13 Arbeitsplätze in Pájara dank eines Paktes zwischen Gemeinde und Arbeitsamt

Dank einer Vereinbarung zwischen der Gemeindeverwaltung von Pájara und dem Kanarischen Beschäftigungsdienst (SCE servico canario de empleo) entstehen in Pájara -wenn auch nur kurzfristig- 13 neue Arbeitsplätze. Die Initiative wird teilweise aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert.

Im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme soll das Programm zur „häuslichen Unterstützung“ ausgebaut werden, das Menschen zugute kommt, die sich nicht allein versorgen können. Einer der 13 neuen Mitarbeiter wird dafür zuständig sein.

Zwei weitere Mitarbeiter sollen am Projekt zur Digitalisierung des Inventars der Gemeinde arbeiten, mit dem der Bestand an Vermögensgegenständen und Rechten digital erfasst werden soll.

10 Mitarbeiter sind für eine Baumschule vorgesehen, in der Pflanzen für öffentliche Grünanlagen herangezogen werden sollen. Darüber hinaus stellt die Gemeinde rund 19.000 Euro für die Beschaffung von Material für die Bewässerung, Pflanzen und Samen zur Verfügung.

Die neuen Stellen sind als ¾-Stellen für eine Dauer von sechs Monaten ausgeschrieben.

Fraglich ist, ob die Gemeinde tatsächlich eine eigene Baumschule braucht, und was nach Ablauf der sechs Monate passiert, wenn möglicherweise kein Geld mehr aus europäischen Töpfen für die Weiterführung des Projekts bereitsteht. Es ist anzunehmen, dass eine Baumschule innerhalb von sechs Monaten kaum nennenswerte Erträge bringt, die eine solche Investition rechtfertigen. Schließlich wachsen Pflanzen bekanntermaßen recht langsam. Legt man durchschnittliche Lohnkosten von 800€ pro Monat für zehn Mitarbeiter für eine Dauer von 6 Monaten zugrunde, sind dass schon stolze 48.000€. Rechnet man die 19.000€ für Materialien dazu, kostet das Projekt bereits 67.000€. Dafür könnte man viele Pflanzen für öffentliche Grünanlagen bei einem Privatunternehmen beschaffen, wo ja auch Menschen beschäftigt sind, und von den ersparten Mitteln viele andere wichtige Dinge finanzieren.

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