Kitesurfer vor Corralejo von Meerestier attackiert

Ein nicht näher identifiziertes Meerestier hat Ende Juni einen 28-jährigen britischen Kitesurfer in der Meerenge La Bocaina nördlich von Corralejo drei Mal in den Fuß gebissen. Der Vorfall ereignete sich rund zwei Kilometer von der Küste entfernt. Das Meer ist dort etwa 35m tief.

Ein Schlauchboot, das die Kitesurfer begleitete, konnte den Verletzten an Bord nehmen und mit einem Druckverband die Blutung eindämmen. Der Begleiter verständigte per Funk die Station und fuhr mit Vollgas zum Hafen von Corralejo zurück, wo bereits ein Rettungswagen wartete. Im Ärztezentrum von Corralejo wurde der Patient erstversorgt, anschließend jedoch wegen der tiefen Bisswunden ins Krankenhaus gebracht.

Bisher konnte anhand der Bissspuren niemand mit Sicherheit sagen, welches Tier für den Angriff verantwortlich ist. Es könnte sich um einen Delfin, einen Hai oder einen anderen Raubfisch gehandelt haben.

Experten betrachten den Vorfall als höchst ungewöhnlich. „Ich tauche seit 33 Jahren in den Gewässern von Fuerteventura, sagt ein Inhaber einer Tauchschule aus Corralejo, und ich habe in der Zeit noch nie davon gehört oder miterlebt, wie ein Fisch einen Menschen attackiert hat.“

Der Professor an der Fakultät für Meeresbiologie der Universität von Las Palma, Ricardo Haroun hielt es für möglich, dass der Angriff von einem Hai oder einem Meeressäuger verursacht wurde, wollte sich anhand der Bissspuren aber auch nicht festlegen. Haroun sieht keine Gefahr für Badegäste in den Gewässern von Fuerteventura. „Auf den Kanaren leben wir seit Jahrhunderten mit den Haien, und es ist noch nie etwas Gravierendes passiert.“

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