La Oliva muss Baufirma fast 4 Mio. Euro zurückzahlen

Es gibt keinen Ausweg mehr: Die Gemeinde von La Oliva muss der Bauträgergesellschaft „Oliva Oceánides“ knapp vier Mio. Euro zahlen. Damit kommt die lange Geschichte des Bebauungsplans „SAU-8 Costa del Faro“ in El Cotillo im Nordwesten Fuerteventuras langsam zum Schluss und der Gemeindekasse von La Oliva droht der Bankrott.

„Oliva Oceanides“ wollte in diesem noch jungfräulichen Gebiet sechs Hotels mit einer Gesamtkapazität von 6.000 Betten sowie einen Golfplatz bauen. Im Juli 2000 gab die damalige „Kommission für Städtebau und Umwelt CUMAC“ ihre endgültige Zustimmung zu dem Megaprojekt, woraufhin die Gemeinde am 07.04.2001 einzig mit den Stimmen der PP unter Führung von Domingo González Arroyo die Baugenehmigung erteilte, obwohl die ebenfalls erforderliche Zustimmung der Inselverwaltung (Cabildo) nicht vorlag.

Von nun an wurde vor den Gerichten um das Projekt gestritten. Im Jahr 2007 erging ein Urteil, dass die Zustimmung der CUMAC und der Gemeinde für nichtig erklärte. Im Jahr 2009 wurden folglich die Baugenehmigungen für die 6 Hotels annulliert.

Nun muss die Gemeinde La Oliva die Baustellensteuer i.H.v. 3 Mio. Euro nebst Zinsen von rund 900.000€ an das Bauunternehmen zurückzahlen. Drei Konten der Gemeinde mit einem Saldo von insgesamt 424.000€ wurden bereits gepfändet.

Mit zwei anderen Klagen auf Rückerstattung von rund 900.000€ für das Bauprojekt und 414.792 für die Umfassungsmauern des Golfplatzes war das Bauunternehmen in 2007 bereits gescheitert.

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