Wasserversorgungsverband erprobt neue Filtersysteme

Der Wasserversorgungsverband con Fuerteventura (CAAF – Consorcio de Abastecimiento de Aguas de Fuerteventura) erprobt derzeit zwei neue Filtersysteme in der Meerwasserentsalzungsanlage in Puerto del Rosario. Bevor Meerwasser in die eigentliche Entsalzungsanlage gepumpt werden kann, muss es in einer Filteranlage von Schwebstoffen befreit werden, die sonst die empfindlichen Membranen der Umkehrosmoseanlage verstopfen würden. Zurzeit erfolgt dies mit großen Sandfiltern, die jedoch viel Stellfläche beanspruchen und in der Anschaffung sehr teuer sind.

In den zwei Versuchsanlagen werden nun ein Ringfilter- und ein Kartuschenfiltersystem erprobt. Die Versuchsanlagen können jeweils rund 15m³ pro Stunde filtern.

Die Techniker sind zuversichtlich, dass die alternativen Filtersysteme den herkömmlichen Sandfilter ersetzen können. Begünstigt wird das Vorhaben durch die relativ große Reinheit des Meerwassers, das durch die Ansaugbrunnen gewonnen wird.

Hintergrund des Experiments ist die geplante Kapazitätserweiterung um ca. 50% der Entsalzungsanlage in Puerto del Rosario. Wenn die neuen Filter sich bewähren, könnte bei der Erweiterung einiges an Investitionskosten eingespart werden.

Zurzeit hat die Entsalzungsanlage in Puerto del Rosario eine Kapazität von 23.000m³ pro Tag. Die Anlage in Corralejo kann bis zu 4.000m³ Trinkwasser pro Tag erzeugen, wobei diese Anlage über eine eigene Windkraftanlage verfügt, sodass der erforderliche Strom zum größten Teil selbst erzeugt wird. In Gran Tarajal ist eine weitere Anlage mit einer täglichen Produktionskapazität von 4.000m³ installiert. Der geplante Neubau in Puerto del Rosario würde die Gesamtkapazität des CAAF um 14.000m³ pro Tag und somit um fast 50% vergrößern. Wichtiger als die Erweiterung der Gesamtkapazität ist aber die Backup-Funktion, durch die bei Ausfall einer der beiden Anlagen die andere weiterhin funktioniert.

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