Schädlinge bedrohen Palmen in Las Palmas

Die Palmenbestände in der Hauptstadt Gran Canarias finden keine Ruhe. In den letzten fünf Jahren mussten sie die Attacken von fünf Plagen überstehen, denen mindestens 560 Palmen zum Opfer gefallen sind.

Die meisten Palmen streckte der Pilz Thielaviopsis paradoxa nieder. Außerdem sind praktisch alle Palmen der von Las Palmas de Gran Canaria vom Schwarzen Palmrüssler (Diocalandra frumenti) befallen.

Der Pilz Thielaviopsis paradoxa dringt über Wunden in die Pflanze ein und verursacht die sogenannte Stammfäule. Hauptansteckungsrisiko für die Palmen ist somit das Abschneiden der noch nicht abgestorbenen Palmenblätter, also die nicht fachgerechte Pflege. Die Palmenblätter sollten erst dann abgeschnitten werden, wenn sie vollständig vertrocknet sind. Auf die Schnittstelle muss ein spezielles Fungizid aufgebracht werden, um eine Infektion zu verhindern. Das Heimtückische am Pilzbefall mit Thielaviopsis paradoxa ist, dass man der Palme äußerlich ihre Krankheit nicht ansieht. Irgendwann fällt ihr einfach die Krone ab oder ihr Stamm knickt um. Welche fatalen Folgen der Absturz einer tonnenschweren Palmenkrone in einer belebten Stadt wie Las Palmas haben kann, ist leicht vorzustellen.

Nachdem der Rote Palmrüssler auf den Kanaren besiegt zu sein scheint, gewinnt nun sein schwarzes Pendant die Oberhand. Experten befürchten, dass nun auch die wilden Palmenhaine Gran Canarias von dem Käfer „Diocalandra frumenti“ befallen werden, dessen Bekämpfung in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt worden sei.

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