5-Sterne-Hotel zwischen Gorriones und Playa Esmeralda?

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Mit nur einer Gegenstimme des Stadtrats Aniceto Rodríguez (Partido Progresita Majorero) hat der Gemeinderat von Pájara in seiner Sitzung vom 28.01.2010 beschlossen, einen Antrag zu formulieren, um die Bebauung des als Montaña Verodes bekannten Gebiets zwischen dem Hotel Sol Melia Gorriones und dem Hotel Playa Esmeralda zu ermöglichen.

Bei dem 1,2 Mio. m² großen Grundstück, das der Gruppe Sol Melia gehört, die auch das Hotel Gorriones betreibt, handelt es sich um Bauerwartungsland (suelo urbanizable no programado). Da der Bebauungsplan der Gemeinde Pájara nach langjährigen Querelen schon seit Ewigkeiten auf eine Aktualisierung wartet, kann Pájara dieses Erschließungsprojekt nur mit Hilfe der Kanarischen Regierung umsetzen.

In dem Antrag, der an die Inselregierung (Cabildo) gerichtet ist, fordert die Gemeinde das Cabildo auf, mit der Kanarischen Regierung eine Versammlung einzuberufen, um die Rahmenbedingungen für das Projekt zu erörtern.

Von den 1,2 Mio. m² sollen nur rund 170.000m² mit einem 5-Sterne-Luxushotel mit maximal 1.100 Betten bebaut werden. Im Gegenzug will Sol Melia den Betrieb der bereits sehr betagten Anlage „Sol Jandía Mar“ im Süden Fuerteventuras einstellen und das Grundstück an die Gemeinde übertragen. Das „Sol Jandía Mar“ soll dann abgerissen werden und einer Grünzone oder einem öffentlichen Platz und unterirdischen Parkflächen weichen. Die restlichen gut 1 Mio. m² des Grundstücks würde die Hotelgruppe abtreten, damit diese Fläche dem „Parque Natural de Jandía“ zugeschrieben werden kann. Auf einen Teil des Grundstücks könnte außerdem ein Leistungszentrum für die Elite des Windsurfernachwuchses entstehen.

Die Vorteile, die die Gemeinderatsmitglieder in dieser Maßnahme offenbar sehen, liegen zum einen in der Modernisierung und Verbesserung des Bettenangebots im Süden Fuerteventuras. Eine alte, obsolete Anlage weicht einer 5-Sterne-Anlaga mit etwa derselben Bettenkapazität, was ja möglicherweise tatsächlich zu der von allen politischen Richtungen gewünschten Verbesserung der Qualität des Tourismus führen könnte. Zum anderen könnten in Jandia durch den Abriss Freiräume in einer stark bebauten Zone gewonnen werden, die nicht nur das von den Urlaubern wahrgenommene Stadtbild verbessert, sondern auch zu einer Verbesserung der Wohnqualität führt. Und nicht zuletzt könnten von dem Windsurfing-Leistungszentrum wichtige touristische und wirtschaftliche Entwicklungsimpulse ausgehen.

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