Totaler Blackout auf La Palma: Kanarische Regierung ruft Alarmstufe aus

blackout_la_palma

Nach einem schweren Gewitter ist am 02.11.2026 auf der Kanareninsel La Palma die Stromversorgung vollständig zusammengebrochen. Der Energieversorger Endesa meldete um 6:38 Uhr einen sogenannten „Cero energético“, einen vollständigen Ausfall des Stromsystems. Insgesamt sind 50.508 Stromanschlüsse auf der Insel betroffen.

Bereits am 01.11.2026 hatte ein größerer Stromausfall auf Teneriffa rund 160.000 Haushalte zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten.

Stromversorgung auf La Palma vollständig zusammengebrochen

Nach Angaben von Endesa kam es am 02.11.2026 gegen 4:00 Uhr zunächst zu einer Störung der 66-Kilovolt-Hochspannungsleitung Guinchos-Valle. Dabei handelt es sich um die einzige Stromübertragungsleitung auf La Palma, die vom spanischen Übertragungsnetzbetreiber Red Eléctrica Española (REE) betrieben wird.

Nach der ersten Unterbrechung konnte die Stromversorgung zunächst wiederhergestellt werden. Die Leitung Guinchos-Valle blieb jedoch aufgrund einer weiteren Störung nicht verfügbar.

Wenige Minuten nach 6:30 Uhr trat außerdem ein Problem im Kraftwerk Los Guinchos auf. Um 6:38 Uhr meldete Endesa schließlich den vollständigen Zusammenbruch der Stromversorgung auf La Palma.

Die genauen Ursachen der beiden Störungen waren zunächst nicht bekannt. Endesa verwies auf ein schweres Gewitter, das in den vorausgegangenen Stunden über die Insel gezogen war.

Nach Angaben des Energieversorgers befand sich das Stromsystem zunächst in einer Vorbereitungsphase für die Wiederherstellung der Versorgung. Dazu mussten unter anderem die Stromerzeugungsanlagen wieder angefahren werden. Außerdem warteten die zuständigen Stellen auf Anweisungen von Red Eléctrica Española zur schrittweisen Wiederherstellung des Stromnetzes.

Kanarische Regierung aktiviert Katastrophenschutzplan

Aufgrund des vollständigen Stromausfalls erklärte die Generaldirektion für Notfälle der kanarischen Regierung (Dirección General de Emergencias del Gobierno de Canarias) am 02.11.2026 um 7:30 Uhr die Alarmstufe im Rahmen des territorialen Katastrophenschutzplans der Kanarischen Autonomen Gemeinschaft (Plan Territorial de Emergencia de Protección Civil de la Comunidad Autónoma de Canarias, PLATECA).

In der offiziellen Mitteilung der kanarischen Regierung wird der vollständige Ausfall des Stromsystems auf 6:42 Uhr datiert.

Mit der Aktivierung des Katastrophenschutzplans soll die Entwicklung der Störung überwacht und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Behörden, Verwaltungen und Organisationen koordiniert werden.

Darüber hinaus soll geprüft werden, inwieweit wichtige öffentliche Dienstleistungen und Einrichtungen durch den Stromausfall beeinträchtigt sind.

Die Alarmstufe betrifft die gesamte Insel La Palma. Es handelt sich um eine Katastrophenschutzmaßnahme und nicht um die Ausrufung des verfassungsrechtlichen Ausnahmezustands in Spanien.

Stromausfall auf Teneriffa betraf rund 160.000 Haushalte

Bereits am 01.11.2026 hatte ein größerer Stromausfall auf Teneriffa und im Stromversorgungssystem Teneriffa-La Gomera für erhebliche Probleme gesorgt.

Kurz nach 8:30 Uhr fiel für insgesamt 160.462 Haushalte die Stromversorgung aus. Besonders stark betroffen war Teneriffa, wo sowohl im Norden als auch im Süden der Insel zahlreiche Haushalte zeitweise ohne Strom blieben.

Nach Angaben des Netzbetreibers Red Eléctrica konnten mindestens 88.000 der betroffenen Haushalte bereits nach wenigen Minuten wieder mit Strom versorgt werden.

Red Eléctrica erklärte, dass die Stromversorgung am 01.11.2026 um 8:51 Uhr vollständig wiederhergestellt worden sei.

Starke Regenfälle verursachten Störungen im Hochspannungsnetz

Als Ursache für den Stromausfall auf Teneriffa bestätigte Red Eléctrica die starken Regenfälle, die am 01.11.2026 Teile der Kanarischen Inseln erfassten.

Nach Angaben des Unternehmens wurden zwei 220-Kilovolt-Stromkreise im Süden Teneriffas abgeschaltet. Betroffen waren die Hochspannungsverbindungen Granadilla-Vallitos und Vallitos-Abona.

Gleichzeitig fiel ein erheblicher Teil der Stromerzeugung im Kraftwerk Granadilla aus.

Durch die Störung standen im Stromversorgungssystem Teneriffa-La Gomera vorübergehend rund 140 Megawatt elektrische Leistung nicht mehr zur Verfügung.

Unwetterwarnungen für die westlichen Kanarischen Inseln

Die Stromausfälle ereigneten sich im Zusammenhang mit einem Tiefdruckgebiet, das die westlichen Kanarischen Inseln mit starken Niederschlägen und Gewittern erfasste.

Die spanische Wetterbehörde AEMET hatte für den 01.11.2026 gelbe Wetterwarnungen wegen starker Regenfälle für die fünf westlichsten Kanarischen Inseln herausgegeben.

Für den Großraum Santa Cruz de Tenerife und den Westen von La Palma galt sogar die orange Warnstufe.

Die kanarische Regierung hatte aufgrund der Wetterprognosen bereits eine Regenalarmstufe für die Provinz Santa Cruz de Tenerife aktiviert. Aus Sicherheitsgründen wurden außerdem Veranstaltungen im öffentlichen Raum abgesagt.

Während die Stromversorgung auf Teneriffa nach Angaben des Netzbetreibers am 01.11.2026 wiederhergestellt werden konnte, dauerten die Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme des Stromsystems auf La Palma zum Zeitpunkt der Meldungen vom Morgen des 02.11.2026 noch an.

Bestimme den Lohn für unsere Arbeit!

Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link:

e27fe11d9c254d63a63ab38858d46b8f
https://www.fuerteventurazeitung.de/du-bestimmst-den-lohn-fuer-unsere-arbeit/ banner 300x250 Bestimme den Lohn

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura Nachrichten