Banco Santander verkauft erstmals mehr Immobilien als sie „herein bekommt“

In den Bilanzen der spanischen Banken wiegen notleidende Hypothekendarlehen und zwangsvollstreckte Immobilien im wahrsten Wortsinn schwer wie Steine.

Als Faustformel rechnete man bisher, dass für jede Immobilie, die die Banken verkaufen konnten, vier neue aus Vollstreckungen in den Bestand der Banken hinzukamen.

Im ersten Quartal 2012 scheint die Banco Santander (BSCH) diesen Fluch zum ersten Mal seit Beginn der Krise durchbrochen zu haben. Nach einer durchschnittlichen Preissenkung von ca. 40% konnte die Bank im ersten Quartal erstmals mehr Immobilien verkaufen als neu hinzukamen.

In Euro ausgedrückt, verkaufte BSCH Immobilien im Wert von 1,3 Mrd. Euro und bekam Immobilien im Wert von 1,1 Mrd. Euro aus Vollstreckungen hinzu. Außerdem verkaufte die Bank im ersten Quartal 2012 mehr Immobilien als im gesamten Jahr 2011.

Die BSCH hatte in den vergangenen drei Jahren Immobilien im Wert von rund 8,55 Mrd. Euro aus notleidenden Hypotheken übernommen. Die BSCH äußerte sich besorgt um die zunehmenden Säumigkeit in Spanien, die für die BSCH bei 5,98% läge. Damit gehe es der BSCH aber immer noch besser als dem Landesdurchschnitt, wo die Säumigkeit im Schnitt bei 8% läge. Bei privaten Hypothekenschuldnern in Spanien liegt die Säumigkeit im Schnitt bei 2,5%, bei Bauträgern bei 39,4%.

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