögliche Gefährdung aufmerksam zu machen. Sie bedeutet nicht, dass bereits eine akute Notlage besteht.
Auch ist die Prealerta nicht mit den gelben, orangefarbenen oder roten Wetterwarnungen der AEMET gleichzusetzen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Mitteilung der kanarischen Regierung waren bei der AEMET noch keine entsprechenden Wetterwarnungen für Fuerteventura veröffentlicht.
Die Generaldirektion für Notfälle wird die Entwicklung der Calima und die Messwerte zur Luftqualität weiter beobachten und die Einschätzung bei Bedarf aktualisieren.
Menschen mit Atemwegserkrankungen wird empfohlen, die Entwicklung der Luftqualität besonders aufmerksam zu verfolgen und bei erhöhter Staubbelastung anstrengende körperliche Aktivitäten im Freien möglichst zu vermeiden.
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