Deutscher Urlauber vor dem Ertrinken gerettet

Am Freitag, den 13.08.2010, konnten Mitarbeiter der Strandwacht an den „Grandes Playas“ in Corralejo in der Nähe der Hotels „Oliva Beach“ und „Tres Islas“ einen 53-jährigen deutschen Urlauber vor dem Ertrinken retten. Gegen 12:40h entdeckten die Rettungsschwimmer den Mann, der von der Strömung schon weit aufs Meer gezogen worden war und per Handzeichen um Hilfe winkte.

An dem Einsatz waren drei Rettungsschwimmer beteiligt. Zwei von ihnen schwammen zu dem Mann, ein dritter eilte mit einem Jetski zur Hilfe.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls waren am Strand die roten Fahnen gehisst, die vor den lebensgefährlichen Strömungen warnen.

Es kommt an Fuerteventuras Küsten immer wieder zu Badeunfällen, die nicht selten auf Leichtsinn zurückzuführen sind. Die roten Fahnen werden nicht zum Spaß gehisst, sondern bedeuten Lebensgefahr. Man sollte diese Warnhinweise unbedingt beherzigen.

Auch an unbewachten Stränden, an denen es keine Warnflaggen gibt, ist grundsätzlich höchste Vorsicht geboten. Vor allem das Baden an den Stränden von Fuerteventuras Nord- und Westküste gilt wegen der häufigen starken Strömungen als extrem gefährlich. Auf das Baden sollte man hier grundsätzlich verzichten, wenn einem sein Leben lieb ist. Jedes Jahr verlieren unzählige Menschen ihr Leben, die glauben, es besser zu wissen.

Das Baden an den Stränden der Costa Calma ist für gewöhnlich weniger gefährlich. Dennoch können auch an den Küsten an der Südostseite Fuerteventuras überall und jederzeit sogenannte Rip-Strömungen auftreten, die Schwimmer mit großer Geschwindigkeit aufs offene Meer hinausziehen können.

Wenn man in eine solche Strömung gerät, heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht in Panik zu geraten. Gegen die Strömung anzuschwimmen ist unmöglich und wäre die grundfalsche Strategie in einer solchen Situation. Die Ripströmungen wirken oft nur in einen sehr schmalen Bereich, der manchmal nur wenige Meter breit ist. Richtig ist es, parallel zum Strand, also quer aus der Strömung hinauszuschwimmen und erst dann zu versuchen, wieder in Richtung Küste zu schwimmen, wenn man nicht mehr von der Strömung hinausgetrieben wird.

Auch ohne Strömungen kann es an den Badestränden von Jandia und Costa Calma sehr gefährlich sein, mit einer Luftmatratze oder einem Gummiboot zu spielen. Der vor allem in den Sommermonaten teilweise sehr starke Wind kann Luftmatratzen oder Gummiboote mitsamt Besatzung innerhalb kürzester Zeit so weit aufs Meer hinaus wehen, dass selbst gute Schwimmer kaum eine Chance haben, aus eigener Kraft wieder an Land zu kommen.

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